Ob auf dem Basketballplatz, beim Grillen im Garten oder für das Hörbuch neben der Badewanne: Bluetooth-Lautsprecher sind immer dann die beste Wahl, wenn man guten Klang und Mobilität unter einen Hut bekommen muss. Doch welches Modell ist die richtige Wahl? Das erfahren Sie im großen stern-Vergleichstest.
Diese Geräte haben wir getestet
Diese Boxen sind auch einen Blick wert
Fazit: Welche Bluetooth-Box ist die beste?
Eine Box, die alles am besten kann, fand sich im Test nicht – es kommt also etwas auf die eigenen Bedürfnisse an. Das beste Gesamtpaket bietet die Marshall Emberton III. Die Box klingt wirklich gut, hat eine extrem lange Laufzeit und ist dennoch robust und sehr transportabel. Damit ist sie unser klarer Testsieger. Will man nur Zuhause den besten Sound, ist die Sonos Era 100 die beste Wahl. Sie klingt deutlich besser, ist aber kabelgebunden und damit unterwegs nicht zu gebrauchen. Preistipp ist die Anker Soundcore Boom 3i. Sie klingt gut, ist enorm robust und kann sogar schwimmen. Auch die Laufzeit kann sich sehen lassen.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Vergleichstabelle Bluetoothboxen
| Marshall Emberton III | Sonos Era 100 | Bose Soundlink Flex (2. Generation) | Anker Soundcore Boom 3i | JBL Flip 7 | Beats Pill (2024) | Sonos Roam 2 | Anker Soundcore Select 4 Go | Ultimate Ears Megaboom 4 | Teufel Rockster Go 2 | |
| Wertung | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Testsieger | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️⭐️ Preis-Tipp | ⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ | Keine Wertung | Keine Wertung | Keine Wertung | Keine Wertung |
| Maße | 16 cm x 6,8 cm x 7,7 cm | 12 cm x 18,3 cm x 13,1 cm | 20,1 cm x 9,0 cm x 5,2 cm | 21 cm x 8,5 cm x 7,9 cm | 18,3 cm x 7 cm x 7,2 cm | 21,9 cm x 7,1 cm x 7 cm | 16,8 cm x 6,2 cm x 6 cm | 12,8 cm x 8,3 cm x 4,9 cm | 22,5 cm x 8,7 cm x 8,7 cm | 21 cm x 11 cm x 6 cm |
| Gewicht | 670 g | 2 kg | 590 g | 780 g | 560 g | 680 g | 430 g | 280 g | 935 g | 735 g |
| Verbindung | Bluetooth 5.3 LE | WLAN, Bluetooth 5.3 | Bluetooth 5.3 | Bluetooth 5.3 | Bluetooth 5.4 | Bluetooth (keine genauere Angabe) | WLAN, Bluetooth 5.3 | Bluetooth (keine genauere Angabe) | Bluetooth (keine genauere Angabe) | Bluetooth (keine genauere Angabe) |
| Wasser-/Staubdicht? | IP67 | Nein | IP67 | IP68 | IP68 | IP67 | IP67 | IP67 | IP67 | IP67 |
| Besonderheiten | Schnellladefunktion | Multiroom-fähig, unterstützt Apple Airplay 2 | Stereo-Modus | Schwimmfähig, LED-Beleuchtung, Tragegurt | Bietet Auracast, Karabinerhaken | Stereo-Modus | Multiroom-fähig, unterstützt Apple Airplay 2 | Stereo-Modus | Schwimmfähig | Trageschlaufe |
| Preis (UVP) | 179 Euro | 229 Euro | 179,95 Euro | 129,99 Euro | 149,99 Euro | 169,95 Euro | 199 Euro | 29,99 Euro | 199,99 Euro | 149,99 Euro |
So haben wir die Bluetoothboxen ausgewählt
Bei der Auswahl wurde auf eine gute Mischung aus Einsteiger-, Mittelklasse- und Premiumgeräten geachtet, die zudem bei den Kunden auf Interesse stoßen. Nach diesen Kriterien haben wir die Modelle ausgewählt:
- Markenprodukte Produkte bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- Hohe Zufriedenheit der Kunden in Bewertungen
- Gute Verfügbarkeit in bekannten Onlineshops wie Amazon oder Otto
Die Geräte wurden von den Herstellern zur Verfügung gestellt oder gekauft.
So haben wir getestet
Für den Test wollten wir ganz konkret wissen: Wie gut klingen die Boxen? Wie einfach lassen sie sich bedienen? Welche ist für den Einsatz uinterwegs am besten geeignet? Aber auch: Wie viel machen sie optisch her? Und dann ist natürlich die Frage, ob dieses Ergebnis den doch sehr unterschiedlich hohen Preisen angemessen ist.
