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Stockholm: Literaturnobelpreis für Alice Munro

Es ist die wichtigste Auszeichnung für Autoren: Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an Alice Munro aus Kanada. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt.

Der Literaturnobelpreis 2013 geht an die Schriftstellerin Alice Munro aus Kanada. Das gab die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekannt. Damit geht der Preis zum ersten Mal nach Kanada und zum 13. Mal an eine Frau.

Die 82-jährige Munro ist vor allem bekannt für kurze Prosa. "Sie ist die Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte", sagte Peter Englund als Sprecher der Jury. "Sie hat diese spezielle Form zur Perfektion gebracht."

Die wichtigste Literaturauszeichnung der Welt ist mit umgerechnet rund 910.000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. In den vergangenen Jahren ging der Preis an Mo Yan aus China (2012), den Schweden Tomas Tranströmer (2011), Mario Vargas Llosa aus Peru (2010) und die Deutsche Herta Müller (2009).

Stifter des Preises ist der schwedische Industrielle Alfred Nobel (1833-1896) - das ausgezeichnete Werk soll von hohem literarischen Rang sein und dem Wohle der Menschheit dienen. Der Preis wird jeweils am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Stockholm überreicht.

Die Auswahl der Kandidaten verläuft jedes Jahr streng nach traditionellen Regeln. Zuerst lädt das fünfköpfige Nobelkomitee Hunderte Personen oder Organisationen dazu ein, geeignete Autoren vorzuschlagen. Empfehlungen können zum Beispiel auch frühere Preisträger abgeben. Niemand kann sich aber selbst benennen.

An diesem Freitag soll der Name des Friedensnobelpreisträgers verkündet werden. Diese Auszeichnung wird traditionsgemäß in Oslo überreicht.

DPA/kmi/DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo