Rock Kings of Leon: "Youth And Young Manhood"


So roh, erdig und wild wie die Kings of Leon klang schon lange keine Rockband mehr. Die drei Brüder aus dem Süden der USA bieten eine urtümliche Essenz aus Blues, Country und Garagen-Punk.

Oasis-Gründer Noel Gallagher bezeichnete die Kings of Leon vor kurzem als seine "new fucking favourite band", der "New Musical Express" feierte ihr Debütalbum noch vor Erscheinen als klaren Anwärter auf die Platte des Jahres - hohe Erwartung an eine junge Band aus den US-Südstaaten. Die drei Brüder Caleb, Nathan und Jared Followill sammelten ihre ersten Erfahrungen Ende der 80er Jahre in der Kirchenband der Penecostal Church, für die ihr Vater Leon als Wanderprediger unterwegs war. Schon damals hat das richtig gerockt: "15-Minuten-Songs, und alle tanzten", erinnert sich Caleb, "unsere Art von Gospel".

Heute klingen die drei Brüder und ihr Cousin Matthew so roh, erdig und wild wie schon lange keine Rockband mehr. Beim ersten Hören wirken die ekstatischen Songs noch primitiv wie ein Vulkanausbruch und als seien die 70er Jahre nie vergangen. Doch schon bald setzt sich diese urtümliche Essenz aus Blues, Country und Garagen-Punk unweigerlich im Ohr fest. Ein wenig hoch gegriffen scheint dennoch die Prognose des "NME" für die Kings of Leon: "Sie sind für 2003, was Oasis 1994 und die Strokes 2001 waren. Ehre den Königen."


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