Dazu haben wir alle Boxen einen Testparcours durchlaufen lassen. Die Boxen wurden zunächst eingerichtet, die App installiert und ihre Funktionen geprüft. Danach wurde eine fest definierte Playlist abgespielt, die Songs aus verschiedensten Genres enthält, etwa Urban, Dancefloor, Rock oder auch Filmmusik. Außerdem wurde der Klang bei Podcasts verglichen. Die Lautstärke wurde mit einem Dezibelmeter aus 30cm Entfernung gemessen. Die Akkulaufzeit wurde protokolliert, indem Musik bei 60 Prozent Lautstärke abgespielt wurde, bis die Box ausging.
Sonos Era 100
Der Sonos Era 100 tanzt im Testfeld etwas aus der Reihe. Der einfache Grund: Es handelt sich anders als bei den anderen Modellen nicht um einen tragbaren Lautsprecher. Stattdessen ist er eigentlich für den Einsatz in Sonos‘ Multiroom-Systemen gedacht, kommt entsprechend mit Kabel daher. Weil aber viele Nutzer ihre Box nur zuhause nutzen wollen und der Era 100 auch Verbindungen per Bluetooth erlaubt, haben wir uns dennoch entschieden, ihn ins Testfeld aufzunehmen.
Schließlich hat seine Bauform auch Vorteile: Weil der Lautsprecher nicht kompakt gehalten werden muss und keinen Raum für den Akku braucht, bleibt im Innern mehr Platz als Klangkörper. Selbst gegenüber den mobilen Modellen von Sonos selbst hat der Era deshalb Vorteile. Er ist größer als der Sonos Roam 2 und bietet so mehr Raum für Klang. Mit dem Move 2 bietet Sonos zwar eine Art mobile Version des Era 100 an, die ist aber deutlich klobiger und mit 400 Euro auch knapp doppelt so teuer. Der Era 100 ist da ein sehr guter Kompromiss.
Design: Rein optisch spielt der Era 100 schon ganz vorne mit. Die klaren Formen, die zurückhaltenden Steuerelemente und die schlichte Farbauswahl (Weiß und Schwarz) sorgen für eine edle Optik. Das passt zum Einsatzzweck: Die Box muss schließlich auch im Wohnzimmer etwas hermachen.
Erste Einrichtung: Die Einrichtung des Era 100 läuft ebenfalls etwas anders ab, als bei den anderen Geräten im Test. Weil es sich genau genommen um einen Multiroom-Lautsprecher handelt, braucht man für die Einrichtung ein Wlan, in das der Era und das Smartphone gemeinsam eingeloggt werden. Hat man ein Sonos-System, kann man den Era einfach hinzufügen, sonst muss man zunächst eines einrichten. Einmal in Betrieb genommen, kann man die Sonos-App, die Multiroom-Funktion und selbst das Wlan aber einfach ignorieren – und die Box ausschließlich über Bluetooth betreiben, wenn man das möchte.
App: Auch bei der App bemerkt man schnell, dass sie eigentlich für eine andere Nutzung vorgesehen ist. Hier kann man Räume definieren, mehrere Lautsprecher zusammenschließen und den Era 100 sogar als Satellit in einem Surround-System integrieren. Für die Nutzung als Bluetooth-Lautsprecher ist das aber alles weitgehend unerheblich.
Bluetooth: Die Verbindung über Bluetooth erfolgt, indem man einfach einen Knopf auf der Rückseite drückt und dann das Gerät koppelt. Etwas schade: Die Box verbindet sich nicht automatisch immer wieder mit dem Smartphone, man muss den Knopf nach jeder Trennung erneut drücken. Wer die Box als Dauerlösung nutzen möchte, fährt mit der Wlan-Verbindung besser. Einmal gekoppelt, ist die Verbindung aber stabil und zuverlässig. Der Era 100 lässt sich mit mehreren Geräten gleichzeitig verbinden.
Klang: Der Sound ist – wenig überraschend – der beste im Testfeld. Durch das größere Gehäuse bietet der Era 100 einen sehr vollen Klang, kann spürbaren Bass erzeugen. Die Höhen sind klar, die Mitten bleiben sauber. So hat der Era 100 das differenzierteste Klangbild im Test. Dreht man voll auf, erreichte der Era 100 im Test bis zu 96,2 Dezibel, damit kann man auch eine Party beschallen. Auf voller Lautstärke hört man langsam auch die Grenzen des kleinen Gehäuses, der Klang wird an manchen Stellen leicht blechern. Auch unterhalb der vollen Lautstärke ist der Klang allerdings raumfüllend genug. Besser geht es natürlich immer, gemessen an der Größe schlägt sich der Era 100 aber wirklich sehr gut.
Bei der Musikauswahl gab es beim Era 100 keine Ausfälle. Ob moderne, eher basslastige Sounds, klassischer Rock oder Klassik: Jedes Genre kommt gut zur Geltung. Podcasts haben einen sehr warmen Klang, die Stimmen klingen sehr natürlich.
Das gilt auch dann, wenn man über den Era 100 telefoniert. Ist er per Bluetooth verbunden, kann man nämlich auch Telefonate über die Box ausgeben lassen. Das Handy sollte man aber in der Nähe behalten: Der Era 100 hat zwar ein Mikrofon, das dient aber nur zur Steuerung über Sprachassistenten. Bei Anrufen muss man selbst weiter auf das Mikro des Smartphones setzen.
Bedienung: Sonos setzt vor allem auf die Bedienung am Smartphone, bietet am Gerät nur einige wenige Tasten. So lässt sich Musik starten und pausieren, der Track wechseln und die Lautstärke ändern. Zwei Tasten auf der Rückseite dienen der Bluetooth-Verbindung und dem Abschalten des Mikrofons, dazu unten mehr. Eine Abschalttaste hat der Era 100 nicht, als Multiroomgerät soll er immer einsatzbereit sein. Weil er keinen Akku hat, der dabei leer werden kann, ist das aber kein Problem.
Nutzung unterwegs: Als kabelgebundener Lautsprecher lässt sich der Era 100 nur sehr bedingt auch außerhalb der eigenen vier Wände nutzen. Zwar kann man ihn nach erfolgter Einrichtung auch ohne Wlan betreiben, eine Steckdose braucht man aber immer. Immerhin ist das Gehäuse klein genug, um die Box auch mal in einen anderen Raum oder in den Garten zu tragen. Oder sie sogar im Campingwagen mitzunehmen. Richtig mobil ist der Era 100 aber nicht.
Lieferumfang: Neben dem Era 100 ist nur ein Stromkabel im Lieferumfang enthalten.
Besonderheiten: Neben der Nutzung im Multiroom-Set-up bietet der Era 100 als weitere Besonderheit die Steuerung über Amazons Alexa oder Google Assistant. Dazu kann man den Speaker in der App mit den entsprechenden Accounts verbinden. Will man das ständige Lauschen nach dem Startbefehl unterbinden, kann man das Mikro aber mit einer physischen Taste auf der Rückseite auch dauerhaft abschalten.
Fazit Sonos Era 100: Geht es nur um den Sound, kommt kein anderer Lautsprecher im Test an den Sonos Era 100 heran. Er klingt voll, differenziert und hat richtig Wumms. Die Einschränkung liegt allerdings auf der Hand: Durch den fehlenden Akku ist der Sonos Era 100 an eine Stromquelle gebunden. Will man ihn aber nur Zuhause oder im Garten nutzen, ist er eine hervorragende Wahl. Wer mehr Bewegung will, sollte aber einen der anderen Lautsprecher im Test erwägen.
Marshall Emberton III
Seit Jahrzehnten ist Marshall eine Macht, wenn es um Verstärker für Instrumente geht. Mittlerweile ist der Hersteller aber auch bei Heimgeräten etabliert. Der Marshall Emberton III ist optisch stark an die klassischen Verstärker angelehnt. Und kann auch klangmäßig durchaus mithalten.
Design: Hier macht Marshall keine Experimente – und muss es auch nicht. Die Quaderform, das markante Metallgitter über dem Speaker und natürlich der Kunstlederbezug: Alles orientiert sich an den klassischen Verstärkern, mit denen die Marke groß wurde. Ein wenig Platz für Spielereien gibt es bei der Farbe. Den Emberton III gibt es neben Schwarz auch in einer hübschen weißen Version mit goldfarbenen Elementen. Die macht auch in modernen Wohnungen im Skandi-Style viel her. Neben drei Tasten gibt es eine rot leuchtende Akkuanzeige, die mit ihren zehn Balken ebenfalls an die alten Verstärker erinnert.
Das Gehäuse wirkt sehr robust, die Verarbeitung sehr gut. Dank IP67-Wertung darf der Emberton III sogar in Wasser eingetaucht werden und ist staubdicht. Das Gewicht von knapp 700 Gramm macht ihn sehr transportabel.
Erste Einrichtung: Die erste Inbetriebnahme ist unkompliziert. Man schaltet den Emberton III ein, koppelt das Smartphone – und kann direkt loslegen. Beim ersten Verbinden bietet das Smartphone automatisch den Download der App an, die Nutzung ist aber freiwillig.
