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Drei Fragen an Christina Aguilera: "Frauenkörper sind hinreißend"

Sie gehört zu den erfolgreichsten Popstars aller Zeiten und präsentiert sich meist als Sexsymbol. stern.de hat Christina Aguilera gefragt, wie sie das eigentlich mit ihren feministischen Einstellungen vereinbart.

Frau Aguilera, Sie betonen immer wieder die Unabhängigkeit der Frau, die ihren Weg geht und sich von Männern nicht reinreden lässt. Ist es nicht seltsam, dass Sie im gleichen Moment als Sexsymbol auf der Bühne stehen, in einem Film wie "Burlesque" auftreten und dabei genauso aussehen, wie Männer sich das träumen?
Ich habe Mitleid mit jemandem, der eine Frau sieht, die sich in ihrer Haut wohl und sicher fühlt, und der dann meint, sie sei etwas, das nur Männer genießen. Wenn eine Frau auf eine Bühne steigt und in der Lage ist, sich selbst in solch mächtiger, schöner, berauschender und eleganter Weise zu verströmen, ist das etwas, das ihr gehört. Ich denke, es ist wirklich die Sicht der Gesellschaft und ein männlich dominierter Standpunkt, Frauen glauben zu machen, dass es nur dem Vergnügen der Männer dient. Der Körper einer Frau ist so hinreißend und schön, und ich habe es genossen, mir selbst zu gefallen, während dieser Film entstanden ist.

Okay, anders: Warum müssen Sie dabei so gut wie nackt sein?
Der Körper einer Frau ist nichts, wofür man sich schämen sollte. Diese Sicht kommt daher, dass uns, seit wir klein sind, immer wieder erzählt wurde, dass er dazu da ist, damit Männer sich daran ergötzen.

Aber was sollen dann die applizierten Männerhände auf dem Kostümhintern von Ihrem "Burlesque"-Charakter Ali?
Woher wollen Sie wissen, dass es Männerhände sind? Vielleicht gehören sie einer großgewachsenen Frau.

Sophie Albers