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Casting-Show "Germany's next Topmodel": Heidi und die Mode-Zicklein

Während bei "Germany's next Topmodel" früher Casting- und Shooting-Szenen dominierten, stehen heute die Meinungsverschiedenheiten der Zicken im Mittelpunkt. Diesmal war sogar für zwei Zicklein Schluss.

Von Elena Pelzer

Ein Live-Walk auf der Tragfläche eines Flugzeugs, Shooting mit Dr. Megavolt, Casting für eine Werbekampagne mit Mentos und ein "Skyheel-Walk" auf Mörderabsätzen - "business as usual" bei "Germany's next Topmodel", könnte man meinen. Nur eine Sache hat sich gegenüber früheren Staffeln verändert: Anstatt die Casting- und Shooting-Szenen auszuschlachten, dominieren heute die Meinungsverschiedenheiten der Casting-Zicken die Show.

Für die nötige Portion Neid und Missgunst unter den Mode-Zicklein ist auch Mama Heidi verantwortlich, indem sie die schlechtesten Kandidaten vom Shooting auswählt, damit "Rebecca jetzt mal allen zeigen kann, wie es gehen soll". Es reicht ein kleiner, zweischneidiger Kommentar, ein gezieltes Triezen, und die Mädchen kommen in Wallung. Da wird geheult, gezetert und gezickt - kurz: Konkurrenz- und Versagensängste machen sich unter den Kandidatinnen breit - wie jede Woche, nur mit immer neuen Protagonistinnen. Wie auch schon in der letzten Sendung musste eine die Herde vorzeitig verlassen: Diesmal traf es Christien, die Busenfreundin von Joana.

Heidi bringt ihre Zicklein ins Trockene

Kleinere, eher uninteressante Konflikte werden diesmal ausgeschlachtet, aufgebläht, und dramaturgisch zugespitzt. Rebecca zeigt ihren Waschbrettbauch und bekommt die coolsten Kleider, weswegen einige andere Kandidatinnen zu Furien werden oder rumheulen, Anna-Lena hat ein Autogramm in ihrer Mappe, die sie dem Kunden vorlegt und wird dafür gerügt, und Joana überlegt, ob sie die Show verlassen soll, da sie wegen der vielen Kameras nicht so richtig intim mit ihrem Freund telefonieren kann. Am Ende brachte Heidi aber auch dieses Mädchen ins Trockene: Joana nahm das Foto und bleibt somit weiter im Rennen um den Titel.

Doch es darf auch gelacht werden, in dieser Show der emotionalen Extreme: Nach der gewohnten Slapstick-Einlage mit Jorge, der die Kandidatinnen diesmal auf einen Skyheel-Walk mit ultra-hohen Absätzen vor der Jury vorbereitete, darf Marie-Luise am Ende der Folge wieder die Dita von Teese geben. Sie stellt sich dabei gewohnt ungelenk an und wird von der Jury entsprechend vorgeführt. Spott wird zum regelmäßigen Bestandteil der Sendung. Oder, um es mit den Worten von Heidi zu sagen: "Wir haben hier gewisse Regeln bei 'Germany's next Topmodel'. Da muss man sich entscheiden." Am Ende hatte die Jury sich nicht für Amira entscheiden können - sie musste ebenfalls gehen.