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Kurzkritik zu "Wer weiß, wohin?" Frauen, die ihre Männer zum Frieden verführen


Nach ihrem erfolgreichen Kinodebüt "Caramel" von 2007 thematisiert die libanesische Regisseurin Nadine Labaki in "Wer weiß, wohin?" den Konflikt zwischen Muslimen und Christen in einer Komödie. Die politische Wirklichkeit lässt sie dabei außen vor.
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Nadine Labaki ist eine frische, mutige, offene Stimme des libanesischen Kinos. Mit "Caramel" hat die Regisseurin und Schauspielerin 2007 ihre Zuschauer verzaubert, als sie fern von politischem Tumult von ganz normalen Frauen mit ganz normalen Problemen in einem Friseursalon in Beirut erzählte. Nun hat sie mit "Wer weiß, wohin?" eine grandiose Tragikomödie griechischen Ausmaßes gedreht, in der Frauen alles tun, um ihre Männer vom Krieg abzuhalten - sogar osteuropäische Stripperinnen werden in die libanesische Pampa gekarrt. Das ist wunderbares, befreiendes, klischeeloses Kino, das Hoffnung macht.

Regie

: Nadine Labaki

Darsteller

: Claude Baz Moussawbaa, Leyla Hakim, Nadine Labaki

hw/sal/DPA DPA

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