Wort des Jahres Abwrackprämie schlägt Schweinegrippe


Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat "Abwrackprämie" zum Wort des Jahres 2009 bestimmt. Der Mitfavorit "Schweinegrippe" landete nur auf Rang drei. Den zweiten Platz nimmt ein Ausdruck ein, der besonders im Bundesverteidigungsministerium häufig zu hören war.

"Abwrackprämie" ist das Wort des Jahres 2009. Dieser Ausdruck habe die öffentliche Diskussion in diesem Jahr besonders bestimmt und sich weit über die von der Bundesregierung beschlossene Maßnahme hinaus in zahlreichen Zusammenhängen verbreitet, erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag in Wiesbaden. Als Abwrackprämie werden staatliche Leistungen für das Verschrotten eines Kraftfahrzeugs bezeichnet.

Auf Platz zwei wählte die Jury den Ausdruck "kriegsähnliche Zustände". Dieser Ausdruck sei ein vorläufiges Ergebnis einer schon länger andauernden Debatte darüber, wie der Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten in Afghanistan bezeichnet werden solle, hieß es zur Begründung.

"Studium Bolognese" und "Haste mal' ne Millarde?"

Der Begriff "Schweinegrippe" auf Platz drei habe sich bislang als weniger bedrohlich erwiesen als befürchtet, sei aber - auch im Zusammenhang mit Impfaktionen und der damit verbundenen Diskussion im Laufe des Jahres - dauerhaft im Gespräch gewesen.

Auf den weiteren Plätzen landeten: 4. "Bad Bank", 5. "Weltklimagipfel", 6. "Deutschland ist Europameisterin" 7. "twittern", 8. "Studium Bolognese", 9. "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" 10. "Haste mal' ne Millarde?" Das Wort des Jahres bestimmt eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache.

APD/DPA DPA

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