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Bram Stoker: Der Vater des modernen Vampirs

Bram Stoker schuf Graf Dracula, den berühmtesten Vampir aller Zeiten. Vor 165 Jahren wurde der Autor in Irland geboren. Den großen Erfolg seines Romanes erlebte er jedoch nicht mehr.

Vampire sind "in" - und das nicht erst seit der Verfilmung der "Twilight"-Bücher. Geschichten über blutsaugende Untote gibt es seit Hunderten von Jahren. Doch den bekanntesten aller Vampire schuf Bram Stoker, ein irischer Schriftsteller, mit seinem Roman "Dracula" aus dem Jahr 1897. Ohne ihn wäre die Filmindustrie heute wohl um einige Milliarden ärmer. Sein Graf Dracula war der erste moderne Blutsauger, verführerisch und abstoßend zugleich.

Seinen großen Erfolg erlebte Stoker jedoch nicht mehr. Er starb 1912 in einfachen Verhältnissen in London. Die Idee zu dem Roman kam dem in Dublin geborenen Stoker angeblich bei einer Begegnung mit dem ungarischen Professor Arminius Vámbéry, der ihm von der Legende des rumänischen Fürsten Drakulea erzählte. Sieben Jahre arbeitete Stoker, der sein Geld als Journalist und Theaterkritiker verdiente, an seinem Buch, recherchierte gründlich, reiste aber nie selber nach Transsylvanien. Der Roman wurde inzwischen mehr als zwanzigmal verfilmt und Stokers Graf Dracula diente in unzähligen Schauergeschichten als Vorbild für den typischen Vampir.

Angeblich konnte Abraham "Bram" Stoker in den ersten sieben Jahren seines Lebens weder alleine stehen noch gehen. Es ist weder klar, woran Stoker erkrankt war, noch kennt man die Gründe für die plötzliche Heilung. Vielleicht führte diese Erfahrung dazu, dass er sich eingehend mit den zentralen Themen seines Romas "Dracula" - ewiger Schlaf und Wiederauferstehung - beschäftigte.

Viktoria Meinholz
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