App: Lädt man die App doch, bekommt man in erster Linie Zusatzfunktionen. Per Equalizer lässt sich das Klangbild an den eigenen Geschmack anpassen, die App zeigt den Akkustand genauer als die Akkubalken, die nur in Zehn-Prozent-Schritten herunterzählen.
Bluetooth: Die Verbindung über Bluetooth erfolgt über eine dedizierte Taste, sie funktioniert schnell und zuverlässig. Gut: Man kann mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Emberton III koppeln. Dann muss man aber aufpassen, nicht versehentlich auf einem zweiten Gerät Medien abzuspielen.
Klang: Hier merkt man Marshalls jahrelange Erfahrung. Trotz des verhältnismässig kleinen Gehäuses hat der Emberton III überraschend viel Wumms. Der Bass ist wuchtiger, als man erwarten würde. Voll aufgedreht erreichte er im Test 93,7 db. Zu empfehlen ist das aber nicht: Bei voller Lautstärke hat die Box klare Probleme mit blechernem Klang, auch die Bässe vermatschen. Bei etwa 80 dB klingt der Emberton III aber wirklich gut, bietet klare Höhen und gute Mitten, der Bass ist hör- und spürbar, aber weiter sauber.
Der ausgewogene Sound ließ alle möglichen Genres von Rap bis Rock gut klingen, orchestrale Musik kam aber etwas schwächer herüber. Podcasts und Hörbücher bieten warme Stimmen, die sehr natürlich klingen.
Damit bietet der Marshall Emberton III nach dem Sonos Era 100 den besten Sound im Test.
Bedienung: Die Bedienung des Emberton III lässt sich weitgehend am Gerät selbst vornehmen, braucht aber eine kurze Eingewöhnung. Neben einem Einschaltknopf – mit schickem Gitarreneffekt – gibt es nur eine Bluetoothtaste sowie einen goldenen Startknopf, der auch als Steuerwippe fungiert. Drückt man die Wippe, wird Musik gestartet und gestoppt. Wippt man sie nach rechts, skippt man nach vorne, nach links zurück. Das Wippen nach oben und unten ändert die Lautstärke. Das funktioniert zwar grundsätzlich gut, weil die Wippe sich aber 360 Grad bewegen lässt, trifft man ohne Hinsehen nicht immer unbedingt die Funktion, die man wollte. Hat man sich daran gewöhnt, geht die Nutzung aber leicht von der Hand. Eine klarere Begrenzung auf vier Richtungen wäre aber vermutlich angenehmer gewesen.
Nutzung unterwegs: Mit ihren Maßen von 16 cm x 6,8 cm x 7,7 cm und einem Gewicht von 670 g ist die Marshall-Box schnell im Rucksack untergebracht. Die Akkulaufzeit ist schlicht beeindruckend. Marshall verspricht bis zu 32 Stunden Laufzeit, im Test kam die Box auf knapp über einen 24 Stunden Dauergedudel. Beim Laden nimmt sie bis zu 13,5 Watt auf und lädt damit schneller als die anderen Konkurrenten im Test. Marshall verspricht mit 20 Minuten bis zu sechs Stunden Laufzeit. Damit hängt Marshall die Konkurrenten im Test gnadenlos ab.
Lieferumfang: Neben der Box enthält die Verpackung nur ein hochwertiges Kabel, USB-C auf USB-C. Ein Netzteil ist nicht enthalten.
Fazit Marshall Emberton III: Die Kombination aus hübschem Design, guter Bedienbarkeit, tollem Klang und gefühlt endloser Laufzeit überzeugt: Unter den Mobilboxen ist die Marshall Emberton III der klare Testsieger. Soundmäßig kommt sie zwar nicht an die Sonos Era 100 heran, das macht sie aber mit einer deutlich größeren Flexibilität wett. Die App bietet gute Zusatzfunktionen, ist aber optional. Ein tolles Gesamtpaket.
Bose Soundlink Flex 2
Der Name Bose steht für schickes Design und guten Sound. Für unterwegs bietet der Lautsprecherexperte mit der Bose Soundlink Flex (zweite Generation) einen kleinen Begleiter an. Der leidet allerdings etwas unter den nötigen Kompromissen.
Design: Das Gehäuse des Soundlink Flex kann sich durchaus sehen lassen. Der quaderförmige Korpus mit leicht abgerundeten Ecken erinnert etwas an ältere Radios. Das flache Design sorgt dafür, dass die Box im Rucksack nicht allzu viel Platz wegnimmt.
Die Verarbeitung ist sehr gut, der Soundlink Flex wirkt sehr wertig. Mit seinem IP67-Rating ist der Speaker wasserdicht und staubfest, er darf auch eingetaucht werden. Gut: Dank der flachen Bauweise und es mit 600 Gramm geringen Gewichts kann der Soundlink sogar im Wasser treiben und bleibt an der Oberfläche. Leider garantiert er dabei keinen Musikgenuss: Weil der Speaker nur in eine Richtung zeigt, muss man dafür sorgen, dass er aus dem Wasser herausragt.
