Salat zu trocknen ist keine Raketenwissenschaft: Man nehme ein Küchensieb, gebe nassen Salat hinein und eine Hand obendrauf, und schon hat man eine Salatschleuder. Wem das zu primitiv ist, der greift zur Salatschleuder. Er sollte jedoch wissen: Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Modellen. Manche schleudern Blattsalat erstaunlich trocken, andere kippen auf der Arbeitsplatte, lassen sich schlecht reinigen oder benötigen unnötig viel Kraft. Besonders große Unterschiede zeigten sich im Test bei der Bedienung, der Bremsfunktion und der Stabilität der Schüsseln. Während einige Schleudern eher einfache Kunststofflösungen bleiben, wollen andere Modelle zusätzlich als Servierschüssel oder Aufbewahrungsbehälter funktionieren.
Im Test traten fünf bekannte Modelle gegeneinander an: die Westmark Spinderella mit Gummirutschring, die Oxo Salatschleuder Glas, die Leifheit Salatschleuder ComfortLine, die WMF Gourmet Salatschleuder sowie die Rösle Salatschleuder. Alle Modelle haben wir mehrfach mit unterschiedlichen Salaten getestet, darunter Kopfsalat, Rucola und Romanasalat.
Salatschleuder-Test: Diese Modelle haben wir getestet
Weitere lohnende Modelle
Folgende Salatschleudern haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen:
Testergebnis: Diese Salatschleuder hat im Test überzeugt
Das Ergebnis eines Salatschleuder-Tests hängt auch von Ihrem Bedarf ab, schließlich spielen Küchengewohnheiten, Platzangebot und persönliche Vorlieben eine große Rolle. Trotzdem kristallisierte sich im stern-Test ein Modell heraus, das das insgesamt überzeugendste Gesamtpaket bot: die Leifheit-Salatschleuder. Sie kombinierte eine sehr starke Schleuderleistung mit einer hochwertigen Verarbeitung und einer angenehm präzisen Bedienung. Gerade im direkten Vergleich zeigte sich, wie ruhig und kontrolliert die Schleuder selbst bei hohen Drehzahlen arbeitet. Der Korb lief gleichmäßig, die Schüssel blieb stabil auf der Arbeitsplatte und auch größere Mengen Blattsalat trocknete sie zuverlässig. Besonders positiv fiel auf, dass wir die Schleuder trotz ihrer kräftigen Rotation angenehm kontrollieren konnten. Genau das machte sie im Test zu der Salatschleuder, die wir insgesamt am liebsten benutzt haben – und zur Testsiegerin.
Knapp dahinter platzierte sich die Oxo Salatschleuder Glas, die sich im Test als Design-Tipp hervortat, aber auch sonst zu überzeugen wusste. Der Pumpmechanismus funktionierte angenehm leichtgängig und machte das Schleudern besonders unkompliziert. Außerdem vermittelte die schwere Glasschüssel einen hochwertigen Eindruck und kann gleichzeitig als Servierschüssel dienen. Gerade optisch hebt sich das Modell dadurch deutlich von vielen klassischen Kunststofflösungen ab. Allerdings bringt die massive Glasschüssel auch Nachteile mit sich, wie beispielsweise das hohe Gewicht.
Leicht und günstig dagegen ist unser Preis-Leistungs-Tipp von Westmark, der ähnliche Ausstattung wie die Leifheit-Salatschleuder bietet, dabei aber günstiger ist. Käufer verzichten lediglich auf ein wenig Materialqualität und Volumen.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Über den Tester
Meine eigene Salatschleuder ist schon vor längerer Zeit kaputtgegangen, und offen gesagt habe ich sie zunächst kaum vermisst. Stattdessen stand meist ein einfaches Küchensieb im Waschbecken, der Salat wurde etwas ausgeschüttelt und dann weiterverarbeitet. Erst durch diesen Test habe ich gemerkt, wie viel angenehmer eine gute Salatschleuder den Küchenalltag macht. Nicht nur, weil Blattsalate spürbar trockener und dadurch knackiger bleiben, sondern auch, weil eine Salatschleuder mehr als eine Funktion hat: Manche Modelle fungieren prima als große Servierschüssel. Der Test hat vor allem gezeigt, wie unterschiedlich die Produkte eine vermeintlich so simple Funktion ausüben – und wie sehr hakelige Bedienung oder schlechte Ergonomie in der Hektik der Küche nerven.
