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ARD-Krimireihe Wie es mit Til Schweiger und dem "Tatort" weitergeht

Til Schweiger als Kommissar Nick Tschiller im "Tatort: Tschill Out"
Til Schweiger als Kommissar Nick Tschiller im "Tatort: Tschill Out"
© Christine Schroeder/NDR
Nach vier Jahren Pause lief in der ARD ein neuer "Tatort" mit Til Schweiger. Rund 7,5 Millionen Zuschauer wollten den Fall "Tschill Out" sehen. Ob es weitere Episoden geben wird, verriet der 56-Jährige nun in einem Interview.

Die Quoten waren durchwachsen, trotzdem ist Til Schweiger nach der Ausstrahlung seiner jüngsten "Tatort"-Episode zufrieden. "So viel Lob von Kollegen habe ich überhaupt noch nie bekommen. Insofern sind wir happy. Ich hätte uns wahrscheinlich ein paar mehr Zuschauer gewünscht. Aber unterm Strich sind wir zufrieden", sagte der 56-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Die Folge "Tschill Out" sahen am vergangenen Sonntag 7,56 Millionen Menschen. Damit holte der Krimi zwar den Tagessieg, liegt aber trotzdem deutlich unter der durchschnittlichen Zuschauerquote des vergangenen Jahres. Die lag 2019 bei 9 Millionen pro Erstausstrahlung.

Ob und wie es mit dem Schweiger-"Tatort" weitergeht, ist bisher nicht entschieden. "Wenn wir ein gutes Drehbuch finden, machen wir weiter", sagte NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber der "Bild". Bisher würden jedoch keine entsprechenden Angebote vorliegen, deshalb will Til Schweiger in diesem Jahr erst einmal zwei Filme drehen und dann weiterschauen.

Kino-"Tatort" mit Til Schweiger war ein Flop

Im März 2013 lief der erste "Tatort" mit dem Ermittlerteam Nick Tschiller (Til Schweiger) und Yalcin Gümer (Fahri Yardim) in der ARD. Die Folge "Willkommen in Hamburg" lockte damals über 12 Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Ein Jahr später kam der Fall "Kopfgeld" auf über 10 Millionen Zuschauer. Die Fälle drei und vier verfolgten dann 8,2 beziehungsweise 7,7 Millionen Menschen im TV.

2016 brachte Schweiger den Film "Tschiller: Off Duty" sogar in die Kinos. Jedoch entwickelte sich dieser zum Flop. Auch im TV wollten den Streifen bei Erstausstrahlung nur 5,34 Millionen Zuschauer sehen. Allerdings lag das laut Schweiger an dem unglücklich gewählten Datum. Der Fall lief im Juli 2018 - parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft.

Till Schweigers neuer Tatort "Tschill Out" sorgt für einige Häme im Netz.

Kritik gab es auch immer wieder, weil die Schweiger-"Tatorte" zu viel Gewalt und Schießereien zeigen würden. Schweiger argumentierte, er wolle nur gute Actionfilme machen. Die jüngste Episode "Tschill Out" ging trotzdem einen anderen Weg, zeigte Schweiger als beurlaubten Ermittler, der gestand, dass er nach der Ermordung seiner Frau noch ganz schön viel Ballast auf der Seele trage.

Geschossen wurde trotzdem, aber bei weitem nicht so massiv wie in den vorherigen Fällen. Und Nick Tschiller stellte infrage, ob seine  Karriere beim LKA noch sinnvoll ist. "Solange du diesen Job machst, habe ich keinen Vater", sagte seine Tochter Lenny in einer Szene. Ob Schweiger als "Tatort"-Kommissar weiter macht oder den Dienst quittiert, ist also völlig offen.

jum

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