Erste Einrichtung: Die erste Nutzung geht leicht von der Hand. Der Speaker muss nur per Bluetooth verbunden werden und es kann losgehen. Beim ersten Verbinden bietet Bose zwar den Download der App an, die Nutzung ist aber optional. Überlegt man, die App zu nutzen, sollte man sie mit der Benachrichtigung laden: Da es mehrere Bose-Apps gibt, lädt man so gleich die richtige.
App: Die App selbst ist übersichtlich, bietet auch eine Betriebsanleitung und Tipps zu Funktionen. Neben Standardfeatures wie einer genaueren Akkuanzeige und einem Equalizer gibt es einige Features, die nur über die App zur Verfügung stehen. Sie erlaubt es etwa, zwei Soundlink Flex zu einem Stereopaar zu koppeln. Gut: Bose erlaubt es, über die App die Shortcut-Taste am Gerät nach Wunsch neu zu belegen. Voreingestellt ist der Sprachassistent, aber auch das Koppeln eines Stereopaars oder eine Steuerung von Spotify ist möglich.
Bluetooth: Die Bluetooth-Verbindung erfolgt über eine Taste, sie funktioniert schnell und zuverlässig. Man kann zwei Geräte gleichzeitig mit dem Soundlink koppeln. Dann muss man aber aufpassen, welches man als aktives Abspielgerät nutzt. Verbindet man zwei zu einem Stereopaar, werden sie in der App als eine Einheit angezeigt.
Klang: Beim Sound liefert der Soundlink Flex leider nicht, was man von Bose vielleicht erwarten würde. Der Lautsprecher klingt zwar durchaus ausgewogen und bietet auch etwas Bass. Immer wieder kommen aber leicht blecherne Töne durch. Wohl auch durch die flache Bauform fehlt es dem Klang etwas an Tiefe. Auch der Bass ist weniger ausgeprägt, als man es sich wünschen würde. Der Klang ist insgesamt durchaus in Ordnung, zu viel erwarten sollte man aber nicht.
Das liegt auch an der maximalen Lautstärke. Mit gemessenen 85 dB fällt diese enttäuschend aus. Vor allem, weil der Soundlink voll aufgedreht trotzdem hörbar an seine Grenzen kommt. Selbst Podcasts haben bei höchster Lautstärke Probleme mit Verzerrungen und einem blechernen Klang. Das war bei dieser Lautstärke bei keinem anderen Gerät im Test der Fall. Dreht man etwas herunter, klingen Stimmen aber warm und natürlich.
Bedienung: Der Soundlink Flex lässt sich komplett am Gerät bedienen, aber auch über die App sowie die beiden Sprachassistenten Siri oder Google Assistant ansteuern. Die Platzierung der Tasten macht die Nutzung ohne Hinsehen etwas schwierig: Sie sind alle in einer Reihe angeordnet, nur die Einschalttaste ist klar abgesetzt. Vermutlich gewöhnt man sich nach einer Weile daran, in der Testphase musste man das Gerät aber immer wieder ansehen, um die richtige Taste zu erwischen. Tragisch ist das aber nicht.
Nutzung unterwegs: Durch die flache Bauform und das leichte Gewicht von nur 600 Gramm lässt sich die Soundlink Flex auch als ständiger Begleiter im Rucksack nutzen. Dann sollte man aber eventuell ein Kabel mitnehmen. Bose nennt zwar eine Laufzeit von 12 Stunden, im Test wurde die aber nicht erreicht. Hier erscheinen acht Stunden realistischer. Weil die Box zudem mit 6,3 Watt lädt, braucht sie trotzdem recht lang an der Steckdose. Insgesamt ist die Akkuleistung damit in Ordnung, aber nicht besonders gut.
Lieferumfang: Neben der Box ist nur ein Ladekabel USB-A auf USB-c enthalten, ein Netzteil liegt nicht bei.
Fazit Bose Soundlink Flex (2. Gen.): Die Soundlink 2 von Bose sieht schick aus, hat ein sehr angenehmes Format und ist einfach zu bedienen. Das macht sie zu einem hübschen und leichten Alltagsbegleiter. Leider kann sie beim Klang und der Laufzeit nicht im selben Maße überzeugen. Angesichts des recht hohen Preises macht das eine Kaufempfehlung schwierig.
Anker Soundcore Boom 3i
Party, egal wo man ist – das könnte das Motto der Anker Soundcore Boom 3i sein. Die Box des Zubehör-Experten Anker ist zum einen besonders robust, bietet zum anderen mit einer Diskobeleuchtung ein besonderes Zusatzfeature. Doch wie sieht es bei den Merkmalen aus, die bei Bluetoothboxen als besonders wichtig gelten?