Weitere Informationen über Mathis Vogel
Vergleichstabelle: Salatschleuder im Test
| Bewertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | Nicht in der Wertung | |||||
| Fassungsvermögen (ca. in Liter) | 5.5 | 6 | 4.4 | 5.4 | 4 | 5 | 5 | 5 | 3 | 4.5 |
| Durchmesser (ca. in Zentimeter) | 26 | 27 | 26 | 26 | 25.4 | 26 | 26 | 26 | 25 | 26 |
| Höhe (ca. in Zentimeter) | 18 | 20 | 18 | 19 | 17.99 | 18 | 18 | 19 | 17 | 18 |
| Gewicht (ca. in Gramm) | 900 | 2300 | 700 | 1200 | 1200 | 900 | 800 | 900 | 1000 | 900 |
| Material der Schüssel | Kunststoff | Glas | Kunststoff | Edelstahl | Edelstahl | Kunststoff | Kunststoff | Kunststoff | Edelstahl | Kunststoff |
| Material des Deckels | Kunststoff | Kunststoff | Kunststoff | Kunststoff | Kunststoff / Edelstahl | Kunststoff | Kunststoff | Kunststoff | Kunststoff / Edelstahl | Kunststoff |
| Bedienmechanismus | Seilzug / Kurbel | Pumpmechanismus | Kurbel | Kurbel | Drehknauf | Kurbel | Kurbel | Seilzug | Kurbel | Seilzug |
| Bremsfunktion | Teilweise | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Rutschfester Boden | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Spülmaschinengeeignet | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise |
| Zubehör | Siebeinsatz | Glas-Servierschüssel | Siebeinsatz | Edelstahlschüssel | Edelstahlschüssel | Siebeinsatz | Siebeinsatz | Siebeinsatz | Edelstahlschüssel | Siebeinsatz |
| Besonderheiten | Geringes Gewicht | Schwere Glasschüssel | Gummirutschring | Sehr ruhiger Lauf | Hochwertige Optik | Premium-Ausstattung | Besonders günstig | Sehr schneller Seilzug | Edelstahlschüssel | Turbokordel-System |
| Verarbeitung | Solide verarbeitet, aber stärker kunststofflastig | Hochwertig verarbeitet, massive Materialanmutung | Einfach und funktional, eher auf Alltag als auf Premium-Anmutung ausgelegt | Sehr hochwertig und langlebig wirkend | Wertige Kombination aus Edelstahl und Kunststoff | Hochwertiger Eindruck laut Nutzern | Einfach und zweckmäßig | Gute Verarbeitung mit robuster Mechanik | Hochwertige Materialanmutung | Solide und alltagstauglich |
| Handhabung | Unkompliziert und leichtgängig | Sehr komfortabel und kontrolliert bedienbar | Einfach verständlich, benötigt aber etwas mehr Kraft | Präzise, stabil und angenehm im Betrieb | Ruhige und kontrollierte Bedienung | Komfortable Bedienung | Einfach und intuitiv | Sehr schnelle Beschleunigung | Angenehme Kurbelbedienung | Schneller Seilzug |
| Schleuderleistung | Gute Alltagsleistung | Sehr gute und gleichmäßige Trocknung | Solide bei kleinen Mengen | Sehr starke Schleuderleistung | Schlechte Schleuderergebnisse bei mittleren Mengen | Gute bis sehr gute Trockenleistung | Solide Trockenleistung | Sehr gute Trockenleistung | Gute bis sehr gute Trockenleistung | Gute Trockenleistung |
| Erhältlich bei |
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** Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Salatschleudern für den Test ausgewählt:
- Hersteller: In die engere Auswahl kamen zunächst bekannte Hersteller aus dem Küchen- und Haushaltsbereich, die sich mit Küchenhelfern etabliert haben und deren Modelle regelmäßig im Handel und in Bestenlisten auftauchen. Uns war wichtig, sowohl klassische Markenmodelle als auch modernere Premium-Lösungen abzudecken.
- Verfügbarkeit: Alle getesteten Salatschleudern sind regulär im Handel erhältlich – sowohl online als auch in größeren Haushaltswarengeschäften. Dadurch sind die Modelle für möglichst viele Leserinnen und Leser problemlos zu bekommen.
- Alltagstauglichkeit: Für den Test haben wir ausschließlich Modelle berücksichtigt, die sich für normale Haushaltsmengen eignen. Mini-Schleudern für Einzelportionen oder enorme Gastro-Lösungen spielten deshalb keine Rolle. Wichtig war außerdem, dass die Modelle im Alltag praktikabel bleiben und sich nicht nur auf maximale Schleuderleistung konzentrieren.
- Material und Bedienung: Der Test sollte bewusst unterschiedliche Konzepte abbilden. Deshalb haben wir sowohl Kunststoffmodelle als auch Varianten aus Glas oder Edelstahl berücksichtigt. Gleichzeitig wollten wir verschiedene Bedienmechanismen vergleichen, etwa klassische Kurbeln, Pumpmechanismen oder Seilzugsysteme.
