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MuVi Online: Jetzt abstimmen für das beste Musikvideo

Noch bis zum 30. April kann jeder Internetnutzer darüber abstimmen, wer den Publikums Preis MuVI online für das beste Musikvideo erhalten soll, der im Rahmen der Oberhausener Kurzfilmtage vergeben wird.

Vom 1. bis zum 6. Mai gehen in diesem Jahr wieder die internationalen Kurzfilmtage Oberhausen über die Bühne. Bereits einen Monat früher, ab dem 1. April 2003, können User per Internetabstimmung ihren Favoriten für den Publikumspreis MuVi Online wählen, der in diesem Jahr erstmalig mit einem Preisgeld von 500 Euro versehen ist.

Die Clips stehen als Streamings im Real-Player-Format auf der Website der Kurzfilmtage unter www.kurzfilmtage.de bis zum 30. April zum Abruf bereit. Alle, die ihre Stimme abgeben, nehmen automatisch an der Verlosung einer Reise zur Preisverleihung am 3. Mai in Oberhausen teil. Der MuVi Online-Publikumspreis wird dort zusammen mit den von einer internationalen Fachjury vergebenen MuVi-Preisen verliehen.

Neuer Einreichrekord

Mit 214 Beiträgen (gegenüber 170 im Vorjahr) wurde beim MuVi-Preis ein neuer Einreichrekord aufgestellt. Zehn Kandidaten schafften es in den Wettbewerb. Trotz der Krise der Musikindustrie zeigt sich insbesondere der unabhängige Clip in Deutschland lebendiger denn je. Ein Haupttrend bei der Auswahl 2003 ist die Rückkehr zum Narrativen, die Clips werden filmischer.

Unter den Regisseuren finden sich die früheren Preisträger Oliver Husain und Michel Klöfkorn oder Mark Sikora, aber auch zum Beispiel Nachwuchs-Spielfilmregisseur Benjamin Quabeck. Darüber hinaus warten einige Clips mit prominenten Darstellerinnen auf, darunter Charlotte Roche (Club der schönen Mütter), Julia Hummer (Mein Sein) und Meret Becker (Perpendicular/Vector).

Die folgenden Kandidaten stehen zur Auswahl (in alphabetischer Reihenfolge):

Betty Ford (Musik: Alter ego), Regie: Husain Berger Klöfkorn; Deutschland, 2002

Club der schönen Mütter (Musik: Fehlfarben); Regie: Mathias Vielsäcker, Christoph Mangler; Deutschland, 2002

It Never Was You (Musik: Thomas Brinkmann); Regie: Sandeep Mehta; Deutschland, 2003

Linkup feat. K-Ross (Musik: Phoneheads); Regie: Markus Bader; Deutschland, 2002

Love Supreme (Musik: Turntable Rocker); Regie: Zoran Bihac; Deutschland, 2002

Mein Sein (Musik: Virginia Jetzt!); Regie: Benjamin Quabeck; Deutschland, 2002

Midnight Black Earth (Bohren & Der Club of Gore); Regie: Mark Sikora; Deutschland, 2002

minimal tunesia (Musik: agf); Regie: Anna Wagner; Deutschland, 2003

Perpendicular/Vector (Musik: Anti-Pop Consortium); Regie: Markus Wambsganss; Deutschland, 2002

Tesla (Musik: Tarwater); Regie: Lillevän; Deutschland, 2002

3Sat bleibt Medienpartner der Oberhausener Kurzfilmtage

Im Streit um den geplanten Ausschluss von Regierungsvertretern kriegsbefürwortender Staaten haben der Fernsehsender 3Sat und die Leitung der Oberhausener Kurzfilmtage eine Einigung erzielt. Beide Parteien sind überein gekommen, «niemanden von den Kurzfilmtagen auszuladen», teilte 3Sat mit. Damit bleibe 3Sat Medienpartner des Festivals (1. bis 6. Mai). «Allerdings werden wir keinen Regierungsvertreter der USA, Großbritanniens, Italiens und Spaniens von uns aus einladen», betonte Festival-Sprecherin Sabine Niewalda. «Wir bleiben damit bei unserer Haltung, dass wir diesen Krieg verurteilen.»

Die Festivalleitung und 3Sat wollen zudem am 1. Mai in Oberhausen gemeinsam eine Podiumsdiskussion zum Irak-Krieg veranstalten. In der von Moderator Gerd Scobel geleiteten Veranstaltung sollen Experten über das Verhältnis der Medien zum Krieg und die Verantwortung der Kultur in einer Kriegssituation diskutieren. Über die Ergebnisse will 3Sat in seinem Magazin «Kulturzeit» berichten.

Die Veranstalter der Kurzfilmtage hatten ursprünglich angekündigt, keine offiziellen Regierungsvertreter der kriegsbefürwortenden Staaten auf dem Festival dulden zu wollen. Daraufhin hatte der Sender 3Sat, der seit 1999 einen Förderpreis stiftet und Produktionen ankauft, mit einem Rückzug gedroht. Auch das NRW-Kulturministerium und der Deutsche Journalisten Verband (DJV) hatten die Haltung der Festivalleitung kritisiert.