Design: Wer auf schlichte Ästhetik steht, wird mit der Soundcore Boom 3i wohl eher nichts anfangen können. Die Box setzt auf einen Rugged-Look, kommt also eher wie Outdoor-Technik daher. Tatsächlich ist das Programm. Die Box ist besonders stabil, erfüllt den IP68-Standard. Das bedeutet: Sie ist nicht nur staubdicht, sondern kann sogar eine halbe Stunde bis zur Tiefe von einem Meter unter Wasser verbringen.
Das wird aber kaum passieren: Die Box kann nämlich schwimmen. Dabei hat sich Anker sogar einen cleveren Trick einfallen lassen: Die Soundcore Boom 3i dreht sich im Wasser so, dass der Lautsprecher immer aus dem Wasser herausragt. Sie ist also hervorragend für die Nutzung im Pool geeignet. Auch der Strand macht ihr nichts aus: Die Boxen können über eine spezielle Einstellung selbstständig Sandkörner aus dem Innern herausschütteln. Auch wenn der Look nicht jedem gefallen wird, ist das Design für seinen Zweck also sehr gelungen.
Erste Einrichtung: Die erste Einrichtung ist sehr einfach. Man verbindet die Box per Bluetooth – und kann sofort loslegen.
App: Eine App gibt es zwar auch, die Nutzung ist aber freiwillig. Und zu Anfang gar nicht so einfach: Die Soundcore Boom 3i bietet den Download der App nicht an, es gibt aber mehrere Anker-Apps. Ist die richtige gefunden (beim iPhone heißt sie „Soundcore“ und hat irritierenderweise ein „Anka“-Logo im unteren Bereich, das allerdings nach dem Sprachassistenten der Firma benannt ist), ist das Einfügen der Box aber kein Problem.
Die App bietet die Koppelung als Stereopaar, Firmware-Updates, einen Equalizer, eine Akkuanzeige – leider nur in fünf Balken statt als Prozentangabe – und die Möglichkeit, einen Sprachassistenten einzurichten. Allerdings eben nur den von Anker selbst.
Als besonderes Schmankerl gibt es den „Party-Modus“, bei der die LED-Beleuchtung im Innern der Box an den eigenen Geschmack angepasst werden kann. Dabei hat man die Wahl zwischen pulsierendem Licht und ein bisschen Disko-Feeling.
Bluetooth: Die Verbindung per Bluetooth ist schnell eingerichtet und zuverlässig. Die Anker Soundcore Boom bietet den modernen Standard Bluetooth 5.3. Sie erlaubt es, bis zu zwei Geräte gleichzeitig mit der Box zu verbinden. Dabei gilt zu beachten: Die Wiedergabe vom zweiten Gerät ist erst möglich, wenn die des ersten pausiert wird. Die Reichweite ist dabei sehr hoch, man kann sich ein gutes Stück von der Box entfernen, bevor die Verbindung abbricht.
Klang: Mit gemessenen 115 dB maximaler Lautstärke ist die Soundcore Boom 3i sehr laut, voll aufgedreht klingt sie aber besser, als man erwarten würde. Allgemein ist der Sound für die Größe in Ordnung, aber nicht überragend. Mitten klingen manchmal etwas matschig, Höhen neigen zu blechernen Tönen. Der Bass ist in Ordnung, ein spezieller Bassboost klingt bei passenden Musikstielen gut. Insgesamt gibt es im Klangbild aber eine etwas zu geringere Differenzierung, subtilere Klänge gehen oft unter.
Bedienung: Die Bedienung über die Tasten ist gut. Die Tasten sind in Gruppen eingeteilt. Einschalt- und Bluetoothtaste sind links, in der Mitte finden sich die Tasten für die Musik- und die Lichtsteuerung, rechts ist dann Stereo-Pairing und Bassboost untergebracht.
Die Musiksteuerung braucht etwas Eingewöhnung. Die Boom 3i bietet nur Tasten für die Lautstärke und eine Start/Stop-Taste. Will man skippen, muss man die Starttaste zweimal, für ein Zurückskippen dreimal drücken. Warum die Lichttaste Teil der Sound-Gruppe ist, ist nicht ersichtlich. Die Platzierung sorgte dafür, dass im Test mehr als einmal versehentlich die Diskobeleuchtung eingeschaltet wurde, statt lauter zu drehen. Die Taste wäre bei den Zusatzfunktionen eigentlich besser aufgehoben.
