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Trash-TV : Dschungelcamp und Co. – Wer sind die Figuren, die sich da öffentlich vorführen lassen?

Sie lassen sich bei "Promi Big Brother" in Container sperren, sie laufen nackt über Inseln, sie gieren nach einer neuen Liebe. Vor einem Millionenpublikum. Wer sind diese Menschen? Warum machen sie diesen Quatsch mit? Eine Erkundungsreise in die unteren Etagen der Fernsehunterhaltung.

Von Jochen Siemens

"Promi Big Brother" und Co.: Wer sind all diese Trash-TV Teilnehmer?

Aus dem Container entlassen: die Teilnehmer der "Promi Big Brother"-Show von 2017. Vorn der Sieger Jens Hilbert

Neulich, Montagabend, schönster Satz im Fernsehen von Micaela Schäfer, irgendwie Model, aber meist bekannt als nackter Arbeitsnachweis plastischer Chirurgen. Schäfer plumpsen also ein paar Weintrauben auf den Kopf, sie ruft "Ieeh" und "Nein" und sagt: "Ich hatte Angst, dass mir die Trauben mein teures Gesicht zerschmettern." Kurzes Betasten der Wangen, "ist ja komplett alles Plastik".

Promi-Tochter: Patricia Blanco (mit ihrem Partner Nico Gollnick)

Promi-Tochter: Patricia Blanco (mit ihrem Partner Nico Gollnick)

Wo passiert so etwas? Im "Sommerhaus der Stars" auf RTL: Acht Paare wohnen in einem Haus irgendwo in Portugal, gruppendynamisches Nitroglyzerin, ein bisschen schütteln, und schon geht's hoch. "Wir sind nicht hier, um Freunde zu finden", sagte der tonnige Frank Fussbroich, Veteran des Reality-TV, schon beim Einzug. Alle Sommerhausbewohner hocken mal auf Polstermöbeln, mal auf Campingstühlen, die sich unter den männlichen Plauzen schon gefährlich biegen. Die meisten von ihnen reden dieses "Die, wo ich, ich sach mal, dachte"-Deutsch. Klingt wie morgens auf dem Campingplatz.

Wer guckt dabei zu?

Und das sollen Stars sein? Bisher nicht, aber so geht Fernsehen heute: Hast du keine Stars, mach dir welche.

Peer Kusmagk und Thomas Rupprath im Dschungelcamp 2011

Peer Kusmagk und Thomas Rupprath im Dschungelcamp 2011

Und das Fernsehen macht sich reichlich davon. Wie aus einer ratternden Fabrik kommen Jahr für Jahr gut 20 neue junge Frauen in die Villa des "Bachelor" (RTL), 20 und mehr "Mädels" auf den Laufsteg von Heidi Klum (Pro Sieben), ein Dutzend Altbekannte in den "Promi Big Brother"-Container (Sat 1). Plus natürlich die zwölf Bewohner des Dschungelcamps (wieder RTL). Auch der Sender Vox sucht laufend Teilnehmer für seine Shows, darunter "Shopping Queen", "Das Vorstellungsgespräch" und die Singlebörse "First Dates".

Promi-Junggesellin: Jessica Paszka (mit David Friedrich)

Promi-Junggesellin: Jessica Paszka (mit David Friedrich)

Grob geschätzt braucht das Privatfernsehen weit mehr als 100 solcher Teilnehmer und Kandidaten pro Jahr. Denn es vergeht kaum eine Woche, in der auf der Mattscheibe nicht irgendwelche Teilnehmer oder Kandidaten mal angezogen, mal halb nackt oder ganz nackt auf einem Haufen sitzen. Sie tun dabei meist nicht viel mehr als Psycho-Topfschlagen zu spielen, aus ihrem oft langweiligen Leben zu erzählen oder über andere zu lästern.

