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Streit um "Eiskönigin": Frau reicht wegen Kinofilm Scheidung ein

Reichlich eisig hat eine japanische Ehefrau reagiert, weil ihr Gatte nicht ihre Begeisterung für den Disney-Film "Die Eiskönigin" teilt. Sie hat die Scheidung eingereicht.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Lass jetzt los" heißt der Song des jüngsten Disney-Hits "Die Eiskönigin - völlig unverfroren", und eine Ehefrau in Japan hat ihn wohl allzu wörtlich genommen.

Wie "Daily Dot" unter Berufung auf das Blog RocketNews24 berichtet, hat ein zerknirschter Ehemann sich an das Internetforum Kikonsha no Hakaba (in etwa: Ehe-Friedhof) gewandt, nachdem seine 29-jährige Frau ihn verlassen hat, zu ihren Eltern gezogen ist und nun die Scheidung fordert. Und das angeblich alles nur, weil der Mann nach der gemeinsamen Sichtung des Films "Die Eiskönigin" zu seiner Frau sagte: "Der Film ist okay, aber er hat mich nicht wirklich berührt. Meinst du, er ist wirklich so gut?" Die Antwort war deutlich: "Wenn du nicht verstehen kannst, warum dieser Film großartig ist, stimmt mit dir menschlich was nicht."

Dabei soll der Mann sogar Ahnung vom Thema haben, schließlich habe er dänische Literatur studiert, und Disneys Inspiration war Hans Christian Andersens berühmtes Märchen "Die Schneekönigin". Der Verlassene beschreibt seine sechsjährige Ehe zudem als bisher stabil: gutes Einkommen, schönes Haus, keine Schulden. Bis auf die "Eiskönigin"-Besessenheit seiner Frau, die den Film zig Mal gesehen haben soll, war die Welt also in Ordnung. Mission gescheitert, Friede-Freude-Eierkuchen-Disney, möchte man sagen.

Übrigens fielen die Antworten im Forum "Ehe-Friedhof" deutlich zu Gunsten des Mannes aus: Er solle sich so schnell wie möglich scheiden lassen und einen Privatdetektiv auf seine Frau ansetzen, hieß es da. Denn sicher stecke hinter deren Ausraster etwas anderes als die Begeisterung für ein Musicalmärchen.

Andere klären ihre Filmvorlieben VOR der Hochzeit.

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