- Funktionsumfang: Einige Salatschleudern werben zusätzlich mit einer Nutzung als Servier- oder Aufbewahrungsschüssel. Gerade solche Mehrzwecklösungen fanden wir spannend, weil sie im Küchenalltag Platz und Arbeit sparen können. Deshalb spielte auch dieser Aspekt bei der Produktauswahl eine Rolle.
So haben wir getestet
Im Testalltag mussten alle Salatschleudern mehrfach unterschiedliche Mengen Blattgemüse trocknen. Dabei ging es nicht nur darum, wie trocken der Salat nach dem Schleudern tatsächlich war. Entscheidend war auch, wie angenehm wir die Geräte bedienen konnten, wie stabil sie auf der Arbeitsplatte stehen und wie aufwendig die Reinigung ausfällt.
Besonders relevant war im Alltagstest die Kombination aus Schleuderleistung und Komfort. Einige Modelle erzeugten zwar hohe Drehzahlen, ließen sich dafür aber unangenehm schwer bedienen oder wirkten instabil. Andere arbeiteten kontrollierter und angenehmer, trockneten den Salat dafür aber weniger effizient.
Zusätzlich haben wir bewertet, wie hochwertig die Materialien wirken, ob wir Deckel und Mechanik leicht zerlegen konnten und wie praktisch die Schleudern im Küchenalltag insgesamt erscheinen.
Der Testablauf im Überblick:
- Unboxing/Verarbeitung/Aufbau
- Schleudervorgang
- Trocknung
- Reinigung & Alltagstauglichkeit
1. Testsiegerin mit Zug: Leifheit ComfortLine
Verarbeitung: Die Leifheit ComfortLine ist eine Salatschleuder, die nicht mehr sein will, als sie ist. Kein Edelstahl, kein Glas, keine Design-Spielereien, sondern lediglich eine leichte Kunststoffkonstruktion, die Sie ganz simpel zerlegen und montieren. Der Korb gefiel uns dabei besonders gut. Die Streben sind eng genug, dass selbst kleinere Salatblätter nicht ständig verrutschen oder sich verhaken. Gleichzeitig wirkt der Korb ausreichend stabil, um auch einen großen Kopfsalat oder Romanasalat ohne Verformen aufzunehmen. Der Deckel rastet sauber ein, die Schüssel steht dank Gummiring sicher, und auch nach zahlreichen Schleudergängen zeigte die Mechanik keine Auffälligkeiten.
Handhabung: Es hat einen Grund, warum die Leifheit in einem engen Testfeld unsere Testsiegerin wurde: Wenn wir nach dem Test eine der fünf Schleudern aus dem Schrank holen sollten, wäre es vermutlich diese Salatschleuder. Einfach deshalb, weil sie am wenigsten nervt. Das liegt vor allem am geringen Gewicht, der guten Ergonomie und dem schnellen und leichtgängigen Antrieb. Der Riemenantrieb erwies sich im Test als echter Vorteil. Ein kurzer Zug genügt, um den Korb auf Touren zu bringen. Das geht schneller und angenehmer als das permanente Kurbeln mancher Konkurrenzmodelle. Es sei hier erwähnt, dass das Haushaltmitglieder mit kürzeren Armen anders sahen. Hinzu kommt die unkomplizierte Reinigung. Alle Teile konnten wir schnell auseinandernehmen und ohne viel Gefummel per Klick wieder zusammensetzen.
Schleuderleistung: Eigentlich hatten wir erwartet, dass die teureren Modelle hier klar vorn liegen würden. Das war nicht der Fall. Die Leifheit trocknete Salat im Test mindestens auf Augenhöhe mit den deutlich kostspieligeren Konkurrenten. Besonders bei Kopfsalat und Rucola fiel auf, wie schnell der Korb durch den Riemenantrieb hohe Drehzahlen erreicht. Bereits nach wenigen Zügen sammelte sich sichtbar Wasser am Schüsselrand. Nach einem Schleudergang waren die Blätter trocken genug, damit Dressing haften blieb und sich nicht sofort am Schüsselboden sammelte. Gleichzeitig behandelt der Korb empfindliche Blätter ausreichend schonend. Selbst Feldsalat oder Kräuter wirkten nach dem Schleudern nicht zerdrückt. Für uns war die Schleuderleistung letztlich die größte Überraschung des gesamten Tests, weil sie das Niveau der Premiumkonkurrenz erreichte, ohne deren Preis aufzurufen.
