HOME

GRAMMY-AWARDS: Acht Nominierungen für U2

U2 und Alicia Keys gelten als große Favoriten bei der 44. Verleihung der Grammys. Im Vorfeld protestierten zahlreiche namhafter Musiker gegen die »Knebelverträge« der Musikindustrie.

Rock-Klassiker sowie junge R&B- und Rap-Talente haben in der Nacht zum Donnerstag bei der 44. Verleihung der Grammys beste Chancen auf mehrere der bekanntesten Musikpreise der Welt. Ganz oben im Kreise der Favoriten stehen die irischen Rock-Veteranen der Band U2 mit acht Nominierungen, gefolgt von den beiden jungen schwarzen Sängerinnen und Songschreiberinnen India.Arie und Alicia Keys mit sieben und sechs Anwartschaften.

Holt Dylan seinen zweiten Grammy in drei Jahren?

In der prominentesten Grammy-Kategorie »Album des Jahres« gelten U2 mit ihrer erfolgreichen CD »All That You Can?t Leave Behind« als klare Favoriten. Doch zugleich nannten US-Musikkritiker immer wieder Bob Dylan mit »Love And Theft« als ausichtsreiche Kandidaten. Für ihn wäre ein Sieg nach dem Erfolg mit »Time Out Of Mind« der zweite Grammy innerhalb von drei Jahren. Im Rennen um den Album-Preis sind auch das Rap-Duo OutKast mit »Stankonia« und India.Arie mit ihrer Debüt-CD »Acoustic Soul«. Auch das Filmmusik-Album zur Südstaaten-Komödie »O Brother, Where Art Thou?« wurde in dieser Kategorie nominiert.

»Knebelverträge«

Zwar hatte bei den Nominierungen für Stirnrunzeln gesorgt, dass Arie und nicht Alicia Keys mit ihrem hoch gelobten Debüt-Album »Songs In A Minor« in der Hauptkategorie aufgestellt worden war. Doch im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als das Altherren-Duo Steely Dan gewann und nicht der ruppige Rapper Eminem, ist diesmal keine musikalische Kontroverse in Sicht. Streit gab es vor der Grammy-Show dennoch. Mehr als 100 Musiker - unter ihnen Stars wie Billy Joel, die Eagles und die Dixie Chicks - warfen den großen Plattenfirmen vor, Künstler durch »Knebelverträge« zu lange an sich zu binden und zudem die Tantiemen der Musiker nicht ordnungsgemäß und überschaubar abzurechnen.

Text: dpa