Auch wenn die Miniserie "Berlin und die Dame mit dem Hermelin" (acht Folgen ab Freitag, 15. Mai) von Netflix als eigenständiges Spin-off von "Haus des Geldes" vermarktet wird, knüpft die Handlung an die der Mutterserie vorausgegangene Geschichte von "Berlin und die Juwelen von Paris" an: Gemeinsam mit seinem Komplizen Damián Vázquez (Tristán Ulloa) trommelt Berlin (Pedro Alonso) die alte Truppe, bestehend aus der Elektrotechnik-Spezialistin Keila (Michelle Jenner), der Kriminellen Cameron (Begoña Vargas), Schlossknacker Roi (Julio Peña Fernández) sowie Bruce (Joel Sánchez), für einen neuen meisterhaften Raub zusammen: In Sevilla wollen sie Leonardo da Vincis berühmtes Gemälde "Die Dame mit dem Hermelin" entwenden.
Das Gemälde, das im Zeitraum zwischen 1489 und 1491 entstand, gilt in der Kunstgeschichte als stilbildend für die italienische Hochrenaissance und wegweisend für Da Vincis weiteren Erfolg. Die Auftragsarbeit für den Herzog von Mailand Ludovico Sforza war das erste von vier Frauenporträts, die da Vinci zu Lebzeiten produzierte. Für das berühmteste, die "Mona Lisa", verwendete der Maler die gleiche Technik, die er bei "Die Dame mit dem Hermelin" erstmals angewendet hatte. Seit 1880 befindet sich das Gemälde in der Sammlung des Krakauer Czartoryski-Museums.
In der Netflix-Serie erweist sich der geplante Raub bald als großer Bluff von Berlin. In Wahrheit gilt sein Interesse dem Herzog von Málaga und seiner Frau, die den Ganoven ihrerseits erpressen. Doch sie haben die Rechnung ohne den schlauen Berlin gemacht ... Neu zur Bande stößt in "Berlin und die Dame mit dem Hermelin" auch Candela (Inma Cuesta), eine Femme fatale, in die sich Berlin sofort verliebt.