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Erfinder der Wimmelbücher: Was macht eigentlich ... Ali Mitgutsch?

Der Münchner erfand in den 1960er Jahren die Wimmelbücher – und schuf damit einen Klassiker für Kinder.

Ali Mitgutsch: Was macht eigentlich der Erfinder der Wimmelbücher?

Sie haben 1968 Ihr erstes Wimmelbuch veröffentlicht: "Rundherum in meiner Stadt". Heute sind Ihre Bücher Klassiker, und es gibt sie auch als App. Haben Sie die mal ausprobiert?

Ich bin, was die Technik angeht, die uns Unterhaltung verspricht, bei der Erfindung des Telefons als reinem Sprechapparat stehen geblieben. Die App habe ich mir natürlich zeigen lassen, aber nie gespielt.

Kinderbücher sind heute oft interaktiv, sie blinken, quietschen und quaken. Ihre Werke kommen ohne Ton und Text aus.

Meine Bilderbücher richten sich an sehr kleine Kinder, die vielleicht gerade anfangen zu sprechen, die gerade damit beginnen, die Welt auch akustisch zu sortieren. Künstliche Töne haben viel zu wenig Seele für die Bewältigung einer so wichtigen Aufgabe. Besser ist es, die Oma bellt, und der Opa macht die Katze. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Erwachsener später davon schwärmt, wie ihm in seiner Kinderzeit ein Elektrostift "vorgelesen" hat.

Ihre Bücher zeigen in bunten, lebensfrohen Bildern eine heile Welt. War Ihre eigene Kindheit auch so idyllisch?

Nein, als idyllisch habe ich sie nicht empfunden und auch nicht in der Erinnerung nachträglich in eine Idylle verklärt. Ich wurde 1935 geboren. Das waren finstere Zeiten. Dazu kam, dass ich ein Schulversager war, also in den Augen der anderen ein Schwächling. Prügel waren an der Tagesordnung. Nirgends fand ich Schutz, außer in der Familie und in meiner Fantasie.

Als Kind litten Sie unter Legasthenie. Welche Bedeutung hatte das Zeichnen damals für Sie?

Ich konnte mich durch Zeichnungen mit Feder und Pinsel viel besser ausdrücken als in geschriebenen Worten. Das lag an einer Vermeidungshaltung: Ich schämte mich unendlich für jeden Schreibfehler, überlegte mir also jedes Wort ganz genau und schrieb am Ende der Schulzeit dann gar nicht mehr. Die Begabung des Zeichnens hat mich buchstäblich gerettet.

Wie sind Sie darauf gekommen?

Über ein Mädchen, in das ich mich heftig verliebt hatte. Das Zeichnen machte mich erst lebensfähig. Ich fasste nach und nach Mut und Vertrauen in meine Existenz.

Sie sind jetzt 82. Wie sieht Ihr Alltag aus?

Bei mir ist eine große Lebensruhe eingekehrt. Ich bin alt, angekommen am Ende meines Daseins. Jeder Tag ist ein großes kostbares Geschenk, das ich mit nahestehenden Menschen teile.

Viele Erwachsene werden nostalgisch, wenn sie eines Ihrer Wimmelbücher in die Hände bekommen. Welches Erlebnis werden Sie nie vergessen?

Viele Jahre lang hatte ich immer im Juli für ein Wochenende lang mein Atelier geöffnet. Da strömten die Menschen die vier beschwerlichen Stockwerke eines Schwabinger Altbaus hoch, um mich zu besuchen. Es waren Münchner dabei, aber auch Menschen, die von weit her kamen. Einmal stand eine junge Frau aus Taiwan mit ihren Eltern staunend vor mir und sprach in brüchigem Deutsch davon, was meine Wimmelbilder für sie als Kind bedeuteten.

In Ihren Büchern tummeln sich auf jeder Seite Dutzende Personen. Haben Sie je darüber nachgedacht, sich selbst zu verewigen?

Ich habe viele Hundert Gesichter im Laufe meiner Schaffenszeit gezeichnet. Ob da mein Gesicht je zu einer Figur gepasst hat, weiß ich nicht so genau. Sollte mich also jemand irgendwo unter den vielen Akteuren entdecken, dann wäre das auch für mich eine schöne Überraschung!

Ali Mitgutsch: Was macht eigentlich der Erfinder der Wimmelbücher?
Interview: Sabine Hoffmann
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(