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Kinostart "Königin der Wüste": Nicole Kidman spielt legendäre Archäologin Gertrude Bell

Werner Herzog hat das Leben der britischen Archäologin Gertrude Bell verfilmt. Sie erforschte den Nahen Osten und war als einzige Frau an der Gründung des Iraks beteiligt. Doch ihr Leben endete dramatisch.

Nicole Kidman läuft über den roten Teppich bei einer Filmpremiere. Dutzende Fotografen  stehen hinter ihr.

Auf der Berlinale feierte "Königin der Wüste" Weltpremiere und fiel beim Publikum durch. Hauptdarstellerin Nicole Kidman wurde hingegen für ihre Darstellung der Gertrude Bell gelobt.

Reuters

Gertrude Bell hat viele Titel bekommen. Als "Königin der Wüste" wird die britische Archäologin oft bezeichnet, als "Frau, die den Irak erfand" oder als "Hohe Dame". Manche hielten sie für selbstgefällig, viele bewunderten ihre Klugheit und ihren Willen, die ihr vor 100 Jahren eine außergewöhnliche Karriere ermöglichten: Als einzige Frau war die Abenteurerin nach dem Ersten Weltkrieg maßgeblich an der Gründung des Iraks durch Großbritannien beteiligt - zu einer Zeit, als Männer Londons Politik noch völlig dominierten. Am 3. September kommt nun ein Film über sie ins Kino: Werner Herzogs "Königin der Wüste" mit Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman in der Hauptrolle.

Nach dem Einmarsch der Briten in das Gebiet des heutigen Iraks während des Ersten Weltkriegs kam Bell mit Ende 40 nach Bagdad, wo sie als "Orientsekretärin" für die britische Verwaltung arbeitete. Sie pflegte Kontakte zu den lokalen Größen, Männer, die der Frau mit roten Haaren und grünen Augen skeptisch begegneten. Sie sammelte Informationen, schrieb Berichte und zeichnete Karten. Bei den Pariser Friedensverhandlungen 1919 war sie als Beraterin dabei.

Lange stand Bell im Schatten ihres berühmten Zeitgenossen Lawrence von Arabien, der als britischer Offizier den Aufstand der Araber gegen die Osmanen mit anfachte. Erst Herzogs Film "Königin der Wüste" macht sie jetzt einem großen Publikum bekannt.

Wie "Miss Bell" die Grenzen des Iraks festlegte

Herzog hat das Leben einer Frau verfilmt, die aus einer reichen Familie stammt. Sie studiert Geschichte in Oxford und macht ihren Abschluss mit Bestnote. Gelangweilt vom Leben in der Heimat zieht es sie in den Nahen Osten, den sie als Archäologin und Autorin durchstreift. Auf zahlreichen Reisen durch die Region - für eine Frau damals eine Sensation - sammelt sie Informationen über die Geografie, die für die Briten später im Ersten Weltkrieg wertvoll wurden.

Nicole Kidman ist die "Königin der Wüste"

"Miss Bell" habe die endgültigen Grenzen des Iraks festgelegt, heißt es bei manchen Biografen. "Sie hatte (...) den Irak empfangen und geboren, und dieses Land war jetzt ihr Kind", schreibt die Autorin Jane Wallach in ihrem Buch "Königin der Wüste" über sie.

Trotzdem lässt man Bell zu viel Ehre zuteilwerden, wenn man sie als "Mutter des Iraks" bezeichnet. Die Gründung des Staates unter britischer Kontrolle wurde in der Heimat beschlossen, weil sich London von den erdrückenden Kosten der Besatzung befreien wollte, ohne den Einfluss auf die immensen Ölressourcen zu verlieren.

Vereinsamt, depressiv, trauernd

Gertrude Bell war eine Person mit vielen Seiten, brillant, mutig und gesellig einerseits, verschlagen und von sich selbst überzeugt andererseits. Sie kokettierte zeitweilig mit dem Gedanken, selbst britische Hochkommissarin in Bagdad zu werden. Wenn sie es für nötig hielt, agierte sie auch hinter dem Rücken ihrer Kollegen. Die britischen Soldaten schnitten sie am Ende.

Auch in der Liebe blieb Bell ohne Glück. Eine Affäre mit dem britischen Offizier Charles Doughty-Wylie endete dramatisch, als dieser 1915 in der Schlacht von Gallipoli fiel. Bell blieb Zeit ihres Lebens unverheiratet. Nach der Gründung des Iraks 1921 wandte sie sich wieder der Archäologie zu. Doch sie vereinsamte und soll unter Depressionen gelitten haben. Am Abend des 11. Juli 1926, drei Tage vor ihrem 58. Geburtstag, nahm sie eine tödliche Überdosis Schlaftabletten.

Jan Kuhlmann / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(