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Getürktes Interview: US-Studenten verklagen Borat

In seinem Film geht Sacha Baron Cohen als Borat selten zimperlich mit seinen Interviewpartnern um. Nun haben zwei US-Studenten den Komiker verklagt, weil er sie mit Alkohol "gefügig" gemacht haben soll.

In vielen Szenen seines neuen Films "Borat" gelingt es Sacha Baron Cohen, seinen Gesprächspartnern rassistische und sexistische Kommentare zu entlocken. Die Klage zweier US-Studenten bringt nun Licht ins Dunkel, wie diese dubiosen Filmszenen mit scheinbar versteckten Kameras zu Stande gekommen sind.

Borat füllte die Studenten in einer Kneipe ab

Die beiden Studenten, die anonym bleiben möchten, sind nach Angaben des Entertainment-Dienstes "TMZ" vom Filmteam gecastet und in eine Kneipe eingeladen worden. Dort habe sie dann der kasachische Reporter - alias Sacha Baron Cohen - betrunken gemacht und ihnen anschließend eine Einverständniserklärung vorgelegt.

Außerdem sei ihnen versichert worden, der Film werde nur in Europa laufen und nie in den USA gezeigt, heißt es in der Klageschrift gegen 20th Century Fox. In dem Film gibt es eine Szene, in der Cohen zusammen mit drei Studenten in einem Wohnmobil ein Sexvideo von Pamela Anderson anschaut.

Die anonymen Kläger behaupten, sie litten unter "Erniedrigung, seelischen Schmerzen, emotionalen und körperlichen Qualen" und wollen eine nicht näher genante Summe Schmerzensgeld haben. Wenn sie gewusst hätten, dass der Film auch in den USA läuft, hätten sie sich nicht so offen gegeben, hieß es. "Borat" landete am vergangenen Wochenende in den USA auf Anhieb auf Platz eins der Kino-Charts.

In der Satire geht es um einen kasachischen Reporter, der sich rassistisch, antisemitisch und schwulenfeindlich gebärdet. Seine Reise durch die USA ist vor allem als Gesellschaftskritik an den Vereinigten Staaten gedacht.

DPA/akl / DPA
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