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"Tatort" aus Köln: Bepöbelt, beleidigt, angefeindet: Dieser "Tatort" zeigt das Leid von Mobbingopfern

Ob in der Schule, im Internet oder am Arbeitsplatz - Mobbing kann jeden treffen. Das zeigt der Kölner "Tatort" erschreckend realistisch. Kommissar Schenk hat zudem ein Disziplinarverfahren am Hals, weil er eine Minderjährige belästigt haben soll.

"Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade" aus Köln

Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth (Joe Bausch, l.) und Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär, r.) finden am Ufer eines Sees die nackte Leiche von Jan Sattler

  • 3 von 5 Punkten
  • Ein realistisch inszenierter Krimi, der ein zentrales Thema unserer Zeit anreißt: Mobbing

Worum geht's?

In der Nähe einer verlassenen Villa im Wald wird die nackte Leiche von Jan Sattler gefunden. Der 17-Jährige war Abiturient an einem Gymnasium. Bei seinen Mitschülern sorgt die Nachricht von seinem Tod allerdings nicht für sonderliche Bestürzung. Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Auch die drei Jugendlichen Nadine, Lennart und Robin, mit denen Jan direkt in einer Projektgruppe zusammengearbeitet hat, geben sich unbeeindruckt. Der Einzige, den Jans Tod sichtlich mitnimmt, ist Paul Hünecke (Thomas Prenn). Die beiden Jungen führten eine Beziehung und wurden dafür in der Schule massiv gemobbt und angefeindet. Neben den Mordermittlungen muss Schenk ein weiteres Problem lösen: Er hat ein Disziplinarverfahren am Hals, weil er die minderjährige Nadine bei einer Befragung (Emma Drogunova) unsittlich berührt haben soll.

Warum lohnt sich der "Tatort"?

Zentrales Thema ist ein Problem, das heute leider allgegenwärtig ist: Mobbing. Ob in der Schule, im Internet oder am Arbeitsplatz - es wird gepöbelt, beleidigt, ausgegrenzt, angefeindet und das oftmals ohne Konsequenzen für die Täter, dafür aber mit verheerenden Folgen für die Opfer. Im Film ist es das schwule Paar Jan und Paul, das in der Schule schikaniert wurde - zum Beispiel von Nachwuchsfußballer Robin (Justus Johanssen). Der war früher mit Jan befreundet, will nach dessen Outing aber nichts mehr mit ihm zu tun haben. "Wir haben alles zusammengemacht. Und auf einmal ist er eine Tunte?", sagt er zu Ballauf in einer Szene. Es sind vor allem die jugendlichen Darsteller, die dem Krimi Gewicht verleihen. Der ruhige Lennart (Moritz Jahn), der aus gutem Hause stammt und scheinbar zum Mitläufer geworden ist. Welches Geheimnis der Junge mit sich herumschleppt, wird erst spät offenbart. Und die forsche Nadine (Emma Drogunova), deren Mutter bei Lennarts Familie putzen geht und die alles tut, um Aufmerksamkeit zu generieren. Am Ende, und das ist eigentlich das Traurigste an der Geschichte, sind die Jugendlichen zwar befreundet, mit ihren Problemen aber trotzdem allein.

Was stört?

"Kein Mitleid, keine Gnade", so der Titel dieses "Tatort" schildert ziemlich eindrücklich, was Mobbing bedeutet, bietet jedoch keine Lösung für das Problem. Man hätte sich gewünscht, dass der Film auch Vorschläge macht, wie Lehrer und Eltern auf diese Schikanen reagieren können. Auch die Ermittler wirken da ziemlich inaktiv. Der Mord wird zwar geklärt, das massive Mobbing bleibt allerdings wie so oft straffrei. Zudem gibt es eine Nebenhandlung mit dem Rettungssanitäter Farid Slimani (Karim Günes), die für die Geschichte nicht zwangsläufig wichtig ist, sondern nur ein weiteres Klischee bedient.

Die Kommissare?

Eigentlich sollte es ein lustiger Arbeitstag werden mit einer Überraschungsparty zu Schenks Geburtstag. Doch dann kommt nicht nur die Mordermittlung dazwischen, sondern ein Strafverfahren wegen Nötigung im Amt. Ein Video, in dem der Kommissar die Schülerin Nadine belästigt haben soll, macht im Internet die Runde. Freddy Schenk hat deshalb nicht nur Ärger mit seinen Kollegen und Vorgesetzten, sondern auch mit seiner Frau. Nur sein Partner Max Ballauf hält zu ihm und will die Sache um jeden Preis aufklären.

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Ein- oder Ausschalten?

Das Thema ist wichtig, die Umsetzung allerdings nur mäßig, deshalb gehört der Film nicht zum Pflichtprogramm am Sonntagabend.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?