Fazit: Die Leifheit ComfortLine hat unseren Test gewonnen, weil sie die beste Antwort auf die Frage liefert, was eine Salatschleuder eigentlich können muss. Sie trocknet Salat hervorragend, lässt sich mit wenig Kraft bedienen und verschwindet problemlos im Schrank. Andere Modelle bieten hochwertigere Materialien oder wirken auf dem Esstisch repräsentativer. Jedoch kostet sie deutlich weniger als einige Konkurrenten. Im Alltag griffen wir daher immer wieder zur Leifheit, einfach weil sie diejenige war, die ihre Aufgabe am überzeugendsten erledigte. Genau deshalb ist sie für uns der verdiente Testsieger.
2. Design-Tipp mit Pumpe: Oxo Salatschleuder Glas
Verarbeitung: Die Oxo-Salatschleuder fällt schon beim Auspacken auf: Während die meisten Konkurrenten auf leichte Kunststoffschüsseln setzen, besteht die Schüssel hier aus dickem Glas. Das sorgt zunächst einmal für ein deutlich höheres Gewicht, vermittelt aber auch einen hochwertigen Eindruck. Im Test wirkte die Schüssel dann auch eher wie eine große Salatschüssel mit integrierter Schleuderfunktion. Der Pumpmechanismus im Deckel gehört seit Jahren zu den bekanntesten Oxo-Lösungen und machte einen sehr ausgereiften Eindruck. Nichts klappert, nichts wirkt wackelig oder billig. Gleichzeitig zeigte sich aber auch ein kleiner Nachteil der Konstruktion: Der Deckel ist technisch deutlich komplexer aufgebaut als bei den meisten Konkurrenzmodellen. Während eine einfache Kunststoffschleuder fast selbsterklärend wirkt, steckt hier sichtbar mehr Mechanik drin, die wir reinigen mussten.
Handhabung: Die Oxo war die angenehmste Salatschleuder im gesamten Test. Der Pumpmechanismus funktioniert hervorragend und macht fast schon Spaß. Statt zu kurbeln oder an einem Seil zu ziehen, genügt ein wiederholter Druck auf den großen Knopf im Deckel, um den Korb schnell auf Drehzahl zu bringen. Das gelingt kontrolliert und ohne großen Kraftaufwand. Gerade bei größeren Salatmengen gefiel uns das besser als die klassischen Kurbellösungen. Gleichzeitig bringt die Glasschüssel Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits steht die Schleuder dadurch extrem stabil auf der Arbeitsplatte und bewegt sich selbst bei hohen Drehzahlen kaum. Andererseits ist sie mit Abstand das schwerste Modell im Test. Wer die Schleuder häufig aus einem hohen Schrank holen oder nach jeder Nutzung wegräumen möchte, wird das Gewicht früher oder später bemerken.
Schleuderleistung: Bei der Schleuderleistung spielte die Oxo ganz vorn mit. Der Korb erreicht schnell hohe Drehzahlen und trocknete im Test sowohl Rucola als auch Kopf- und Romanasalat sehr zuverlässig. Besonders positiv fiel auf, wie gleichmäßig der Korb läuft. Selbst bei voller Beladung entstanden kaum Vibrationen. Nach dem Schleudern hafteten Dressings bestens an den Blättern, was letztlich das wichtigste Kriterium ist. Im direkten Vergleich zur Leifheit konnten wir bei der Trockenleistung keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Die Oxo läuft nicht so lange nach, die größte Trocknungswirkung entsteht aber ohnehin bei höchster Geschwindigkeit. Beide Modelle lieferten deshalb hervorragende Ergebnisse. Die Oxo erkauft sich diese Leistung allerdings mit deutlich mehr Gewicht und einem höheren Preis. Wer lediglich möglichst trockenen Salat möchte, bekommt ähnliche Ergebnisse auch günstiger.
Fazit: Die Oxo Glas ist die Salatschleuder für Menschen, die ihre Küchenhelfer nicht nur benutzen, sondern auch gerne repräsentativ auf dem Tisch stehen haben. Die Glasschüssel macht optisch viel her und kann problemlos als Servierschüssel dienen. Dazu kommt der hervorragende Pumpmechanismus, der im Test die komfortabelste Bedienung bot. Bei der Schleuderleistung gehört die Oxo ebenfalls zur Spitzengruppe. Dass sie trotzdem knapp hinter unserem Testsieger landet, liegt vor allem an ihrem hohen Gewicht, dem größeren Platzbedarf und dem deutlich höheren Preis. Wen diese Punkte nicht stören und wer eine besonders komfortable Salatschleuder sucht, bekommt hier dennoch eines der besten Modelle im Test. Als ebenfalls erhältliche Kunststoffversion kostet sie übrigens nur die Hälfte.
