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TV-Kritik: Günther Jauch fällt Trennung von Wulff schwer

Manch aktuelles und brisantes Thema hätte es am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe gegeben. Doch Günther Jauch griff für seine Talksendung lieber auf Altbewährtes zurück: den gestürzten Bundespräsidenten.

Von Christoph Forsthoff

Auch als Talkshow-Thema ist Christian Wulff seit dem großen Zapfenstreich eigentlich endgültig erledigt, doch Günther Jauch mag sich von der Debatte um den Bundespräsidenten offenbar nicht trennen. Kein Wunder, hat der Moderator doch nach seinen arg verholperten Auftaktsendungen vergangenen Herbst mit der Causa Wulff an Profil und auch Zuschauern gewonnen.

Und so suchte der 55-Jährige denn auch am gestrigen Abend erneut nach irgendeinem Aufhänger, um doch noch einmal die Diskussion auf das gestürzte Staatsoberhaupt lenken zu können. Er fand diesen in dem vermeintlichen Sendungsthema "Wie gelingt ein Abschied in Würde?" Doch im Grunde ging es gar nicht um diese Frage. Viel mehr als eine filmische Lobeshymne auf Bremens Ex-Bürgermeister Henning Scherf - der sich denn auch artig für die Eloge bedankte - und das zweifelhafte Positivbeispiel Margot Käßmann kam nicht dabei heraus, stattdessen wurde "Der tiefe Fall des Christian Wulff" noch einmal in all seinen Facetten be- und durchleuchtet. Und mag es auch kein direktes Nachtreten gewesen sein, so wurde man als Zuschauer doch den Eindruck eines gewissen Voyeurismus nicht los.

"Sie verdienen ein Vielfaches der Bundeskanzlerin"

"Wenn wir uns mal in die Rolle von Christian Wulff hinein versetzen - was kann der Mann noch machen?“ fragte da Jauch. Oder: "Könnte man ihn jetzt nicht auch in Ruhe lassen?“ Nachforschender Journalismus oder doch eher quotenträchtige Scheinheiligkeit? Denn ein Großteil der Inhalte war bereits in den vergangenen Wochen bis zum Erbrechen durchgekaut worden: Ehrensold und Zapfenstreich, Wulffs Salamitaktik und seine "Schlachtung“ (wie es der Thüringer Linken-Fraktionsvorsitzende Bodo Ramelow nannte) durch die "Bild“-Zeitung, Vorverurteilungen und seine beruflichen Zukunftschancen.

Und da das Thema nun mal so wenig Neues hergab, wurde eifrig auf Nebenschauplätze ausgewichen wie etwa die Frage, wer denn angesichts solcher "Durchleuchtungen“ überhaupt noch Lust habe in die Politik zu gehen (Liedermacher Heinz-Rudolf Kunze verneinte dies jedenfalls ebenso wie "taz“-Chefredakteurin Ines Pohl); oder ob Politiker im Vergleich zu Wirtschaftsbossen nicht miserabel bezahlt würden, wie Scherf meinte. "Sie müssen sich auch selbstkritisch fragen, lieber Günther Jauch, was Sie so im Jahr verdienen“, hielt der SPD-Mann dem Moderator vor. "Sie verdienen ein Vielfaches der Bundeskanzlerin - halten Sie das für gerecht?“ Statt einer Antwort meinte der nur ausweichend, er habe sich darüber noch nie beklagt und bekam dann ausgerechnet von der "taz“-Chefin Rückendeckung, die einwarf, es sei ja keineswegs so, dass Politiker grundsätzlich schlecht verdienten.

Freund Kunze glaubt nicht an Wulff-Comeback

Ja, so plauderte man sich durch den Abend. Ein Wissenschaftler durfte noch ein bisschen Psychoanalyse zu Wulffs veränderter Körpersprache betreiben, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Altmaier sich in der Deutung selbiger mit Blick auf die Unterschiede zwischen den Rücktritten Scherfs und Wulffs ergehen - "Henning Scherf war am Ende einer sehr eindrucksvollen und auch erfüllten politischen Karriere“. Aha, soso, ganz was Neues. Immerhin, letzteres gab es dann doch noch, und zwar ausgerechnet von Kunze: Der wohnt nämlich nicht nur im gleichen Ort wie Wulff, Großburgwedel, sondern ist mit diesem seit zwei Jahrzehnten befreundet. Und konnte so erzählen, dass sich der Gefallene tatsächlich zur Besinnung für ein paar Tage ins Kloster begeben habe; dass er es bei dem Charakter seines Freundes durchaus für möglich halte, dass dieser "sehr sensibel“ mit dem Thema Ehrensold umgehen, ja vielleicht sogar das Geld spenden werde; und dass er nicht glaube, Wulff werde noch jemals wieder etwas in der aktiven Politik machen.

Dort wird dafür in Zukunft Joachim Gauck umso mehr mitmischen, wenn der ehemalige DDR-Bürgerrechtler am kommenden Sonntag zum neuen Bundespräsidenten gewählt wird. Dann gibt es vielleicht endlich auch wieder ein neues Thema für Jauch.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(