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Verwechslung Fehler in der "Tagesschau" - Jan Hofer korrigiert Namen während der Sendung

Jan Hofer ist Chefsprecher der "Tagesschau" auf ARD
Jan Hofer, Chefsprecher der "Tagesschau", stellte den Fehler noch während der Sendung richtig
© Sina Schuldt/DPA
Bei der "Tagesschau" hat sich am Sonntagabend der Fehlerteufel eingeschlichen. Sprecher Jan Hofer wandte sich noch während der Sendung an die Zuschauer und stellte den Fauxpas richtig.

Das gibt es bei der "Tagesschau" in der ARD nicht allzu häufig: Am Sonntagabend wandte sich Sprecher Jan Hofer nach dem Wetter noch einmal kurz an die Zuschauer: "Und hier noch eine Richtigstellung". Im Bericht über die Bundesautobahnen "ist uns leider ein Fehler unterlaufen", sagte er.  Was war passiert?

Im Beitrag kamen verschiedene Politiker mit ihren Bedenken zur geplanten Infrastrukturgesellschaft zu Wort. Darunter auch der Unionsabgeordnete Ulrich Lange - so zumindest stand es in der eingeblendeten Bauchbinde. Blöd nur, dass gar nicht Ulrich Lange dazu gezeigt wurde. "Wir wollen da Transparenz, Klarheit und sagen: Auch die Autobahnen sind Gemeingut", sprach eigentlich CDU-Mann Norbert Brackmann. Fälschlicherweise wurde er aber als der 15 Jahre jüngere CSU-Mann Urlich Lange ausgegeben.

"Tagesschau"-Sprecher Hofer klärte den Fehler kurz und bündig auf und verabschiedete seine Gäste mit einem Verweis auf die Tagesthemen. In der ARD-Mediathek ist die Folge abrufbar.

Diskussion um Infrastrukturgesellschaft

Diskussionen um die Autobahn-Pläne gibt es übrigens, weil viele Politiker fürchten, dass die Hürden in dem geplanten Gesetz für private Investoren nicht groß genug seien. Die noch zu gründende Infrastrukturgesellschaft soll das deutsche Autobahnnetz verwalten, das künftig von Lkw- und Pkw-Maut finanziert werden soll. "Das Eigentum an den Bundesautobahnen bleibt im öffentlichen Eigentum, der Bund bleibt Eigentümer", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Auch die Union schließt die Privatisierung der Fernstraßengesellschaft kategorisch aus.

Das unveräußerliche Eigentum der Infrastrukturgesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften soll im Grundgesetz festgeschrieben werden. Die Koalition will zudem umstrittene Straßenbauprojekte in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP), also mit Beteiligung von Investoren, nur bei Einzelprojekten erlauben.

fin mit Agentur DPA

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