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"Nicht repräsentativ": Kolumnist beleidigt schwangere TV-Moderatorin - und kassiert dafür einen Shitstorm

Die niederländische TV-Moderatorin Eva Jinek hat sich vorzeitig in den Schwangerschaftsurlaub verabschiedet. Ein Zeitungsredakteur nutzt dies als Anlass für ziemlich fiese Seitenhiebe. Die Leser zeigen sich empört und lassen ihrer Wut auf Twitter freien Lauf.

Schwangere

Eine TV-Moderatorin in den Niederlanden geht ihrem Beruf auch sichtbar schwanger noch nach - einem Redakteur einer Tageszeitung stieß das offenbar auf (Symbolbild)

Picture Alliance

Was hat er sich wohl dabei gedacht? Ein Redakteur aus den hat eine Kolumne über den TV-Abgang einer schwangeren Moderatorin verfasst. Dabei lässt er die 40-Jährige nicht gut wegkommen. Die Leser sind empört. Und auch der Sender zeigt sich entsetzt, nennt den Beitrag "dumm und sexistisch".

Was war passiert? Vor zwei Wochen führte die hochschwangere Eva Jinek ein Interview mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Dabei saß sie ihm in einem Hotelzimmer gegenüber. Dies nahm ein Redakteur der Zeitung "De Limburger" zum Aufhänger, um gegen die Moderatorin zu wettern. "Sie muss es selber wissen", beginnt er in der Einleitung seiner Kolumne. "Aber repräsentativ sah es in den letzten Tagen bei Eva Jinek nicht mehr aus. Zusammengesunken in einem Stuhl mit ihren ausgestreckten Beinen sah sie dabei aus, als ob sie auf dem Campingplatz 'Der Schwitzende Otter' ist."

Schwangerschaft würde von Talent ablenken

Jinek hat beim niederländischen Sender NPO 1 eine tägliche Late-Night-Talkshow, wurde schon mehrfach als "Beste Moderatorin" ausgezeichnet. "Warum wollte sie so sehr beweisen, dass sie schwanger eine Talkshow moderieren kann?", fragt sich der Redakteur trotzdem in seiner Kolumne. Ihre Schwangerschaft würde von ihrem großen Talent ablenken. Man sollte einschalten, um "ihre Schärfe" zu bestaunen und nicht um zu sehen, ob die "Geburt noch während der Sendung" beginnt. Aber das habe sie ja "glücklicherweise noch geschafft", in dem sie eine Woche früher in den Mutterschutz gegangen sei.

Dann beginnt die Überleitung zu ihrer Nachfolgerin, der er deutlich wohlgesonnener zu sein scheint und sie als "endlich ein frisches Gesicht im Fernsehen" bezeichnet. 

Auf Twitter häufen sich die Kommentare zu dem Beitrag. Einer nennt den Redakteur einen "widerlichen Mann", der "respektlos und anstößig" ist.  Ein anderer nennt den Beitrag "beschämend" und fordert seine sofortige Entlassung. Andere nennen die Kolumne "schändlich". Eine Frau meint: "Das riecht nach einem richtigen Kindheitstrauma. Vielleicht kann Mama Maas uns sagen, wo diese Wut herkommt? "Journalistische Armut in ihrem Tiefpunkt", kommentiert ein Mann. Eine Leserin findet: "Was für eine schwache Kolumne über Eva Jinek. Wenn ein Mann schwanger werden könnte, denke ich, das er es im sechsten Monat schon nicht mehr aushalten könnte."

Der Frauenzeitschrift "Elle" war die Kolumne sogar einen ganzen Artikel wert. Demnach beweise die Kolumne zwei Dinge: "Eins: Es ist egal, wie zufrieden eine Frau ist, wie viel sie studiert hat und was sie damit bewirken kann;  sie wird immer nach ihrem Aussehen beurteilt. Zweitens: Schwangere können es nie gut machen."

Und was sagt die Moderatorin zu dem Artikel? Eva Jinek selbst hat sich zu der Kolumne bislang nicht persönlich geäußert. Und das wird sie wohl auch nicht. Ihr Management erklärte nämlich gegenüber "RTL Boulevard", man werde nicht öffentlich auf so ein "dummes und sexistisches Stück" reagieren.

jek
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo