Nach dem großen Jubiläum geht es beim Deutschen Filmpreis wie gewohnt weiter: Die begehrten Goldenen Lolas, die im vergangenen Jahr zum 75. Mal verliehen wurden, zeichnen auch 2026 die Besten der Branche aus. In insgesamt 17 Kategorien werden die hiesigen Produktionen und Filmschaffenden geehrt, wobei diesmal einige ganz besondere Highlights zu den Favoriten zählen. Schauspieler Christian Friedel ("Elser", "The Zone Of Interest") moderiert in diesem Jahr abermals die große Gala, die ARD überträgt den Abend ab 19 Uhr online im Livestream sowie ab 22.20 Uhr auch im linearen Fernsehen.
Welcher Film kann in die Fußstapfen des Netflix-Dramas "September 5" treten, das im letzten Jahr neun Lolas (bei zehn Nominierungen) abräumte? Favorit ist diesmal sicherlich das historische Drama "In die Sonne schauen". Der deutsche Oscar-Kandidat und Cannes-Preisträger 2025 kann auf Preise in elf Kategorien hoffen, darunter "Bester Spielfilm", "Beste Regie" und "Bestes Drehbuch". Gute Chancen ausrechnen darf sich mit neun Nominierungen auch das deutsch-türkische Politdrama "Gelbe Briefe" von Regisseur İlker Çataks, der mit seinem Film die Berlinale in diesem Jahr gewann. Nominiert ist er unter anderem in der Kategorie "Beste Regie", ebenso wie Simon Verhoevens Film "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", der insgesamt siebenmal nominiert ist.
Wim Wenders erhält die Ehren-Lola
Mehrfache Nominierungen gab es auch für die Romanadaption "22 Bahnen", dessen Hauptdarstellerin Luna Wedler in der Kategorie "Beste weibliche Hauptrolle" gegen Senta Berger ("Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke") und Özgü Namal ("Gelbe Briefe") antritt. Für ihre männlichen Hauptrollen in den letztgenannten Filmen sind in diesem Jahr zudem Bruno Alexander und Tansu Biçer nominiert, gemeinsam mit August Diehl für seine Rolle in "Das Verschwinden des Josef Mengele".
Zwei Preisträger der "Lola26" stehen derweil schon vor der großen Gala fest: Wim Wenders bekommt den Ehrenpreis für seine herausragenden Verdienste um den deutschen Film verliehen. Der 80-Jährige sei als Filmemacher "absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos", hieß es in der Begründung des Präsidenten der Deutschen Filmakademie und Vorsitzenden der Ehrenpreis-Jury Florian Gallenberger. Die Lola für den "Besucherstärksten Film" geht an Michael "Bully" Herbig für seine Komödie "Das Kanu des Manitu", die über fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinos zog.
Deutscher Filmpreis 2026 – Fr. 29.05. – ARD: 22.20 Uhr