HOME

Besuch von Präsident Obama: Gwyneth Paltrow, der Schrecken aller Nachbarn

Schauspielerin Gwyneth Paltrow organisiert in ihrem Haus in Los Angeles eine private Spendengala für Barack Obama. Der Besuch des Präsidenten sorgt jedoch für Ärger bei den Anwohnern.

Von Frank Siering, Los Angeles

Irgendwie scheint es einfach kein gutes Jahr zu sein für Gwyneth Paltrow. Erst die Trennung von Ehemann Chris Martin, dann ein verbaler Kleinkrieg mit Martha Stewart und jetzt auch noch Ärger mit den Nachbarn. Der Grund: US-Präsident Barack Obama. Der will Paltrow in ihrer zwölf Millionen Dollar Villa in Los Angeles besuchen. Die Schauspielerin hat zu einer privaten Spendengala für das "Democratic National Committee" geladen. Eingeladen ist jeder, der bereit ist bis zu 32.000 Dollar zu zahlen. Es wird wohl ein exklusives Abendessen geben, was auf der Speisekarte steht, ist nicht bekannt.

Wenig erfreut über den hohen Besuch sind Paltrows Nachbarn. Sie sind zu dem Dinner nämlich nicht eingeladen. Zudem sind viele Anwohner verärgert, weil der Besuch des US-Präsidenten mit endlosen Umleitungen, Straßenabsperrungen, unnötigen Verkehrskontrollen und temporären Parkverboten verbunden ist. "Das vermiest uns den ganzen Tag", sagt ein Nachbar zum stern, der aus Angst vor möglichen Repressalien ungenannt bleiben möchte. Ein weiterer Nachbar sagt: "Wir haben zwei Möglichkeiten, entweder wir bleiben den ganzen Tag in unseren Häusern gefangen, oder wir ziehen für einen Tag zu Freunden, die nicht in dieser Gegend wohnen. Unfassbar, was diese Frau ihren Nachbarn zumutet." Um ihrer Enttäuschung Luft zu machen, stellten einige Anwohner im Viertel Brentwood Plakate auf, die Paltrow zeigen und mit der Aufschrift "Obama-Drohne" versehen sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass Paltrow ihre Nachbarn zur Weißglut bringt. Schon kurz nach dem Einzug mit Noch-Ehemann Chris Martin habe Paltrow riesige Tannen auf ihrem Grundstück anpflanzen lassen, um möglichen neugierigen Paparazzi die Sicht zu versperren. Leider wurden mit den Tannen gleichzeitig auch den Nachbarn der Blick auf die atemberaubenden Canyons genommen. "Ein Umstand für den sich Frau Paltrow niemals bei uns entschuldigt hat", sagt eine Nachbarin der Schauspielerin.

Gwyneth Paltrow schottet sich ab

Auch habe sie absichtlich gegen diverse Bauvorlagen verstoßen und ein vier Meter hohes automatisiertes Eingangstor vor dem Grundstück installieren lassen. Mehrere Nachbarn meldeten diesen Verstoß dem Los Angeles Department of Building and Safety, doch bis heute steht das Tor. Als sich diverse Nachbarn in einem Beschwerdebrief direkt an Paltrow wendeten, heuerte die zweifache Mutter kurzerhand einen Mittelsmann an, der sich um die Belange der Anwohner kümmern sollte. Bis heute habe sich Paltrow kein einziges Mal persönlich vorgestellt, sagen die Anwohner.

Dass die aufgehängten Plakate, die Paltrow als "Obama-Drohne" verhöhnen, ihrem Ansehen als Unterstützerin der Demokraten schaden, ist wohl nicht zu befürchten. Sicherheitsleute des Präsidenten durchkämmen meist 24 Stunden vor Ankunft ihres Chefs die Umgebung, um mögliche Verunglimpfungen zu eliminieren. Die Poster dürfte Barack Obama deshalb wohl kaum zu Gesicht bekommen.