3. Preis-Leistungs-Siegerin mit Twist: Westmark Spinderella
Verarbeitung: Die Westmark Spinderella setzt, wie auch das Modell von Leifheit, komplett auf Plastik. Die Ausführung ist etwas dünnwändiger als bei der Konkurrenz, fühlt sich aber nicht wackelig an. Nichts klappert, der Deckel sitzt sauber auf der Schüssel und auch der Gummiring am Boden erfüllt zuverlässig seinen Zweck. Besonders gefiel uns die übersichtliche Konstruktion; die Schleuder konnten wir schnell zerlegen und reinigen. Als einzige im Testfeld bietet sie einen in den Deckel integrierten Ausguss, sodass wir das Wasser nach einem Schleudergang ablassen konnten, ohne die Schleuder zu zerlegen.
Handhabung: Die Spinderella ist eine dieser Salatschleudern, die man sofort versteht. Deckel aufsetzen, Kurbel drehen, fertig. Das funktionierte im Test gut und wir erzielten hohe Umdrehungswerte. Das Problem der in Plastik ausgeführten Kurbelwerke ist, dass die beweglichen Teile nicht gelagert sind und es immer eine gewisse Reibung gibt. Bei dem Westmark-Modell sorgen gut dimensionierte Zahnräder dafür, dass das Hakeln anderer Modelle ausbleibt. Die Schleuder verstauten wir dank des geringen Gewichts problemlos. Der Gummiring an der Unterseite verhindert zuverlässig, dass die Schüssel über die Arbeitsplatte wandert – ein Feature, das vor allem die Edelstahlversionen nicht bieten können.
Schleuderleistung: Überraschenderweise war die Schleuderleistung nicht der Grund, warum die Westmark am Ende hinter Leifheit und Oxo landete. Beim Trocknen von Salat arbeitete sie auf einem Niveau, das wir ihr angesichts des günstigen Preises nicht unbedingt zugetraut hätten. Die Unterschiede zeigten sich vielmehr bei Materialanmutung, Korbstabilität und Bedienkomfort. Beim Ergebnis in der Schüssel schlug sich die Westmark dagegen deutlich besser, als ihr Preis vermuten lässt.
Fazit: Die Westmark Spinderella hat uns im Test positiv überrascht. Zwar erreicht sie weder die Wertigkeit der Oxo noch den Bedienkomfort der Leifheit, bei ihrer eigentlichen Aufgabe – Salat trocken zu schleudern – spielte sie jedoch vorn mit. Die Kurbel erzeugt hohe Drehzahlen, die Ergebnisse überzeugen und auch größere Salatmengen stellen die Schleuder nicht vor Probleme. Abzüge gab es vor allem für den etwas weicheren Korb und das insgesamt einfachere Bediengefühl. Wer eine robuste, unkomplizierte Salatschleuder ohne teure Zusatzfunktionen sucht, bekommt mit der Spinderella viel Leistung fürs Geld. Unsere Preis-Leistungs-Siegerin!
4. Die Robuste: Rösle Salatschleuder
Verarbeitung: Bei der Rösle Salatschleuder merkt man sofort, dass sie in einer anderen Preisklasse spielt. Die Edelstahlschüssel gehört zu den hochwertigsten Komponenten im gesamten Testfeld und macht sowohl auf der Arbeitsplatte als auch direkt auf dem Esstisch eine gute Figur. Sämtliche Bauteile wirken präzise gefertigt, die Übergänge sind sauber und die Mechanik hinterlässt einen sehr robusten Eindruck. Im direkten Vergleich mit Kunststoffmodellen wirkt sie wie ein Gerät aus einer Restaurantküche. Besonders gefiel uns, wie stabil Korb, Schüssel und vor allem der Deckel mit Glaseinsatz zusammenspielen. Wie auch die WMF kommt die Rösle mit einem Einsatz, auf dem der Korb lagert, der sich ohne dieses Bauteil nicht dreht.