"Weißt du, woher die kommt? Die kommt von Aldi an der Kasse", so sagte Willi Herren, der vor langer Zeit mal einen Jungkriminellen in der "Lindenstraße" spielte. Er meinte damit eine Mitkandidatin bei "Promi Big Brother", mit der er "seinen Spaß" gehabt habe, doch nun müsse er das seiner Frau erklären, der "Baustelle" zu Hause.

Wer dabei zuguckt? Die anderen, die auch gern aus ihrem Leben erzählen und über andere lästern, vielleicht heimlich auch in emotionalen "Baustellen" leben oder die gern ihren neuen Mercer mit baren Scheinchen bezahlen würden, wie es "Malle"-Jens Büchner im "Sommerhaus" herausprahlte.

Eine Glotze voller Narren: Micaela Schäfer und Felix Steiner üben Einparken ("Sommerhaus der Stars")

Eine Glotze voller Narren: Micaela Schäfer und Felix Steiner üben Einparken ("Sommerhaus der Stars")

Wer da zuguckt? Na, wir, die Zuschauer vor dem Fernseher.

Was 2000 mit der Container-Show "Big Brother" auf RTL 2 anfing und belächelt wurde als kurzlebiges Phänomen mit einem Publikumsliebling, der Zlatko hieß, ist heute bei vielen Sendern das Fundament des Programms und wichtiger Quotengarant. Das Dschungelcamp "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" holt um die sechs Millionen, "Der Bachelor" und "Let's Dance" bis zu 3,5 Millionen, "Germany's Next Topmodel" etwa 2,5 Millionen. Und jetzt das "Sommerhaus" mit 2,43 Millionen bei der ersten Folge. Nur mal zum Vergleich: Die ARD-Kulturschau "Titel, Thesen, Temperamente" hat sonntags im Schnitt 1,1 Millionen Zuschauer.

Promi-Busen: Micaela Schäfer (mit Gabriella De Almeida Rinne)

Promi-Busen: Micaela Schäfer (mit Gabriella De Almeida Rinne)

Von Trash-TV zu "Mitte-TV"

Was die Shows eint: Sie haben überschaubare Produktionskosten, die von teilweise gigantischen Werbeblöcken wieder eingespielt werden. 2017 nahm der Sender Pro Sieben allein für die erste Folge der damaligen Staffel von "Topmodel" 3,8 Millionen Euro an Werbung ein und stopfte 89 Spots in die 135minütige Sendung. Bei "Ich bin ein Star" sprudelt es ähnlich. 2,3 Millionen Euro Werbeeinnahmen blieben 2017 nach jeder Folge in der RTL-Kasse, so die Schätzung der Werbeindustrie.

So ist aus dem einstigen Trash-TV längst "Mitte-TV" geworden. Jens Oliver Haas, Redakteur bei "Ich bin ein Star", erzählte einmal, dass die Camp-Sause den höchsten Akademikeranteil aller RTL-Sendungen habe, und es heißt, jeder dritte Zuschauer (nicht Kandidat) habe da Abitur. Und die Container-Shows haben auch längst den Ritterschlag vom Feuilleton erhalten. Sie gelten als ironisch wertvolle Unterhaltung, die man sich anschauen kann wie eine Arte-Doku über einen neu entdeckten Stamm im Amazonas-Urwald, nur eben mit Brigitte Nielsen oder Bata Illic am Lagerfeuer und Patricia Blanco im Sommerhaus am Zapfhahn. Oder als psychologische Ödipus-Studie zum Thema Erotik, wenn der Gockel im "Bachelor" schwärmt: "Michelle erinnert mich sehr an meine Oma."

