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The Pipettes: Pop-Perlen mit Pünktchen

Mit gepunkteten Mini-Kleidern und einem Himmel voller eingängiger Popsongs bringen drei Damen aus Brighton die Sechziger Jahre zurück. Die Pipettes bestechen nicht optisch, sondern vor allem durch ihre musikalische Raffinesse.

Wenn Mädchen in gepunkteten Kleidern und mit synchronen Tanzschritten statt Instrumenten auftreten, werden Wortführerinnen der Emanzipation gerne mal misstrauisch - das hatten wir doch schon hinter uns, oder? Die Pipettes werden ihnen zwar nicht gleich den Hintern versohlen, aber eine ähnliche Funktion kommt den schnellen, schlagfertigen und durchgeknallten Songs des Trios Rose, Beckie und Gwenno schon zu, sie kokettieren massiv mit dem "Weibsbild" der 60er Jahre, dem goldenen Jahrzehnt der Popmusik.

Die Pipettes kommen aus dem britischen Seebad Brighton, das seit der Rockoper "Quadrophenia" einen festen Platz im Reiseprospekt der Popmusik hat, ihnen zur Seite stehen die mit Schlips und College-Strickwesten ausgestatteten Cassettes, drei männliche Musiker, die ihre Brötchen bei Electric Soft Parade und den Brakes verdienen. Das hier ist eine heiße Spaßplatte mit unglaublich guten und unglaublich sehnsüchtigen Texten geworden, mit Melodien, die im Turbo um jede Ecke kurven, und vorne steht schon ein Himmel voller Geigen.

Phil Spector wäre neidisch

14 Songs, 33 Minuten Spielzeit, kein Hu-hüü-hu-hu zu viel - diese Songs packen uns mit dem rechten Arm und legen uns mit dem linken in null Komma nichts flach. Dass die Erinnerung jeder Person aus der Discoklasse Ü40 dabei ein paar Haken schlägt und bei den Shangri-Las und den Ronettes landet, ist unvermeidbar. Wall-Of-Sound-Erfinder Phil Spector wäre, würde er noch in den Studios walten, neidisch geworden auf den Job, den das Produzenten-Duo Andy Dragazis und Gareth Parton (vom Go! Team aus Brighton) hier hatte. "We Are The Pipettes, We Will Drop You In Our Net When You're Crying In Your Bed." Einen aufmunternderen Refrain hat man in den letzten zehn Jahren wohl auch kaum gehört.

Frank Sawatzki/AP

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(