Handhabung: Im Test überzeugte die Rösle vor allem durch ihre Ruhe. Die Schleuder steht fest auf der Arbeitsplatte und bleibt auch bei voller Beladung stabil – auch ohne Gummifuß. Die Kurbel konnten wir angenehm bedienen, das Getriebe ist jedoch etwas schwergängig. Nach fünf Kurbelumdrehungen lief sie noch zwei Umdrehungen nach, bevor sie stoppte. Andere Modelle rotierten da noch wie ein Karussell. Ein anderer Nachteil des Konzepts: Die Edelstahlschüssel und der Glasdeckel bringen Gewicht mit und benötigen etwas mehr Platz im Schrank. Wer die Schleuder häufig verstaut, merkt das durchaus. Dafür dient die Schüssel anschließend direkt als Servierschüssel. Und dank des Deckels mit Gummidichtung können Essensreste direkt samt Schüssel in den Kühlschrank wandern – wenn der das Format aufnehmen kann. Abzüge gab es neben der trägen Mechanik auch für die Handhabung des Deckels, vor allem mit nassen Händen. Der Deckel schließt so fest, dass die kleine Gummilippe am Rand nicht ausreicht, um ihn in einem Zug zu lösen. An der glatten Edelstahloberfläche konnten wir zudem schlecht dagegenhalten.
Schleuderleistung: Die Rösle gehörte bei der Trockenleistung zur Spitzengruppe. Der Korb läuft sehr gleichmäßig und erreicht schnell hohe Geschwindigkeiten. Besonders bei großen Mengen Romanasalat oder Kopfsalat zeigte sich, dass die Schleuder auch mit viel Volumen gut zurechtkommt. Die Blätter wurden zuverlässig trocken, ohne dass wir mehrere Durchgänge benötigten. Gleichzeitig arbeitet die Mechanik angenehm ruhig. Während einige Konkurrenzmodelle bei hoher Drehzahl leicht vibrieren, blieb die Rösle bemerkenswert gelassen. Im direkten Vergleich mit der Leifheit waren die Ergebnisse fast identisch. Der Unterschied lag weniger in der Schleuderleistung als vielmehr in Preis, Mechanik und Handling.
Fazit: Die Rösle ist die hochwertigste Salatschleuder im Testfeld. Verarbeitung, Materialqualität und Schleuderleistung bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Wer eine langlebige und ästhetische Lösung sucht und seine Salatschüssel gleichzeitig zum Servieren nutzen möchte, findet hier ein überzeugendes Gesamtpaket. Die Spitzengruppe verpasst sie nur, weil die Leifheit ähnlich gute Ergebnisse liefert und dabei praktischer zu handhaben ist und die Oxo ähnlichen Komfort und Hochwertigkeit im besseren Gesamtpaket liefert.
5. Die Hübsche mit Schwächen: WMF Gourmet Salatschleuder
Verarbeitung: Wer WMF kennt, weiß, dass die Marke Haushaltsgeräte gerne in Edelstahl und schwarzem Kunststoff interpretiert, vom Milchtopf bis zum Toaster. So hat auch die WMF-Salatschleuder eine Edelstahlschüssel, ohne aber die Materialstärke und Wertigkeit der teureren Konkurrenz zu erreichen. Insgesamt hinterließ die Verarbeitung einen angemessenen Eindruck. Die Schüssel wirkt stabil, der Korb ist in weniger hochwertigem Plastik ausgeführt, sitzt aber sauber. Besonders gefiel uns, dass wir die Schleuder auch als Servierschüssel und für den Transport nutzen konnten, weil ein entsprechender Deckel beiliegt. Der eigentliche Deckel mit der Kurbel – ein dünnes Metall-Formteil – gefiel uns, ebenso wie die ratternde Mechanik, weniger.
Handhabung: Im Test schloss der WMF-Deckel sauber und den Korb arretierten wir mühelos auf der zusätzlichen Plastiknadel für den Boden. Im direkten Vergleich fehlte uns allerdings etwas die Leichtigkeit der Leifheit und der Komfort der Oxo. Der Deckel fühlte sich nicht allzu wertig an und schloss mit blechernem Ton. Die Mechanik lief nach dem Loslassen der Kurbel nicht sauber weiter, sondern bremste den Korb knarzend und ratternd aus.
Schleuderleistung: Bei der Schleuderleistung zeigte die WMF gute Ergebnisse, ohne sich ganz an die Spitze des Testfelds zu setzen. Salate trocknete sie zuverlässig, und auch größere Mengen stellten kein Problem dar. Allerdings benötigten wir teilweise etwas längere Schleudergänge als bei Leifheit, Oxo oder Rösle. Die Unterschiede bleiben im Alltag wohl überschaubar, waren im direkten Vergleich aber erkennbar. Positiv fiel auf, dass die WMF-Schleuder die Blätter schonend behandelte und auch empfindlichere Salate nicht unnötig strapazierte. Negativ fanden wir hingegen, dass der eher grobmaschige Korb kleinere Blätter von Salatmischungen gerne herausschleuderte.
