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Kriminell gute Quoten Neues "Tatort"-Team besteht Feuertaufe


Neuen "Tatort"-Ermittlern stehen die Deutschen prinzipiell skeptisch gegenüber. Am Sonntagabend drehte sich das Personalkarussell wieder einmal, diesmal in Frankfurt. Neun Millionen Zuschauer wollten sehen, wie sich Conny Mey und Frank Steier kennenlernten.

Felsenfest und unverrückbar liegt er im Quotenmeer des Sonntagabends: der "Tatort", des Deutschen liebste Krimiserie. Nur manchmal, wenn ein neues Ermittlerteam auf Verbrecherjagd geschickt wird, kehrt ein wenig Unruhe in die Büroräume der erfolgsverwöhnten Macher ein: Schaffen es auch die neuen Köpfe, die Gunst der Zuschauer für sich zu gewinnen?

Am Sonntagabend war es einmal wieder so weit. Ohne große Abschiedsszenen wurde das Frankfurter Ermittlerduo Schüttauf-Sawatzki in den Ruhestand geschickt und durch Nina Kunzendorf und Joachim Król ersetzt. Der Wechsel ist - zumindest quotentechnisch - geglückt: 8,71 Millionen Zuschauer verfolgten laut Quotenmeter.de den Einstand "Eine bessere Welt" um 20.15 Uhr, davon 2,74 Millionen aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Mit einem Gesamtmarktanteil von 27,5 Prozent und 20,8 Prozent bei den Jüngeren war der Krimi die meistgesehene Sendung des Tages.

Nur knapp segelte Johnny Depp alias Captain Jack Sparrow den Prime-Time-Sieg in der werberelevanten Zelgruppe nach Hause. Insgesamt erreichte das Piratenabenteuer zwar nur 3,43 Millionen Zuschauer, zeigte sich mit 2,62 Millionen bei den Jüngeren aber äußerst stark (21,2 Prozent Marktanteil).

Als völliger Rohrkrepierer erwies sich dagegen der Versuch von RTL II, erneut ins Gewinnspiel-Genre einzusteigen. Vollmundig hatte der Privatsender seine dreistündige Sendung "Bingo! Bingo!" als "größte Gewinnshow Deutschlands" angekündigt. Doch letztlich schalteten nur 0,46 Millionen Zuschauer zu, als sich die Moderatoren Jan Herold und Ross Antony auf die Spuren des 'Bingobären' Michael Thürnau begaben.

jwi

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