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Komödie: Joe Jedermann

Der Depp der Nation hat es mächtig satt, genau dieser zu sein. Um ein würdiges Dasein zu führen, nimmt er heimlich Kampfunterricht. Aber ist Gewalt die Lösung?

Tim Allen ist vielen Couch Potatoes bekannt, weil er in der TV-Serie "Hör mal wer da hämmert" Jahre lang den Hammer geschwungen hat. Der Komiker ist aber auch in vielen Kinokomödien erfolgreich, so etwa in "Galaxy Quest" oder in "Santa Clause: Eine schöne Bescherung".

Sein neuester Film "Joe Jedermann" bietet bestes Familienkino auf hohem Niveau und mit einer Botschaft, die bei den Zuschauern auch ankommt: Man darf sich nichts gefallen lassen.

Denn Joe Scheffer (Tim Allen) ist der Depp der Nation. Im Job wird er bei jeder Beförderung übergangen, seine Frau hat ihn für einen blöden Theaterfuzzi verlassen. Nur seine kleine Tochter schaut voller Bewunderung zu ihm auf.

Ausgerechnet seine Tochter ist mit dabei, als sein angeberischer und muskelstarker Kollege Mark McKinney ihm den Firmenparkplatz vor der Nase wegnimmt. Joe protestiert und bekommt auch noch eine Ohrfeige verpasst. Joe ist völlig am Boden - und verlangt Revanche. Auf einmal ist Joe wieder jemand. Die Kollegen wollen mit ihm zum Sport, die Beförderung wird ausgesprochen und auch ein eigener Parkplatz wird dem neuen Wunderknaben endlich zugestanden. Ist es so einfach, beliebt zu sein? Joe nimmt heimlich Unterricht beim abgehalfterten Kampfsportprofi Chuck Scarlett (genial: Jim Belushi) und bereitet sich so auf seinen Fight vor. Aber ist Gewalt die richtige Lösung?

"Joe Jedermann" ist Tim Allen auf den Leib geschrieben. Die mit leisen Tönen erzählte Geschichte lässt Allen zeigen, was er kann. Den völlig demoralisierten Joe Jedermann, der langsam wieder Selbstvertrauen fasst, spielt er jedenfalls mit Bravour. Die DVD ist mit vielen Extras ausgestattet. Neben Audiokommentaren und Kampf-Choreografien werden vier neue Szenen angeboten.

Carsten Scheibe

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