Premiere von "One Way" Schweiger mit Kniefall


Der neue Til-Schweiger-Film "One Way" zeigt drei Vergewaltigungsszenen aus nächster Nähe und hinterlässt ein nachdenkliches Publikum. Bei der Premiere fiel der Schauspieler kurzzeitig vor Regisseur Reto Salimbeni auf die Knie.

Der neue Kinofilm "One Way" des Schauspielstars Til Schweiger ist am Dienstagabend vom Premierenpublikum im Essener Kino "Lichtburg" mit Applaus aufgenommen worden. Zur Deutschlandpremiere des Krimi-Dramas waren neben dem Hauptdarsteller und Produzenten Til Schweiger auch mehrere kanadische Schauspieler der kanadisch-deutschen Produktion erschienen. Hunderte Fans hatten Stunden in der Kälte ausgeharrt, um Publikumsliebling Til Schweiger auf dem roten Teppich zu sehen.

In grauem Anzug und Krawatte begrüßte Schweiger vor Beginn des Films das Kinopublikum und vergaß vor Aufregung, Regisseur und Drehbuchautor Reto Salimbeni zu erwähnen, wofür er sich anschließend mit einem Kniefall vor ihm entschuldigte. Ganz und gar nicht sympathisch ist dagegen die Figur des Eddie Schneider, den Schweiger im Film spielt: Der New Yorker Werbe-Profi verrät seine beste Freundin Angelina (Lauren Lee Smith), als er nach ihrer Vergewaltigung durch seinen zukünftigen Schwager einen Meineid schwört, um sich selbst nicht in Schwierigkeiten zu bringen.

Ungewohnt nah und brutal zeigt "One Way" (deutsch: Einbahnstraße) drei Vergewaltigungsszenen und die Folgen für die Opfer. Als ein Vergewaltiger im Film blutige Rache erfährt, gibt es im Kino kurzen Szenenapplaus. Er habe mit dem hoch emotionalen Film das Thema "Gewalt gegen Frauen" in die Diskussion bringen wollen, sagte Salimbeni zu seinem Film, der auch von der Opfer-Organisation "Weißer Ring" beworben wird. Anders als in vielen anderen Filmen befreit sich das Opfer in "One Way" gewaltsam aus seiner Opferrolle. Das Premierenpublikum reagierte nachdenklich; nur spärlich fiel nach dem Abspann der Applaus aus.

Die Produktion, die sowohl in Kanada und den USA als auch in Nordrhein-Westfalen gedreht und von der Filmstiftung NRW gefördert wurde, startet an diesem Donnerstag in den Kinos.

DPA DPA

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