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Amerikanischer Jazz-Pianist: Horace Silver stirbt mit 85 Jahren

Der Pianist Horace Silver ist am Mittwoch mit 85 Jahren verstorben. Einer seiner größten Hits war "Song for My Father" - sein erstes Album gilt als Meilenstein der Musikrichtung Hard Bop.

Der US-Jazz-Pianist Horace Silver ist im Alter von 85 Jahren am Mittwochmorgen gestorben, teilte das bekannte Jazz-Label Blue Note mit. Der Radiosender NPR berichtete unter Berufung auf Silvers Sohn Gregory Silver, er sei in seinem Haus in New Rochelle, New York eines natürlichen Todes gestorben. Silver wurde als Horace Ward Martin Tavares Silva im US-Bundesstaat Connecticut geboren. Seine Familie hatte ihre Wurzeln auf den Kapverden. In jungen Jahren wurde Silver von der Musik der damaligen portugiesischen Kolonie vor der Küste Westafrikas geprägt.

Nachdem er zunächst Tenor-Saxophon spielte, wandte sich der Musiker dem Klavier zu und ging mit dem Saxophonisten Stan Getz auf Tournee. Er ließ sich in New York nieder, wo ihn Blue Note unter Vertrag nahm.

Silvers erstes Album mit seiner Band Jazz Messengers gilt als Meilenstein in der Entwicklung des Hard Bop, einer von Rhythm and Blues sowie Gospel und Blues beeinflussten Musikrichtung. Zu Silvers Klassikern zählen die Titel "Doodlin'", "Senor Blues", "Sister Sadie", "Peace" und "Song for My Father".

amt/AFP / AFP
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