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Neuer James-Bond-Roman: Das Geschäft mit 007

Ian Fleming ist zwar schon seit 46 Jahren tot, doch nun gibt es einen neuen James-Bond-Roman. "Carte Blanche" heißt er. Und geschrieben hat ihn Krimi-Autor Jeffrey Deaver.

Am Samstag wäre der Erfinder von James Bond 103 Jahre alt geworden. Ian Fleming ist seit 46 Jahren tot, doch der Superspion lebt weiter. Am Donnerstag hat der amerikanische Thrillerautor Jeffrey Deaver mit geballter PR-Wucht mitten in London einen neuen 007-Roman vorgestellt. Sich am Bahnhof St. Pancras abseilende Royal Marines und Models im Bondgirl-Outfit flankierten den 61-Jährigen und sein Buch "Carte Blanche". Das berichtet die BBC.

Deaver ist nicht der erste Autor, der versucht, Bond weiterhin Leben einzuhauchen. Doch er ist der erste, der den Agenten im Dienste Ihrer Majestät ins 21. Jahrhundert verpflanzt. "Carte Blanche" spiele im Jahr 2011, so Deaver, und Bond habe als Soldat der Royal Navy unter anderem in Afghanistan gedient, bevor er zum Geheimdienst wechselte.

Ins 21. Jahrhundert gekickt

Ian Flemings Nichte, Lucy Fleming, war auch zugegen und erklärte der Presse, dass ihr Onkel sich sicher gefreut hätte, dass Deaver "seinen lieben alten James Bond ins 21. Jahrhundert gekickt hat".

Deaver erzählte außerdem, dass er acht Jahre alt gewesen sei, als er seinen ersten 007-Roman gelesen habe und seitdem Fan sei. Vor 18 Monaten wurde ihm angetragen, den Bond-Roman zu schreiben. Er hat bisher 28 Bücher veröffentlicht, die sich weltweit rund 20 Millionen Mal verkauft haben.

Auf die Frage, warum die Industrie James Bond nicht ruhen lasse, antwortete Deaver pragmatisch: "Das ist ein von Marken getriebenes Geschäft. Geschäft ist ein schmutziges kleines Wort, aber es ist ein Geschäft. Da Vinci, Michelangelo, Mozart, Beethoven - sie haben alle haben im Auftrag geschrieben. Es war ein Geschäft für sie. Bücher sind da nicht anders. Wir müssen dem Publikum geben, was es will."

Ob Fleming das wirklich genauso sehen würde?

sal
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