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Julia Palmer-Stoll: Trauer um "Marienhof"-Star

Mit großer Bestürzung ist der tragische Tod des "Marienhof"-Stras Julia Palmer-Stoll bei Kollegen und Fans aufgenommen worden. Die 21-Jährige hatte einen Igel von der Straße tragen wollen und war dabei überfahren worden.

Die 21-Jährige, die in der beliebten Serie die Krankenschwester Simone spielte, hatte in Dachau bei München einen Igel von der Straße tragen wollen und war dabei von einem Auto überfahren worden. "Wir sind zutiefst erschüttert über die Nachricht vom tragischen Unfalltod einer unserer beliebtesten Darstellerinnen", sagte "Marienhof"-Produzentin Bea Schmidt am Freitag in München.

"Als Schauspielerin und als Persönlichkeit war Julia eine große Bereicherung für den Marienhof", sagte Schmidt nach Angaben der Bavaria Film GmbH. Nina Louise, die im Marienhof die Rolle der Toni Port, der Ehefrau von Sven Port (Frank Ruttloff) spielt, sagte: "Ich bin sprachlos und geschockt: Sie war ein Mensch mit einem großen Herz." Ebenso fassungslos zeigte sich Frank Ruttloff: "Julia war so lebensfroh und hatte noch so viele Ziele und Träume. Ich bin völlig fassungslos und zutiefst erschüttert." Im Internet-Gästebuch der Serie äußerten auch viele Fans tiefe Betroffenheit.

Sie wurde 30 Meter mitgeschleift

Palmer-Stoll hatte in der Nacht zum Donnerstag in Dachau einen Igel von der Straße tragen wollen, damit das stachlige Tier nicht von herannahenden Autos auf der Gegenfahrbahn überrollt wird. Sie hielt dazu ihren Wagen an und stieg aus, um den Igel in Sicherheit zu bringen. Als sie das Tier gerade aufheben wollte, erfasste ein Auto die Serien-Darstellerin. Die junge Frau wurde nach Polizeiangaben unter den Wagen gezogen und 30 Meter mitgeschleift. Sie erlag wenig später in einer Klinik ihren schweren Verletzungen.

Der 41 Jahre alte Fahrer des Unfallwagens erlitt nach Polizeiangaben einen schweren Schock. Er konnte noch nicht vernommen werden, sagte Polizeisprecher Thomas Rauscher. Das Unfallgutachten wird nach seinen Worten in drei Wochen vorliegen. Kernpunkt werde dabei die Frage sein, ob der Unfall für den 41-Jährigen vermeidbar gewesen wäre. Dabei sei zu berücksichtigen, dass es dunkel war, die 21-Jährige dunkle Kleidung trug und sich in der Hocke auf der Straße befand. Rauscher bestätigte einen Bericht des Münchner "Merkur", wonach der 41-jährige Autofahrer möglicherweise durch das Fernlicht des Wagens von Palmer-Stoll geblendet war, das diese beim Verlassen ihres Wagens angeschaltet ließ.

DPA

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