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Roman "Landgericht": Ursula Krechel erhält Deutschen Buchpreis 2012

Es ist erst ihr zweiter Roman: Die Lyrikerin Ursula Krechel ist für "Landgericht" mit dem Deutschen Buchpreis 2012 geehrt worden. Die Jury spricht von einem bewegenden, politisch akuten Werk.

Für ihren Nachkriegsroman "Landgericht" hat Ursula Krechel den Deutschen Buchpreis 2012 erhalten. Dies gab die Jury am Montagabend in Frankfurt bekannt. In einer Mischung aus Fakten und Fiktion erzählt die 64-jährige Autorin in ihrem Buch die Geschichte eines jüdischen Richters. Nach seiner Flucht aus Nazideutschland kehrt er 1947 in seine Heimat zurück und stößt erneut auf Abwehr. Im nüchternen Chronikstil beschreibt Krechel zugleich den schwierigen Neuanfang nach dem Krieg und die Verdrängung der Nazivergangenheit. Sie betrachte ihr Buch auch "als persönliche Wiedergutmachung an den Opfern", sagte Krechel bei der Preisverleihung.

"Bald poetisch, bald lakonisch, zeichnet Krechel präzise ihr Bild der frühen Bundesrepublik - von der Architektur über die Lebensformen bis hinein in die Widersprüche der Familienpsychologie", heißt es in der Begründung der Jury für die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Buch sei ist ein "bewegender, politisch akuter, in seiner Anmutung bewundernswert kühler und moderner Roman."

"Landgericht" erst ihr zweiter Roman

Krechel hat sich mit 13 Gedichtbänden vor allem als preisgekrönte Lyrikerin einen Namen gemacht. "Landgericht" ist erst ihr zweiter Roman. Schon in ihrem 2009 erschienenen Erstling "Shanghai fern von wo" hat sie sich mit dem Schicksal von in der Nazizeit vertriebenen Juden beschäftigt. Dabei stieß sie auf die Personalakte eines Juristen, den sie zur Hauptperson ihres neuen Romans machte.

Krechel, in Trier geboren, arbeitete nach ihrer Promotion in Germanistik zunächst als Journalistin und Dramaturgin. 1973 ließ sie sich als freie Autorin und Dozentin nieder. Sie lebt in Berlin.

Auszeichnung mit der größten Publikumswirkung

Im Finale setzte sich Krechel gegen fünf weitere literarische Neuerscheinungen durch. Auf der Shortlist standen außerdem noch Wolfgang Herrndorf mit seinem Wüstenroman "Sand", Ernst Augustin mit "Robinsons blaues Haus", Clemens J. Setz mit "Indigo", der Roman "Fliehkräfte" von Stephan Thome und Ulf Erdmann Zieglers Buch "Nichts Weißes".

Der Deutsche Buchpreis wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse verliehen. Im vergangenen Jahr war Eugen Ruge für seine DDR-Familiensaga "In Zeiten des abnehmenden Lichts" mit dem Buchpreis ausgezeichnet worden. Sein Roman stand monatelang auf den Bestsellerlisten. Der Deutsche Buchpreis gilt als die Auszeichnung mit der größten Publikumswirkung im deutschen Literaturbetrieb. Die Auszeichnung vergibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005.

mad/DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(