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"Goldhaus" in Hamburger Problemstadtteil sorgt für Ärger

Ein Künstler hat damit begonnen in einem der ärmeren Hamburger Stadtteile ein ganzes Haus zu vergolden. Die Aktion findet längst nicht nur Freunde.

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Künstler Boran Burchhardt vergoldet gemeinsam mit einem Freund in mühevoller Kleinarbeit eine Fassade in Hamburg

Es ist eine müßige Arbeit: Schicht für Schicht trägt Künstler Boran Burchhardt  hauchdünnes Blattgold mit einem Spezialkleber auf eine 300 Quadratmeter große Hauswand im sozial schwachen Hamburger Stadtteil auf. Dabei steht er auf einer Hebebühne.

Bereits am Montag hat er - unter den Augen von Freunden und Feinden seiner Kunstaktion gleichermaßen - mit seinem umstrittenen Projekt "Veddel vergolden" begonnen. "Unser Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Veddel zu lenken, hat bereits funktioniert", erklärte er.

Das Kunstprojekt hatte im Vorfeld für Wirbel gesorgt.

Die Hamburger Kulturbehörde stellt für das Vorhaben 85.000 Euro aus einem Topf für Kunst im öffentlichen Raum bereit. Das stößt nicht nur auf Anklang: "Ab heute wird ein weiteres beschämendes Kapitel von Steuergeldverschwendung geschrieben", sagte etwa Sabine Glawe vom Bund der Steuerzahler Hamburg. Auch der SPD-Politiker Klaus Lübke und die Grünen hatten die Aktion als überflüssig kritisiert. Die Veddel brauche andere Sachen dringender als goldene Hauswände, monierte eine Anwohnerin. 


Es gab aber auch Anwohner, die sich positiv äußerten und sich freuten, dass ihr Stadtteil durch die Aktion ins Rampenlicht rücke. So liege die Aufmerksamkeit eben einmal bei ihnen und nicht in den reichen Stadtteilen Blankenese, Pöseldorf oder , hieß es.

Der Künstler selbst lässt sich ohnehin nicht beirren: "Nicht heute, nicht morgen, aber sehr bald werden alle Veddeler ihr goldenes Haus lieben", zitiert ihn die "Hamburger Morgenpost". Bis dahin dürfte noch einige Zeit vergehen: Bis die etwa 300 Quadratmeter große Fassade fertig vergoldet ist, dauert es noch etliche Wochen.

Erst vor einigen Tagen hatte eine andere Kunstaktion in Hamburg für Ärger gesorgt. Um ihren Protest gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft auszudrücken, platzierte eine anonyme Künstlerin einen Sarg auf der Wiese, auf der das Haus gebaut werden soll:  



rös/DPA
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