Fazit: Der letzte Platz im Test sollte einen nicht täuschen: Die WMF Gourmet Salatschleuder ist eine ordentliche Salatschleuder und eine der vielseitigsten Schüsseln im Testfeld. Die Kombination aus Edelstahlschüssel und zusätzlichem Transportdeckel macht sie interessant für alle, die Salate direkt darin servieren oder mitnehmen möchten. Aber bei der eigentlichen Schleuderleistung, sowie der Kurbelmechanik blieb sie hinter der Konkurrenz zurück. Angesichts des Preises ist sie damit vor allem ein Gerät für Menschen, die das WMF-Design schätzen und vielleicht dringender eine Salatschüssel als eine Schleuder benötigen.
Salatschleuder: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Warum lohnt sich eine Salatschleuder überhaupt?
Viele Menschen unterschätzen zunächst, wie stark überschüssiges Wasser den Geschmack und die Konsistenz eines Salates beeinflussen kann. Bleiben die Blätter nach dem Waschen zu feucht, verdünnt das Wasser das Dressing schnell. Gerade ölbasierte Dressings haften dann schlechter an den Blättern und sammeln sich eher am Boden der Schüssel. Das kann dazu führen, dass Salate wässrig schmecken und schneller zusammenfallen. Eine Salatschleuder sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser mechanisch entfernt wird, ohne die empfindlichen Blätter stark zu beschädigen. Vor allem Kopfsalat, Römersalat, Feldsalat oder Kräuter profitieren davon. Der Salat bleibt knackiger, das Dressing verteilt sich besser, und auch angerichtete Bowls oder größere Salatplatten wirken frischer. Hinzu kommt ein praktischer Aspekt: Viele Menschen waschen größere Mengen Salat auf Vorrat. Gut getrocknete Blätter lagern Sie im Kühlschrank in der Regel länger, ohne dass diese sofort matschig werden. Gerade für Familien oder Menschen, die häufiger frisch kochen, kann eine Salatschleuder deshalb zu den Küchenhelfern gehören, die öfter zum Einsatz kommen als zunächst erwartet.
Welche Unterschiede gibt es zwischen günstigen und teuren Salatschleudern?
Auf den ersten Blick wirken viele Modelle erstaunlich ähnlich: Kunststoffschüssel, Korb, Deckel – fertig. Im Alltag zeigen sie jedoch teils deutliche Unterschiede bei Mechanik, Stabilität und Verarbeitung. Besonders günstige Modelle geraten bei höherer Drehzahl häufiger ins Wackeln oder wirken weniger präzise verarbeitet. Teilweise müssen Nutzer deutlich mehr Kraft aufbringen, um ausreichend Drehzahl zu erzeugen. Teurere Modelle setzen häufig auf komfortablere Bedienkonzepte wie Pumpmechanismen oder hochwertigere Kurbelkonstruktionen. Außerdem stehen sie oft stabiler auf der Arbeitsplatte und erzeugen weniger Vibrationen. Das klingt zunächst nebensächlich, macht im Alltag aber einen spürbaren Unterschied – gerade wenn Sie regelmäßig größere Mengen Salat schleudern. Auch die Materialqualität variiert sichtbar. Hochwertigere Modelle nutzen teilweise dickwandigere Kunststoffe, Edelstahl oder Glasbehälter. Das verbessert nicht nur die Optik, sondern häufig auch die Haltbarkeit. Gleichzeitig bedeutet ein höherer Preis aber nicht automatisch bessere Schleuderleistung. Manche Mittelklassemodelle liefern überraschend gute Ergebnisse, während Premiumgeräte vor allem beim Komfort punkten.
Welcher Bedienmechanismus ist im Alltag am besten?
Salatschleudern arbeiten heute mit unterschiedlichen Mechaniken. Besonders verbreitet sind klassische Kurbeln, Seilzugsysteme und Pumpmechanismen. Jede Lösung hat eigene Vor- und Nachteile. Klassische Kurbeln gelten als robust und simpel. Sie funktionieren meist zuverlässig und lassen sich gut kontrollieren. Allerdings benötigen manche Modelle relativ viel Kraft oder mehrere Umdrehungen, um hohe Drehzahlen zu erreichen. Gerade bei größeren Mengen Salat kann das auf Dauer etwas mühsam werden. Pumpmechanismen wirken moderner und komfortabler. Durch wiederholtes Drücken beschleunigen Sie den Korb in der Regel sehr gleichmäßig und kontrolliert. Viele Nutzer empfinden das im Alltag als angenehmer. Gleichzeitig sind solche Systeme mechanisch oft komplexer aufgebaut. Langfristig kann das theoretisch mehr Verschleiß bedeuten. Seilzugsysteme wiederum ermöglichen teilweise sehr schnelle Rotationen mit wenig Kraftaufwand. Allerdings schnellt das Zugseil häufig recht abrupt zurück, was nicht jeder angenehm findet. Zudem wirken manche Konstruktionen weniger langlebig als klassische Kurbeln. Welche Lösung besser passt, hängt deshalb stark davon ab, wie oft Sie die Schleuder nutzen und welche Bedienung subjektiv angenehmer erscheint.
