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TV-Tipps des Tages für den 1.1.: Ungleiche Schwestern im "Tatort"

stern.de führt Sie mit dem TV-Tipp des Tages durch den Fernseh-Dschungel. Heute: der Neujahrs-"Tatort" aus Leipizig und Damenwahl mit Tony Curtis und Jack Lemmon in "Manche mögen's heiß".

Kein guter Start für Kommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla, r.) und ihre Schwester Julia (Josephine Preuß).

Kein guter Start für Kommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla, r.) und ihre Schwester Julia (Josephine Preuß).

"Tatort: Türkischer Honig"
20.15 Uhr, ARD

KRIMI Anfangs sieht im neuen Leipziger "Tatort" alles nach einem klassischen Entführungsfall aus. Doch dann entwickelt sich die Handlung schnell zu einer Kombination aus Mordermittlung und Familiendrama. Im Zentrum des Ganzen steht Julia (Josephine Preuß), die Schwester von Kommissarin Eva Saalfeld (Simone Thomalla). Die Entführung ihrer Schwester verlangt Saalfeld einiges ab. Zumal auch die Vergangenheit ihres kriminellen Vaters eine Rolle zu spielen scheint. Als wäre das nicht genug, muss Saalfeld mit ihrem Kollegen Andreas Keppler (Martin Wuttke) auch noch der Mordfall an dem Geldverleiher Abdul Günes (Mohammad-Ali Behboudi) aufklären. Gibt es eine Verbindung zu Julias Entführung? Und was führt der Sohn des Getöteten im Schilde? Viele Fragen, die Kommissarin Saalfeld auch vor persönliche Herausforderungen stellen. Denn, nicht nur die Beziehung zu ihrem Vater, sondern auch der plötzliche Kontakt zu ihrer bisher unbekannten Schwester stellt sich als schwierig dar. Ob die Ermittlerin trotzdem einen kühlen Kopf bewahren kann und den Fall löst, erfahren die Zuschauer im ersten "Tatort" des neuen Jahres.

Ein TV-Tipp von Dominik Brück, Praktikant bei stern.de

Ein bisschen naiv ist Sugar (Marilyn Monroe) schon: Noch ahnt die Sängerin nicht, dass ihre "Kollegin" in der Badewanne in Wirklichkeit Joe (Tony Curtis) heißt und ein Mann ist.

Ein bisschen naiv ist Sugar (Marilyn Monroe) schon: Noch ahnt die Sängerin nicht, dass ihre "Kollegin" in der Badewanne in Wirklichkeit Joe (Tony Curtis) heißt und ein Mann ist.

"Manche mögen's heiß"
20.15 Uhr, 3Sat

SCREWBALL-KOMÖDIE "Well, nobody's perfect!" Der allerletzte Satz von Billy Wilders Kult-Komödie ist längst zum geflügelten Wort geworden. Lange vor Mrs. Doubtfire und Olivia Jones schmissen sich Tony Curtis und Jack Lemmon bereits 1959 in Frauenkleider, um der Rache der Mafia zu entkommen und den Kinozuschauern ein Feuerwerk an frivolen Gags zu liefern.

Wir befinden uns im Chicago der Prohibitionszeit. Die Jazz-Musiker Joe und Jerry werden zufällig Zeuge, wie sich die Mafia einiger Gegenspieler entledigt. Um nicht selbst bei den Fischen zu enden und unerkannt aus der Stadt zu fliegen, verkleiden sich die beiden als Damen und heuern bei einer Frauenkombo an. Doch damit beginnen erst die Probleme: Während Joe sich in einer bezaubernde Sängerin (Marilyn Monroe) verguckt, hat Jerry mit den Avancen eines Multimillionärs zu kämpfen. Als dann auch noch das Mafia-Syndikat seine Hauptversammlung in Joes und Jerrys Hotel abhält, wird ihnen der Boden endgültig zu heiß unter den Füßen.

Ein TV-Tipp von Jens Wiesner, freier Autor bei stern.de


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Gott vergibt, Django nie!"
23.35 Uhr, ZDF neo
ITALOWESTERN. Peng! Krach! Bumm! Was habe ich Bud Spencer und Terence Hill als Kind geliebt - und sie darum beneidet, ohne elterliche Intervention raufen zu dürfen. Ihr erster gemeinsamer Western schlägt allerdings noch ernste Töne an: Hier sind die Gangster noch echte Schurken, die meinem sechsjährigen Alter Ego ganz sicher ein paar schlaflose Nächte bereitet hätten. In Deutschland wurde der Film später umgeschnitten und im Stil der nachfolgenden, eher Slapstick-haltigen Filme als "Zwei vom Affen gebissen" neu synchronisiert. Neo zeigt jetzt die Originalfassung. Darauf vier Fäuste - für ein Halleluja natürlich! (bis 1.10)

"Angélique"
14.00 Uhr, Tele 5

SCHMONZETTE. Völliger Trash und gerade deshalb genau das richtige für einen Katertag auf dem Sofa. Tele 5 haut ab 14 Uhr die fünfteilige "Angélique"-Filmreihe in einem Rutsch raus. Über zehn Stunden lang liebt und heiratet sich eine verarmte französische Adelige (Michèle Mercier) zu Zeiten König Ludwigs XIV. durch die Betten der Reichen und Mächtigen. Dagegen ist selbst die "Wanderhure" Qualitätsfernsehen. (bis 0.15)

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo