Terra X: Liebe
Gefühle, die alles verändern

  • von Rupert Sommer
Im "Club di Giulietta" in Verona lässt sich Leon Windscheid Liebesbriefe zeigen, die an die fiktive Tragödienheldin aus dem Shakespeare-Stück geschickt werden.
Im "Club di Giulietta" in Verona lässt sich Leon Windscheid Liebesbriefe zeigen, die an die fiktive Tragödienheldin aus dem Shakespeare-Stück geschickt werden.
© ZDF/Tobias Winkel

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In einem Zweiteiler beleuchtet der Psychologe und Moderator Leon Windscheid das Phänomen der Liebe aus wissenschaftlicher und emotionaler Perspektive.

"Wenn es uns erfasst, sind wir nahezu machtlos": Sehr treffend beschreibt die Ankündigung der ZDF-Sendung "Terra X: Liebe" den Zustand des Verliebtseins. Es ist eine Explosion der Gefühle, die Menschen seit jeher fasziniert. Der Psychologe Leon Windscheid, der den zweiteiligen Beitrag präsentiert, geht der Frage nach, warum uns die Liebe in Höhenflüge versetzt, zugleich aber auch verletzlich macht. Sie zaubert unvergleichliche Glücksgefühle und stürzt uns im nächsten Moment in tiefste Abgründe, heißt es in der Ankündigung zur Sendung weiter. Als gesichert gilt jedenfalls: Das starke Gefühl der Liebe macht die Menschen süchtig auf mehr.

Im Mittelpunkt der ersten Folge steht die Entstehung von Liebe: Warum verlieben wir uns oft plötzlich und scheinbar unkontrollierbar? Welche Prozesse laufen dabei im Gehirn und im Körper ab? Und lässt sich beeinflussen, wen wir lieben? Antworten sucht Windscheid weltweit, unter anderem in Tokio, Rom, London, Zürich und Berlin. Dort trifft er auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die neue Erkenntnisse aus Psychologie, Neurowissenschaft und Verhaltensforschung liefern.

Von den Liebeslehren der Antike bis heute

Die Doku spannt einen weiten Bogen: von modernen Forschungslaboren bis in die Antike. So zeigen etwa die Liebeslehren des römischen Dichters Ovid, dass die Fragen rund um das Verlieben schon vor 2000 Jahren die Menschen beschäftigten. Gleichzeitig werden aktuelle Entwicklungen beleuchtet, etwa neue Formen von Beziehungen in Japan oder die Möglichkeiten, Gefühle neurologisch sichtbar zu machen.

Der "Terra X"-Zweiteiler will dabei mehr sein als reine Wissensvermittlung. Neben wissenschaftlichen Hintergründen liefert die Produktion auch alltagsnahe Einordnungen und Denkanstöße. Ziel sei es, "nicht nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu liefern, sondern auch hilfreiche Liebestipps für Menschen zwischen 14 bis 110 zu bieten." Unterhaltsam ist das natürlich allemal.

Der zweite Teil "Liebe – Wie sie bleibt" folgt am Sonntag, 7. Juni, ebenfalls um 19.30 Uhr, im ZDF.

Terra X: Liebe – So. 31.05. – ZDF: 19.30 Uhr

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