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Komödie: Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück

Renée Zellweger brilliert in der Rolle der tolpatschigen Singlefrau Bridget Jones, die zu viel trinkt, Übergewicht hat und sich zu allem Überfluss mit ihrem Chef einlässt.

Bridget Jones hat die 30 überschritten, trinkt zu viel, hat Übergewicht und lässt sich mit ihrem Chef ein. Das kann nicht gut gehen, wie ihre Freundinnen wissen.Doch Bridget ist einfach viel zu trottelig, um Mr. Right selbst dann zu erkennen, wenn er vor ihr steht.

Renée Zellweger hat sich zig Kilos angefuttert, um in die Rolle der tolpatschigen Singlefrau zu schlüpfen. Dabei ist es ihr mit Bravour gelungen, sich mit Leib und Seele in die Kultgeschichte der Bestsellerautorin Helen Fielding einzudenken. Zellweger, die sonst zu den hinreißenden Sweeties Hollywoods gehört, macht hier wirklich den Eindruck eines unsicheren Pummelchens, das mit links automatisch alles umreißt, sobald sie einmal nach rechts schaut.

Der Film von Sharon Maguire lebt von all diesen peinlichen Momenten im Leben einer solchen Frau, die nicht viel vom Leben erwartet - und noch weniger bekommt. So bekommt sie endlich ihren Chef (Hugh Grant) ins Bett, als das Telefon klingelt. Bridget: »Hallo, hier ist Bridget Jones, die Sexbombe mit dem Hammerkerl zwischen ihren Schenkeln.« Natürlich ist ihre eigene Mutter am Apparat. Bridget besucht auch als einzige eine Party im Playboy-Bunny, weil sie nicht mitbekommen hat, dass die Kostümierung wieder abgesagt wurde. Und sie läuft halbnackt dem Anwalt Marc Darcey (Colin Firth) über die Straße hinterher, um sich mit ihm auszusprechen.

»Bridjet Jones« ist ein gehässiger Film mit einer brillianten Hauptdarstellerin. Ein gestochen scharfes Bild, ein solider Sound und viele Extras zeichnen die DVD aus. Zu diesen Extras zählen entfallene Szenen, ein Blick hinter die Kulissen, ein Musikvideo und ein Regiekommentar.

Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück; Bild: 2,35:1; Laufzeit: 97 Minuten

Carsten Scheibe