Marc Terenzi als Dschungelkönig 2017

Marc Terenzi als Dschungelkönig 2017

Nur, wer sind die Männer und Frauen, die sich in diese geschlossenen Anstalten mit 24-Stunden-Überwachung trauen? Paul Janke ist so einer. Janke tritt auf bei "Promi Big Brother", "Ninja Warrior" oder wo sonst Kandidaten gebraucht werden. Und neulich machte sogar der Media Markt unter der Überschrift "Trash TV" mit ihm Werbung. Janke, 36, Hamburger und gelernter Kaufmann, weiß, dass er eigentlich nichts Besonderes beherrscht. Er kann nicht gut singen, nicht besonders schauspielern, und ein Sportheld ist er auch nicht. Seinen Job beschreibt er so: "Wenn ich irgendwo hinkomme, haben die Menschen gute Laune." Das liegt auch an seiner Erscheinung: immer kaum zu bändigende blonde Haare, sehr weiße Zähne und alles andere fasertief athletisch. Im Fernsehen nennen sie das "Produktverlass".

Promi-Strahlemann: Paul Janke auf Ibiza

Promi-Strahlemann: Paul Janke auf Ibiza

An einem Sommernachmittag läuft Janke in Hamburg an einem Hochhaus herunter. Er ist angeseilt und abgesichert, und es passen eine Menge Menschen auf, dass hier nichts passiert. Janke hopst die Wand herunter, grinst und macht seinen Job: Paul Janke sein. Diesmal für einen Schokoladenhersteller, der mit dem Haus-Stunt irgendetwas mit "Gemeinsam schaffen wir das" vorführen will. Neben ihm sind auch andere Prominente angeseilt, Lilly Becker, Simone Ballack, Natascha Ochsenknecht. Und Leonard Freier. Wer?

Freier war ein "Bachelor", der seine Freundin verließ, um im Fernsehen unter 22 Frauen sein Herzblatt zu finden, es aber nicht fand. Nach der Show kehrte er zu seiner Freundin zurück, die er dann heiratete, wie RTL berichtete. Wahres Leben oder Show?

Promi-Auswanderer: Jens Büchner (mit Ehefrau Daniela)

Promi-Auswanderer: Jens Büchner (mit Ehefrau Daniela)

Endemol produziert die "Promi Big Brother"-Show

Paul Janke war 2009 einmal "Mister Hamburg", und danach schrieben ihn die Macher vom "Bachelor" auf Facebook an, ob er sich vorstellen könne … Er konnte. "Ich wollte das mal ausprobieren." Das war 2012, und noch heute sagen die Frauen vor dem Hochhaus, Janke sei "der einzig wahre Bachelor" gewesen. Deswegen hat er immer überall rote Rosen dabei, die er verteilt, wenn er irgendwo auftritt. Es gibt aber auch ein paar Frauen, die an diesem Nachmittag verwirrt sind, denn ihr Paul, der hier eben am Hochhaus hangelte, müsste doch eigentlich im fernen Asien in der "Bachelor in Paradise"-Show sein. Jedenfalls hätten sie ihn da gestern im Fernsehen gesehen. Doch ein klärendes "Ey, das ist doch 'ne Aufzeichnung" entwirrt das Problem.

Karriere gemacht: Sarina Nowak war 2009 bei "Germany’s Next Topmodel", heute arbeitet sie als Model in Amerika

Karriere gemacht: Sarina Nowak war 2009 bei "Germany’s Next Topmodel", heute arbeitet sie als Model in Amerika

Janke, Freier und die vielen anderen sind der Nachschub in einer Unterhaltungswelt, in der sich zwei extreme Verhaltensweisen so nahe sind wie nie zuvor: der Narzissmus der Darsteller und der Voyeurismus des Publikums. Der Motivationstrainer und Buchautor ("Senkrechtstarter") Rolf Schmiel sagt: "Narzisstische Menschen nehmen alles in Kauf. Sie haben das Bedürfnis, wahrgenommen zu werden, sodass sie bereit sind, jeden Preis dafür zu zahlen." Und die Voyeure, wir Zuschauer, urteilen und richten über diejenigen, die sich da zum Affen machen und Privates, Banales und Intimes zur Schau stellen. Oder Bizarres: Im Dschungel kauten die Teilnehmer an Krokodilpenissen. Und beim "Topmodel" wurden sie in komischen Kleidern an Schiffskränen hochgezogen.

