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Wacken Open Air 2015: Knietief im Schlamm rockt es sich genauso gut

Ein richtiger Metal-Fan lässt sich nicht vom Wetter abschrecken: Das Wacken-Festival 2015 ist am Donnerstagabend mit einer Mischung aus Regen, Wind und Metal gestartet.

Wacken Open Air trotz starker Regenfälle gestartet

Am Anreisetag des Wacken Open Air stand ein Großteil der Campingplätze unter Wasser

Nach einem durchnässten Anreisetag ist das 26. Wacken Open Air offiziell gestartet. Die Metal-Fans hofften noch auf Sonnenstrahlen - während die Bundeswehr den durchfrorenen Besuchern einheizte.

Zehntausende Fans haben in Wacken den Start des Heavy-Metal-Festivals gefeiert. Inmitten einer Schlammlandschaft eröffnete die Band Skyline am Donnerstag das dreitägige Spektakel. Mit Gründer Thomas Jensen war die Gruppe schon bei der ersten Ausgabe des Wacken Open Air (W:O:A) vor 25 Jahren aufgetreten.

Premiere feierte das Musikkorps der Bundeswehr, das gemeinsam mit der Band U.D.O. am Nachmittag auf einer der Hauptbühnen rockte. Es begeisterte dabei Tausende Headbangers, die mehr als eine Stunde bei starkem Wind und Nieselregen feierten.

Wacken Open Air 2015: Eine letzte Pommesgabel, bitte
Und dann kommt doch noch die Sonne raus ...

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Heavy Metal und Wrestling

Die Veranstalter rechnen an den drei Festivaltagen mit bis zu 75.000 Besuchern, die das Dorf Wacken bis zum Wochenende zum internationalen Zentrum der Hardrock-Szene machen sollen. Das Festival gilt nach Angaben der Veranstalter als größtes Heavy-Metal-Ereignis der Welt. Die 160 Euro teuren Karten waren bereits im Vorverkauf vor einem Jahr nach 12 Stunden ausverkauft.

Am Donnerstagabend standen unter anderem In Extremo und Savatage auf der Bühne stehen. Insgesamt wollen bei dem Heavy-Metal-Festival mehr als 100 Bands auftreten, zusätzlich findet jeden Tag ein Wrestling-Spektakel auf den Bühnen statt. Ein letzter Höhepunkt im diesjährigen Festival soll am Samstagabend der Auftritt von Judas Priest werden.

250 Rettungseinsätze in den ersten 24 Stunden

Am ersten Festivaltag hatte sich der 240 Hektar große Partyacker in ein knöcheltiefes Matschfeld verwandelt. Nach Regengüssen mit mehr als 30 Litern pro Quadratmetern in der Nacht forderten Veranstalter und Polizei die Besucher auf, nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Anfahrtswege waren gesperrt, Shuttlebusse konnten nicht zum Festivalgelände fahren. 

Abpumpfahrzeuge mussten mehrmals täglich den Acker von den Wassermassen befreien. "Viele der Metal-Fans haben einfach die falschen Schuhe an. Um die Matschwiesen zu umgehen, versuchen sie dann, über die Zäune zu klettern", sagte ein Sicherheitsmann. Die Rettungskräfte zählten innerhalb der ersten 24 Stunden knapp 250 Einsätze.

jho / DPA
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