Sind Glasschüsseln sinnvoll oder eher unpraktisch?
Glasschüsseln wirken zunächst besonders hochwertig und elegant. Tatsächlich bieten sie einige praktische Vorteile: Sie nehmen kaum Gerüche an, verfärben weniger und Sie reinigen sie meist angenehm einfach. Außerdem dienen sie häufig als Servierschüssel, was zusätzlichen Platz spart. Im Alltag gibt es auch die Kehrseite. Glasschüsseln sind deutlich schwerer als Kunststoffvarianten. Gerade beim Verstauen oder Ausgießen des Wassers kann das weniger komfortabel wirken. Hinzu kommt ein gewisses Risiko bei Stürzen oder harten Kanten in kleinen Küchen. Kunststoffmodelle sind dagegen leichter und oft unkomplizierter im Handling. Sie eignen sich besonders gut für Familien oder Menschen, die ihre Schleuder häufig aus dem Schrank holen. Hochwertige Kunststoffe wirken inzwischen deutlich robuster als früher. Die Entscheidung ist deshalb weniger eine reine Qualitätsfrage, sondern eher eine Frage persönlicher Vorlieben und des gewünschten Küchenalltags.
Wie groß sollte eine Salatschleuder sein?
Die richtige Größe hängt stark davon ab, wie viele Personen regelmäßig mitessen und welche Mengen Sie typischerweise verarbeiten. Kleine Modelle reichen oft für Singlehaushalte oder kleine Portionen aus. Wer jedoch häufiger große Salate zubereitet oder Gäste bewirtet, stößt mit kompakten Schleudern schnell an Grenzen. Besonders große Blätter wie Romana-, Eisberg- oder Kopfsalat benötigen überraschend viel Platz im Korb. Ist die Schleuder zu klein, müssen Sie die Blätter zusammendrücken. Das verschlechtert häufig die Luftzirkulation und damit auch die Trockenleistung. Große Modelle bringen ebenfalls Nachteile mit sich. Sie benötigen deutlich mehr Stauraum und wirken im Alltag oft sperriger. Außerdem steigen Gewicht und Reinigungsaufwand leicht an. Einige Nutzer bevorzugen deshalb bewusst mittelgroße Lösungen als Kompromiss zwischen Kapazität und Alltagstauglichkeit. Wer nur gelegentlich kleine Salate zubereitet, benötigt meist kein besonders großes Premiumgerät. Für Familien oder ambitionierte Hobbyköche kann ein größeres Modell hingegen deutlich angenehmer sein.
Worauf sollte ich bei Reinigung und Verarbeitung achten?
Gerade bei Küchenhelfern unterschätzen viele die Reinigung. Komplexe Deckelkonstruktionen können sich langfristig als nervig erweisen, etwa wenn Wasser oder Salatreste in schwer erreichbaren Bereichen hängen bleiben. Besonders Mechaniken mit vielen Zwischenräumen oder fest verbauten Teilen sind anfälliger. Praktisch sind Modelle, bei denen sich Deckel und Korb möglichst einfach auseinandernehmen lassen. Auch spülmaschinengeeignete Einzelteile erleichtern den Alltag deutlich. Allerdings sollten Nutzer darauf achten, ob wirklich alle Komponenten für die Spülmaschine geeignet sind oder nur einzelne Teile. Bei der Verarbeitung lohnt sich außerdem ein Blick auf die Stabilität der Schüssel und die Qualität der Mechanik. Dünne Kunststoffe können mit der Zeit spröde wirken oder schneller verkratzen. Dickwandige Modelle hinterlassen hier oft einen langlebigeren Eindruck. Besonders relevant ist zudem die Standfestigkeit. Eine gute Salatschleuder sollte auch bei hoher Drehzahl möglichst ruhig auf der Arbeitsplatte bleiben. Rutschfeste Böden oder Gummiringe machen dabei einen überraschend großen Unterschied.
Hat Stiftung Warentest Salatschleudern getestet?
Salatschleudern gehören bislang nicht zu den Produktgruppen, die Stiftung Warentest regelmäßig umfangreich untersucht. Anders als bei Küchengeräten wie Mixern, Kaffeemaschinen oder Pfannen existieren deshalb nur vereinzelt ältere Erwähnungen oder kleinere Vergleiche.