Promi-Kölner: Frank Fussbroich (mit Ehefrau Elke)

Promi-Kölner: Frank Fussbroich (mit Ehefrau Elke)

Egal, wie schräg und unappetitlich: Der Andrang von Novizen, die ins Licht wollen, sowie von verblassten Ex-Prominenten, die zurück ins Licht wollen, hält an. Rainer Laux, der Produzent von "Promi Big Brother", sagt, dass ihn jedes Jahr um die 100 Kandidaten-Bewerbungen erreichten. Interessant davon seien aber nur 10 Prozent. Laux ist einer der erfahrensten Macher in diesem Gewerbe. Für die Firma Endemol produzierte er die ersten "Big Brother"-Staffeln. Nach einer Pause kehrte er 2014 zu Endemol zurück und übernahm die "Promi Big Brother"-Show.

Für "Ich bin ein Star", so erzählt ein Brancheninsider, sei die Liste der Bettelnden 400 Namen lang. Die einstige Warnung Erich Kästners, "Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken", ist längst obsolet geworden: Die Trash-TV-Kandidaten schütten den Kakao des Ruhms in sich hinein wie Verdurstende. Und so passt es, dass die Kandidatenfahnder der TV-Sender ihren Nachschub heute verstärkt in den sozialen Netzen suchen. Es sei nützlich, sagt Rainer Laux, es mit einer Generation zu tun zu haben, "die sich auf Youtube und Instagram professionell darstellt".

Immer mit einer Rose in der Hand: Paul Janke, für viele Zuschauerinnen der "einzig wahre Bachelor"

Immer mit einer Rose in der Hand: Paul Janke, für viele Zuschauerinnen der "einzig wahre Bachelor"

100.000 Euro und mehr

Was aber treibt die Menschen ins Fernsehen? Der ehemalige Fußball-Profi David Odonkor soll nicht wegen der geschätzten 95.000 Euro Gage in den Container gestiegen sein. Nein: Sein Aufmerksamkeitskonto war zur Neige gegangen, er fühlte sich wohl einfach nicht mehr bekannt genug. Andere Einst-Stars interessiert die Summe, die ihnen geboten wird: 100.000 oder 150.000 Euro oder wie jüngst bei Tony Marshall 300.000 Euro, der seine Teilnahme im Dschungelcamp allerdings aus gesundheitlichen Gründen ablehnte. Eine dritte Gruppe betreibt kühle Karriereplanung: Nach dem Dschungelcamp hoffen sie auf das "Promi Dinner", auf "Let's Dance" oder wollen einfach nur zu einer Schuhboutique-Eröffnung weitergereicht werden. "Es haben sich viele neue Türen geöffnet", sagt etwa Natascha Ochsenknecht, die davon lebt, mal die Frau des Schauspielers Uwe Ochsenknecht gewesen zu sein, über ihre Zeit nach "Ich bin ein Star".

Rudellästern im "Sommerhaus der Stars"

Rudellästern im "Sommerhaus der Stars"

Auf den großen Auftritt im TV folgt oft das, was man früher "tingeln" nannte: Diskotheken-Auftritte oder einfach nur ein roter Teppich vor irgendwas. Hauptsache, es wird fotografiert. Mit Werbeverträgen oder der bloßen Anwesenheit bei einer Autohauseröffnung lassen sich 100.000 Euro und mehr im Jahr verdienen. Eine, die in dieser neuen Dienstleistungswelt gut lebt, ist Jessica Paszka, 28, Tochter polnischer Eltern und gelernte Bürokauffrau aus Essen. Sie nennt sich heute eine "selbstständige Unternehmerin". Paszka ist eine Gewinnerin der jungen Branche. Auch sie wurde 2014 im Internet von der "Bachelor"-Redaktion entdeckt, zögerte zuerst, "aber meine Mutter hat mich dazu überredet, etwas Verrücktes zu tun". Sie schaffte es nur auf den fünften Platz, aber sie fiel auf. Danach der Promi-Container, 2018 "Let's Dance", einen Song hat sie auch veröffentlicht, und zur erotischen Unterfütterung ihres Marktwerts ist sie nackt im "Playboy" gewesen. Bei Instagram folgen ihr rund 450.000 Menschen, die da eigentlich nichts Besonderes mitansehen.

