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Guckbefehl: Der arroganteste und beste "Sherlock" aller Zeiten

Was schaue ich als nächstes? Ganz klar: die atemberaubende Krimi-Serie "Sherlock". Benedict Cumberbatch spielt den modernenHolmes so gut, dass es besser nicht geht. Die dritte Staffel jetzt im Ersten.

Von Ulrike Klode

Worum geht's?
Die guten alten Sherlock Holmes-Fälle von Sir Arthur Conan Doyle werden modern erzählt: Sherlock Holmes hat außergewöhnliche geistige Fähigkeiten, ist ein Soziopath und fasziniert von menschlichen Abgründen und Verbrechen. Er berät New Scotland Yard in einigen spektakulären Fällen im London der Gegenwart. Ihm zur Seite steht sein Mitbewohner und Ex-Militärarzt John Watson, der für die nötige Erdung des geistigen Überfliegers sorgt. Gemeinsam kommen sie grausamen Verbrechern auf die Spur.

Und auf der Meta-Ebene?


Nö, eine Meta-Ebene hat "Sherlock" nicht zu bieten. Vermisst man aber auch keine Sekunde.

Warum muss ich das gucken?
Benedict Cumberbatch (spielt Sherlock). Benedict Cumberbatch. Benedict Cumberbatch. Martin Freeman (spielt Watson). Andrew Scott (spielt Sherlocks Erzfeind Jim Moriarty). Und: ein Seherlebnis, das es so im Fernsehen sehr selten zu sehen gibt - atemberaubende Schnitte, großartig komponierte Bilder. Achja: Benedict Cumberbatch, falls das noch nicht klar geworden sein sollte.

Wer hat's erfunden?


Ursprünglich natürlich der gute alte Sir Arthur Conan Doyle. Aber es ist die moderne Adaption, die diese Serie so reizvoll macht. Die smarten Köpfe dahinter sind Steven Moffat (ja, genau der Moffat, der Chefautor bei "Doctor Who" ist) und Mark Gatiss, die die Idee hatten, die Drehbücher schreiben und das ganze für die BBC produzieren. Mark Gatiss spielt sogar selbst eine wichtige Nebenrolle: Mycroft Holmes, Sherlocks Bruder.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Jedes noch so kleine Fitzelchen ist es wert, geschaut zu werden (Trailer! Mini-Episode im Netz!). Besonders großartig: Wenn man denkt, dass eine Folge besonders gut war, wird sie von der nächsten noch übertroffen.

Für wen ist die Serie geeignet?


Sherlock-Holmes-Fans. Benedict-Cumberbatch-Fans. Martin-Freeman-Fans. "Doctor-Who"-Fans. Aber die kennen die Serie vermutlich ohnehin alle auswendig. Wer einen guten Krimi mag, der auf moderne Art erzählt ist und vor ungewöhnlichen Charakteren nur so strotzt, ist bei "Sherlock" genau richtig.

Und sonst?


Nach Cumberbatchs Sherlock kann es im Grunde keinen anderen Sherlock mehr geben. Überlegenheit und Arroganz, vereint mit sozialer Tollpatschigkeit und Androgynie. Wahnsinn.

Wie kann ich die Serie gucken?


Die BBC hat die dritte Staffel im Januar 2014 ausgestrahlt, in Deutschland liegen die Rechte bei der ARD. Die zeigt die drei Folgen der dritten Staffel nun ab Himmelfahrt: am Donnerstag, 29. Mai, am Pfingstsonntag, 8. Juni, und am Pfingstmontag, 9. Juni, jeweils um 21.45 Uhr. Die alten Folgen laufen auf Einsfestival und im NDR. Einen Überblick über die Sendetermine gibt es bei den Kollegen von fernsehserien.de. Ansonsten: DVD oder Blu-ray, iTunes oder Watchever.

Wie lange dauert's?


Die drei Staffeln haben je drei Folgen. Ja, für eine Serie sind das sehr wenige Folgen. Dafür sind sie aber auch ungewöhnlich lang: 85 bis 90 Minuten.

Weitere Tipps für Serien-Fans gibt's hier: Guckbefehl!

Sie können der Autorin hier auf Twitter folgen: @FrauClodette.