Einen Schreck gibt es, wenn man die Bassboost-Taste zu lange drückt: Nach fünf Sekunden schaltet sich dann nämlich eine Notfallsirene ein. Sollte man mal im Meer abtreiben, ist die aber vermutlich sehr nützlich.
Nutzung unterwegs: Mit dem robusten Gehäuse, Wasser- und Staubschutz und dem cleveren Drehen im Wasser ist die Soundcore Boom 3i der beste Strandbegleiter im Test. Dass die Akkulaufzeit mit über 15 Stunden auch noch sehr lang ausfiel, bestärkt diesen Eindruck noch. Allerdings braucht sie auch über drei Stunden, um voll aufzuladen.
Das Gewicht von 800 Gramm macht sie zwar zu einer der schwereren Boxen im Test, trotzdem ist das Gewicht noch völlig in Ordnung, um sie oft dabeizuhaben.
Lieferumfang: Neben der Box liefert Anker noch ein Kabel (USB-C auf USB-C), aber kein Netzteil mit. Zusätzlich gibt es einen längenverstellbaren Tragegurt, mit dem man die Box auch quer über den Körper schnallen kann.
Fazit Anker Soundcore Boom 3i: Die Anker-Box punktet vor allem bei der Nutzung für Strand, Pool oder Wassersport. Sie ist enorm robust, kann auch im Schwimmen immer Musik abspielen und bietet eine sehr lange Laufzeit. Allerdings muss man dafür einige Kompromisse beim Klang in Kauf nehmen. Da die Box zudem regelmäßig für 80 Euro zu bekommen ist, ist sie zudem der Preistipp.
JBL Flip 7
Leicht und enorm robust: Wie die Box von Anker ist auch die JBL Flip 7 für unterwegs gemacht. Überzeugen kann der Lautsprecher vor allem bei der einfachen Nutzung.
Design: Schon beim ersten Anfassen merkt man der JBL Flip 7 an, dass die Box für die Nutzung außerhalb der eigenen vier Wände gedacht ist. Mit Meshnetz und Gummirändern ist die Box fühlt sich die Box griffig und fallgeschützt an. Das ist sie tatsächlich auch: JBL betont, dass die Flip 7 einen Meter auf Beton stürzen kann, ohne Schaden zu nehmen. Zusätzlich gibt es Staub- und Wasserschutz nach IP68, im Falle der Flip bedeutet das ein Eintauchen bis 1,5 Meter für 30 Minuten. Schade: Obwohl die Flip 7 leichter ist als die Soundcore-Box, kann sie leider nicht schwimmen.
Auch sonst ist das Design für die Nutzung unterwegs gedacht. Ein „Pluslock“ genannter Schlitz erlaubt es, die Tragelasche gegen einen mitgelieferten Karabiner-Haken auszutauschen. Beide sind mit einem an einen Anschnallgurt erinnernden Haken befestigt, der sich mit einer Taste lösen lässt. Sowohl die Trageschlaufe als auch der Karabiner sitzen sehr fest im Gehäuse, die Box lässt sich also sicher tragen oder am Rucksack befestigen. Wer möchte, kann den Pluslock-Schlitz aber auch leer lassen, etwa weil man die Anhängsel optisch nicht mag.
Erste Einrichtung: Die erste Einrichtung beschränkt sich darauf, die Box per Bluetooth zu koppeln und geht entsprechend einfach von der Hand.
App: Die Nutzung der App „JBL Portable“ ist freiwillig, die Box weist beim ersten Verbinden auch nicht auf die App hin. Die App selbst ist gut umgesetzt, erlaubt etwa die Nutzung mehrerer Equalizer-Voreinstellungen für energetische Songs oder einen besonderen Fokus auf Stimmen. Auf Wunsch kann man sich ein Preset auch selbst an die eigenen Vorlieben anpassen. Eine Einstellung namens Playtime Boost senkt den Bass herab, um die Laufzeit zu erhöhen. Dann funktioniert der Equalizer aber nicht.
Weitere Features der App sind eine genauere Akkuanzeige, sowie ein Zusammenschalten mehrerer Speaker. Zwei Flip 7 kann man als Stereopaar definieren, im sogenannten Party-Modus lassen sich auch weitere kompatible JBL-Lautsprecher einbinden. Auch die Bluetooth-Funktion Auracast wird unterstützt, sie erlaubt es, JBL-Geräte derselben Generation anzusteuern.
Bluetooth: Als einziger Lautsprecher im Test bietet der JBL Flip 7 den neuesten Bluetooth-Standard 5.4, der etwa bidirektionale Kommunikation zwischen Geräten erlaubt. Im Test brachte das aber keinen Vorteil gegenüber den anderen Modellen. Die Verbindung war allerdings sehr stabil, zudem konnte der JBL Flip auch über längere Entfernungen sein Signal halten. Der Lautsprecher lässt sich mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden.