Sarah Harrison, bekannt aus "Bachelor", "Shopping Queen", "Big Brother". Letzter Status: will nach L. A. ziehen

Sarah Harrison, bekannt aus "Bachelor", "Shopping Queen", "Big Brother". Letzter Status: will nach L. A. ziehen

Es ist die Aufmerksamkeit, die Paszka "sehr angenehm geworden ist", wie sie sagt. "Ich genieße diese Art von Fans. Ich bin sehr stolz, dass sich Frauen in mir wiederfinden können." Selbst aus einer kosmetischen Po- und Brustoptimierung macht Paszka kein Geheimnis, aber sie versteht es auch, ihr Image zu kontrollieren. Ganz so freizügig will sie nicht mehr sein: "Alles von dem, was ich schon mal gemacht habe, würde ich nicht wiederholen. Aber für alles andere: Sag niemals nie."

Dass Paszka dann beim militanten Tanztee "Let's Dance" schon früh ausschied, interessierte niemanden so richtig. Genauso wenig wie die Frage, ob je ein Bachelor seine Traumfrau gefunden hat (hat er nicht) oder ob die Krone des Dschungelkönigs nach Sendeschluss irgendeinen Wert hat (hat sie nicht). Es gilt das Grundgesetz des Fernsehens: Die Show ist der Star, und für die Kandidaten interessiert man sich, solange sie in der Show sind.

Immer wieder Bling-Bling: Bert Wollersheim (früher im Rotlichtmilieu aktiv, hier mit Bobby Anne Baker)

Immer wieder Bling-Bling: Bert Wollersheim (früher im Rotlichtmilieu aktiv, hier mit Bobby Anne Baker)

"Es ist ein Spiel, und die Prominenten spielen es freiwillig mit. Sie befriedigen damit auch ihr Geltungsbedürfnis", sagt Peter Walschburger, Psychologie-Professor an der FU Berlin. Mitleid könne man da nicht haben, fand auch der verstorbene Dschungelcamp-Moderator Dirk Bach: "Wir haben hier nicht zehn wehrlose Hartz-IV-Empfänger eingeschlossen, sondern zehn Prominente, deren Beruf es ist, in diesem Medium zu leben." Jeder, ob prominent oder viertelprominent, hat die Wahl, da mitzumachen oder nicht. Oder wie es der Produzent Laux erzählt: "Die eine Hälfte, die wir anrufen, sagt: 'Niemals', und legt auf. Die andere Hälfte überlegt: 'Warum eigentlich nicht?'"

"Adam sucht Eva"

Einer von denen, die nicht gleich auflegen, ist Peer Kusmagk. Der ehemalige "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Schauspieler und einstige Dschungelkönig ist einer der lässigen Reisenden im Trash-Fernsehen. In der Show "Adam sucht Eva" suchte und fand er splitternackt auf einer Insel ein ebenfalls nacktes Herzblatt. Nackt? "Damit hatte ich kein Problem, das erlebt man doch an jedem FKK-Strand auch", sagt er. Für Kusmagk war "es eine Erfahrung, die mich gereizt hat, etwas auszuprobieren, um die Liebe zu finden". Der Trick, die Würde zu behalten, liege darin, "so etwas offensiv zu machen, sich darauf einzulassen und auch einen Plan zu haben". Dass sein Plan dann übererfüllt wurde, hatte Kusmagk nicht vorhergesehen. Er traf auf der Insel die Profi-Surferin Janni Hönscheid, mit der er heute zusammenlebt und ein Kind hat. Die beiden sind wohl die Einzigen, die eine TV-Show mal ganz ernst genommen haben.