"Hellboy" Der Ermittler aus der Hölle


Nazis, schwarze Magie, eine Behörde - und ein Held aus der Hölle: Das sind die Zutaten, aus denen Mike Mignola 1994 seinen "Hellboy" erschaffen hat.

Worum geht es?

Nazis, schwarze Magie, eine Behörde - und ein Held aus der Hölle: Das sind die Zutaten, aus denen Mike Mignola 1994 seinen "Hellboy" erschaffen hat. Das Szenario ist düster, provozierend und bizarr: 1944 versuchen die Nazis, mithilfe Schwarzer Magie ein Monster zu beschwören, um es sich untertan zu machen. Es erscheint "Hellboy", ein Wesen, dem Teufel sehr ähnlich. Auf den ersten Blick: Seine Hörner sind abgesägt und seine rechte Hand besteht aus unzerstörbarem Stein. Der Besucher aus der Unterwelt wird vor den Nazis gerettet und schlägt sich auf die Seite der Alliierten. Später wird er der Top-Agent des Büros für paranormale Forschung und Verteidigung. Gemeinsam mit seinem Freund, dem Fischmenschen Abe Sapien, und seiner Angebeteten Liz, die mit ihrem Geist Feuer entfachen kann, bekämpft er das Böse in all seinen gruseligsten Erscheinungsformen - und wird gleichzeitig wegen seiner Andersartigkeit von der Gesellschaft, die er beschützt, abgelehnt.

Hellboy

Comicvorlage

Mike Mignola

Regie

Guillermo del Toro

Darsteller

Ron Perlman, Selma Blair, John Hurt

Der Film

"Hellboy" wird am 16. September 2004 in die deutschen Kinos kommen. Die Fangemeinde des düsteren Helden ist schon in Aufregung. Die ebenso wüste wie faszinierende Geschichte bannt Guillermo del Torro auf Zelluloid. Der Mexikaner hat sich unter Horrorfilm-Freunden mit nur vier Filmen - darunter "Mimic" und "Blade II" - bereits einen Namen gemacht, besonders wegen seines Gespürs für Atmosphäre. Die Hauptrolle des Hellboy übertruf del Toro seinem alten Kumpel Ron Perlman, einem Schauspiel-Veteranen im phantastischen Genre und erfahrener Träger von aufwändigen Make-ups (z. B. in "Die Schöne und das Biest", "Am Anfang war das Feuer", "Die Insel des Dr. Moreau" und "Der Name der Rose"). Auch diesmal steckt Perlman von Kopf bis Fuß in einem weiteren Meisterwerk des Maskenkünstlers Rick Baker. Die Trailer sind für Genrefreunde sehr viel versprechend, den meisten Kinogängern dürfte die "Akte X mit Nazis in der Hölle"-Nummer vermutlich zu abgefahren sein.

Der Comic

Der US-Zeichner und Comicautor Mike Mignola wird verehrt für seinen Zeichenstil: harte Kanten, eckige Formen, extreme Wechsel zwischen Licht und Schatten. Mit "Hellboy" schuf er 1994 einen raubeinigen, schwarzhumorigen Anti-Helden und verquirlte ebenso hemmungslos wie originell Mythen, Okkultes und die schwärzesten Kapitel der Geschichte zu gruseligen, stimmungsvollen Stories zusammen. Mignolas Hauptwerk um Hellboy ist in Deutschland in drei gebundenen Ausgaben bei Cross Cult erschienen.

Ralf Sander

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