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"The Voice of Germany"-Sieger 29 Jahre, aus Thüringen und Vater einer Tochter: Das ist Sebastian Krenz

Sebastian Krenz
Sebastian Krenz ist der Sieger der elften Staffel "The Voice of Germany"
© Britta Pedersen / Picture Alliance
Sebastian Krenz und sein Coach Johannes Oerding sind die Gewinner der elften Staffel "The Voice of Germany". Der 29-Jährige überzeugte direkt mit seinem ersten Auftritt. Das müssen Sie über ihn wissen.

Seine Reise bei "The Voice of Germany" begann mit einem gebrochenen Arm. Nach einem Motorradunfall trat Sebastian Krenz bei den "Blind Auditions" mit einem Gips an. Für seine Verletzung interessierte sich allerdings keiner der vier Coaches. Dafür buhlten alle um den 29-Jährigen, der zuvor "Still Loving You" von den Scorpions gesungen hatte und sogar eine Zugabe spielen durfte. "Unfassbar! Wie kann man so singen?", urteilte Sarah Connor. "Was hast du für eine Range? Die ist ja unendlich. Du hast uns komplett umgehauen", meinte Nico Santos. Am Ende entschied sich Krenz für Johannes Oerding als Coach.

Eine Zusammenarbeit, die die beiden bis ins Finale von "The Voice" führte – und Krenz am Sonntagabend zum Sieger der elften Staffel machte. 36,29 Prozent der Zuschauer hatten für den 29-Jährigen angerufen und damit die Kandidatinnen von Nico Santos und Sarah Connor auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Besonders bitter: Mark Forster konnte in seinem sechsten Jahr als Coach wieder keinen Sieg einfahren, landete mit seinem Duo Florian und Charlene Gallant sogar abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Sebastian Krenz und Johannes Oerding gewinnen "The Voice"

Dafür triumphierte Sebastian Krenz und machte seinen Coach Johannes Oerding direkt bei seiner ersten "The Voice"-Teilnahme zum Sieger. "Das ist in erster Linie Sebastians Verdienst. Ich habe da eigentlich keine großen Aktien drin. Ich war immer nur da und habe gesagt: 'Wir gewinnen das Ding'. Aber am Ende habt ihr angerufen und entschieden. Dafür tausend Küsse, Herzen und ein inniges Dankeschön", sagte Oerding in einer Instagram-Story. Krenz selbst nannte seinen Sieg nur "krass" und "krank", er müsse das alles erstmal verarbeiten.

Dass die Musiker Max Giesinger und Wincent Weiss ein wenig die Werbetrommel für Oerdings Finalisten rührten, dürfte nicht geschadet haben. "Johannes Oerding liebt es, zu gewinnen. Er hat ein wahnsinnig gutes Talent am Start, geiler Typ. Ruft für Johannes Oerding an und macht ihm zum glücklichsten Menschen dieses Tages, vielleicht sogar dieses Jahres", sagte Giesinger in einer Instagram-Story.

Sebastian Krenz selbst punktete in der ganzen Staffel nicht nur mit seinem Talent, sondern auch mit seinem bescheidenen Auftreten und seinem Humor. Der 29-Jährige ist Vater einer vierjährigen Tochter, mit der Mutter des Mädchens ist er nicht mehr zusammen. In seinem thüringischen Heimatort Oppurg in der Nähe von Jena hat er ein Haus gekauft, das er seit mehreren Jahren gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Max renoviert. Die Brüder stehen sich so nahe, dass sie sich gegenseitig ihre Namen tätowieren ließen.

"The Voice"-Sieger Sebastian Krenz hat eine eigene Band

Musik macht Krenz seit seinem vierten Lebensjahr. Er begann mit Trompete, später kamen auch Klavier und Gitarre hinzu. Mit seiner Band Hashtag trat er auf lokalen Bühnen auf, performte Rock- und Popklassiker. Musik, die ihm auch bei "The Voice of Germany" zum Durchmarsch verhalf. In den "Battles" setzte er sich mit "Walk This Way" von Aerosmith durch. Bei den "Sing Offs" brachte ihn "Always" von Bon Jovi eine Runde weiter. Vorm Einzug ins Finale warf er ESC-Teilnehmerin Ann Sophie Dürmeyer aus dem Rennen, die ebenfalls im Team Oerding antrat.

Max-Giesinger-Interview-Vier-Album

Seine erste eigene Single "What They Call Life", die Sebastian Krenz gemeinsam mit Johannes Oerding aufgenommen hat, kletterte nach dem Finale bis auf Platz zwei der iTunes-Charts. Krenz ist Gründer einer Gesundheitsfirma und vertreibt In-Ear-Kopfhörer. Für beide Jobs dürfte er in den kommenden Monaten nicht so viel Zeit haben und auch die Renovierung seines Hauses muss nach dem "The Voice"-Sieg wohl erst einmal warten.


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