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Schauspiel-Star: "Nur noch seltsam": Heinz Hoenig zieht über den "Tatort" her - und spielt am Sonntag mit

Von der "Tatort"-Reihe hält Schauspieler Heinz Hoenig nicht viel. Das hält ihn allerdings nicht davon ab, in der am Sonntag ausgestrahlten Folge mitzuwirken. Dafür hat er seine Gründe.

"Tatort" mit Heinz Hoenig

Im neuen "Tatort" aus Ludwigshafen spielt Heinz Hoenig einen Krankenhauspfarrer

ARD

Er ist eine deutsche Schauspiellegende. Heinz Hoenig hat seit den 70er Jahren in unzähligen Fernseh- und Kinofilmen mitgewirkt. Er spielte in Wolfgang Petersens Welterfolg "Das Boot" ebenso mit wie in den großen Dieter-Wedel-Mehrteilern, dazu trat er in unzähligen TV-Serien auf. 

Eine ganze Weile war es still geworden um den 67-Jährigen, doch sein Auftritt in der ProSieben-Sendung "The Masked Singer" hat ihn wieder ins öffentliche Bewusstsein zurückgerufen. In der Verkleidungsshow trat Hoenig als Kakadu auf.

Heinz Hoenig als Geistlicher im "Tatort"

Auch in dem am Sonntag ausgestrahlten "Tatort" (20.15 Uhr in der ARD) ist der Schauspieler zu sehen. Hoenig spielt darin einen Gefängnispfarrer, der gegen weit reichende Eingriffe in das menschliche Gehirn aufbegehrt. Eine ungewöhnliche Rolle, denn der Schauspieler hält nicht viel von der Krimireihe. "Die meisten 'Tatorte' sind ja nur noch seltsam", sagt er im Interview mit der "Bild"-Zeitung. Jedes Dorf habe mittlerweile seinen eigenen Krimi. "Und das sind meistens uncoole Nummern. Man weiß gar nicht mehr, was die da aufklären." Für die Ludwigshafener "Tatort"-Folge "Maleficius" mit Ulrike Folkerts machte er aber eine Ausnahme. "Dieser hatte gute Gewürze", so Hoenig. "Wenn ich die mag, dann sage ich auch gerne zu.“

Im Laufe seiner Karriere ist der in Bayern geborene Künstler bereits sehr oft in "Tatort"-Folgen aufgetreten. Tatsächlich hätte es für den kantigen Darsteller auch die Möglichkeit gegeben, ein fester Ermittler zu werden, wie Hoenig im Interview erzählt. Das habe man ihm mehrfach angeboten. Er habe aber immer abgelehnt. "Einmal Kommissar, immer Kommissar. Da landet man zu leicht in einer Schublade."

Das dürfte Heinz Hoenig mit seinem aktuellen Engagement nicht passieren. Ein Krankenhauspfarrer, der gegen den Teufel kämpft, ist ungewöhnlich. Man kann verstehen, was den Schauspieler zur Übernahme dieser Rolle bewogen hat.

Quelle: "Bild"-Zeitung

che