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Glosse: Udo macht schlapp

Weltfrauentag? Antidiskriminierungsgesetz? Unsinn. Udo Jürgens hat allen gezeigt, wo der Hammer hängt: Der alternde Mann braucht eine junge Frau, weil Frauen über 40 keine Lust mehr haben. Jetzt hat er alles zurückgenommen. Schade, findet Florian Güßgen.

Um es gleich vorneweg zu sagen. Bis heute, Punkt 6.43 Uhr, fand ich ihn gut, den Udo Jürgens. Hey, - "Aber bitte mit Sahne", "Ich war noch niemals in New York" - alles lebensweise Klassiker. Ein Mann, schon siebzig, mit Stil und Klasse, einer, der sich auch einmal traut, schmerzhafte Wahrheiten zu verkünden, einer, der pfeift auf die politische Superkorrekten, die AntidiskriminierungsgesetzlerInnen und die WeltfrauentagGedönsVeranstalterInnen. Udo Jürgens war der bessere Harald Schmidt.

Wissenschaftlicher Fortschritt bedarf des Mutes

Gut, die Überlegungen des Hobby-Evolutionsforschers Udo J. sind etwas gewöhnungsbedürftig. Aber so ist das mit der Wissenschaft. Die größten Geister mussten sich anfangs immer gegen harte Widerstände durchsetzen.

All jenen, die die "Bild am Sonntag" nicht gelesen haben, sei hier noch einmal die Grundthese aus Udos Tierleben referiert. Ein Mann ist ein Mann ist ein Mann, denkt Jürgens. Folglich ist ein Alpha-Männchen, von seiner Fortpflanzungs-Mission getrieben, dazu verdammt, bis ins hohe Alter paarungswillige und reproduktionslüsterne Weibchen zu jagen. Er ist zur Schürzenjagd gezwungen, ein ewiger Hengst mit der Lebensdauer und der Beständigkeit einer Atomuhr. Alles naturgegeben. So weit ist das ja Konsens. Aber jetzt wird's mutig.

Frauen über vierzig fallen aus dem Beuteschema

Bei der Frau ist das nach Ansicht des Amateur-Forschers selbstredend alles ganz anders. Deren biologische Bestimmung liegt im Gebären. Und weil mit dem Gebären irgendwann, sagen wir mal so grob um die vierzig, Schluss ist, empfindet sie dann auch weniger Lust. Aus dem Beuteschema des Mannes müssen die Weibchen ab vierzig so zwangsläufig herausfallen. Logisch, oder?

Wie gesagt, die These ist gewagt, aber mutig, und deshalb habe ich Herrn Jürgens seit Sonntag mit ganzem Herzen klammheimlich unterstützt - gegen der Hetze, gegen die Häme, gegen den Hass, der ihm aus dem "Emma"-Konkurrenz-Organ "Bild" entgegenschlug.

Bis heute Morgen, 6.43 Uhr. Mir fiel die Kaffeetasse aus der Hand, als ich die Seite eins der neuen "Bemma" erblickte. Udo macht einen Rückzieher, lässt alle jungen und alten Männer im Stich, die stolz auf ihn waren, die auf eine Trendwende, ein Ende der biologischen Diskriminierung gehofft hatten."Ich entschuldige mich bei all jenen Frauen, deren Gefühle ich verletzt habe. Ich bedaure das zutiefst", sagt er. Und wimmert: "Ich hatte Stress, war nicht richtig konzentriert bei dem Interview," sagt er der "Bild"-Inquisition. Alles nicht so gemeint: Sex verändert sich im Alter, man wird reifer, blablabla.

"Als ich mit meiner Frau gestern durch zwei Lokale zog, war’s unglaublich wohltuend. Ich habe Trost erfahren, mir wurde auf die Schulter geklopft." Mit diesen Worten ist Jürgens nicht mehr gesellschaftsfähig. Er hat das aufgegeben, was uns erst zu Männern macht: Härte und Beharrlichkeit im Angesicht der Gefahr. Jetzt hat Udo schlapp gemacht. Ich bedaure das.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?