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GRIMME PREIS: »Die Manns« wird mit Preisen überhäuft

Die ARD-Produktion »Die Manns - Ein Jahrhundertroman« erhält neun Grimme-Preise. Noch nie zuvor ist Produktion mit so vielen Auszeichnungen bedacht worden.

Heinrich Breloers ARD-Dreiteiler über die Geschichte der Schriftstellerfamilie Mann erhält als herausragendes Fernsehereignis des Jahres 2001 einen Grimme-Preis in Gold. Insgesamt werden neun Auszeichnungen für den Film des Regisseurs Heinrich Breloer vergeben - so viele wie nie zuvor für eine Produktion in der Geschichte des vom Deutschen Volkshochschul-Verband gestifteten Preises. Außer Regisseur und Autor Breloer wurden das Drehbuch, die Kameraarbeit sowie die Schauspielleistungen unter anderem von Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Veronica Ferres und Sophie Rois geehrt.

Vorbildliche Nutzung des Mediums Fernsehen

Der als deutscher Fernseh-Oscar geltende Preis wird jährlich von einer Jury aus Kritikern, Publizisten, Medienwissenschaftlern und Bildungsfachleuten an Fernsehleistungen vergeben, die die Möglichkeiten des Fernsehens auf hervorragende Weise nutzen und Vorbild sein können.

Gold-Grimme auch für »Ende der Saison«

Ein weiterer Gold-Grimme geht bei der 38. Verleihung am 22. März im westfälischen Marl in der Kategorie »Fiktion und Unterhaltung« an den Film »Ende der Saison« vom Bayerischen Rundfunk mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle. Zusätzlich wurden vier weitere TV-Unterhaltungsproduktionen mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Im Wettbewerb »Information und Kultur« erhält die georgische Filmemacherin Nino Kirtadze für die ARTE-Produktion »Es war einmal Tschetschenien« einen Grimme Preis in Gold. Vier weitere TV-Filme werden zusätzlich ausgezeichnet. RTL-Moderator Günther Jauch wird als Persönlichkeit, die sich um das Fernsehen verdient gemacht hat, mit einem besonderen Preis geehrt.

Spezial-Preis 11. September

Die Entscheidung im Wettbewerb »Spezial« wird erst am Tag der Preisverleihung bekannt gegeben. Die zwölf Vorschläge für diese Kategorie werden bestimmt durch herausragende Leistungen der Berichterstattung über die Anschläge vom 11. September in den USA. Hoffnung auf diesen Preis können sich unter anderem RTL-Nachrichtenmoderator Peter Kloeppel und Sat.1-Entertainer Harald Schmidt machen, der wegen seines angemessenen Umgangs mit dem Ereignis nominiert ist.