Klang: Mit einer gemessenen maximalen Lautstärke von 117 dB ist der JBL Flip 7 die lauteste Box im Test – dann muss man aber mit deutlichen Abstrichen beim Sound leben. Auf dieser Lautstärke sollte man ohnehin nicht Musik hören. Selbst auf etwa 50 Prozent Lautstärke erreicht die Box Peaks über 100 Dezibel. Geht man auf etwa 80 dB herunter (etwa 40-60 Prozent des Reglers!), ist der Klang erheblich besser. Dann bietet der Lautsprecher ordentliche Bässe, Höhen können manchmal etwas blechern klingen. Bei dichten Klangbildern werden Mitten teilweise überlagert, der Klang wird dann leicht matschig. Insgesamt ist der Sound über verschiedene Musikgenres für eine Box dieser Größe gut.
In Podcasts können Stimmen bei zu hoher Lautstärke leicht blechern klingen, es fehlt etwas von der natürlichen Wärme.
Bedienung: Die Steuerung der JBL Flip ist vorbildlich gelöst. Die Steuerelemente sind gut angeordnet, die erhabenen Tasten zur Musik- und Lautstärkesteuerunglassen sich durch Tasten auch ohne Hinsehen schnell finden. Eigene Tasten um den Song zu wechseln, gibt es nicht. Stattdessen muss man die Starttaste schnell zweimal (vor) oder dreimal (zurück) drücken. Daran gewöhnt man sich schnell.
Nutzung unterwegs: Für die Nutzung unterwegs ist die Flip 7 eigentlich hervorragend. Mit 560 g Gewicht ist sie leichter als die Anker Soundcore Boom 3i. Der Schutz vor Staub, Wasser und Stürzen machen die Box gemeinsam mit dem Karabiner zu einem praktischen Begleiter. Leider ist der Akku eine Enttäuschung. Wohl wegen der schlanken Bauweise muss die Flip 7 schon nach knapp sechs Stunden ans Kabel, braucht dann gut 2,5 Stunden zum Laden. Das geht besser.
Lieferumfang: Ein Kabel legt JBL nicht bei. Neben der Flip 7 ist nur der Karabiner und eine samtene Schutztasche im Lieferumfang enthalten. Da die Box über den mittlerweile enorm verbreiteten USB-c-Standard geladen wird, dürfte das zwar nur in wenigen Haushalten ein echtes Problem sein, schade ist es aber schon.
Fazit JBL Flip 7: Die Flip 7 ist leicht, dennoch robust und kann sogar Wasser, Staub und Stürzen die Stirn bieten. Das Pluslock und der beigelegte Karabiner sind eine clevere Ergänzung für die Outdoor-Nutzung. Beim Klang muss man angesichts der Bauform kleinere Kompromisse machen, der Sound ist aber an sich gut. Das größte Manko ist die kurze Laufzeit. Der UVP von 150 Euro ist für das gebotene zwar angemessen, die Anker-Box bietet aber ein ähnliches Paket zum kleineren Preis.
Bluetoothboxen: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Was sollte man beim Kauf einer Bluetoothbox beachten?
Zunächst sollte man für sich klären, wofür man die Box wirklich nutzen möchte. Sucht man vor allem eine Box für Zuhause, kann man etwa mehr Wert auf den Klang legen. Soll die Box auch im Park oder am Strand zum Einsatz kommen, sollte man auch Wert auf Akkulaufzeit und ein robustes Gehäuse legen.
Spielt es eine Rolle, welches Smartphone man nutzt?
Ob man die Box mit einem iPhone oder einem Android-Smartphone ansteuert, spielt in der Regel keine Rolle. Bluetooth ist systemübergreifend nutzbar und auch abwärtskompatibel. Das bedeutet: Auch wenn die Box eine höhere Bluetooth-Version unterstützt, werden Smartphones mit einer älteren Version sie trotzdem ansteuern können.
Die einzige echte Hürde sind Smartphones mit stark veralteten Betriebssystemen. Hier werden die Apps der Anbieter möglicherweise nicht mehr angeboten. Mit Ausnahme von Sonos funktionieren alle Geräte im Test aber auch ohne App.
Wie laut sollte man Musik hören?
Zu laute Geräusche können in den Ohren bleibende Schäden anrichten. Hört man mehrere Stunden laute Musik, kann das schon bei 85 dB der Fall sein. Das ist etwa die Lautstärke eines Rasenmähers. Bei Lautstärken über 100 dB sind Hörschäden schon unter zehn Minuten möglich. Dass die Boxen im Test diese Lautstärke teilweise erreichen, bedeutet also nicht, dass man sie auch voll aufdrehen sollte.