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"Nipplegate": Jacksons Brust beschäftigt US-Justiz

Mehr als fünf Jahre nach dem Skandal um Janet Jacksons entblößte Brust bei der US-Superbowl-Show geht der Justizstreit in eine neue Runde. Der Oberste Gerichtshof wies ein Berufungsgericht an, erneut zu prüfen, ob der Fernsehsender CBS für den als "Nipplegate" bekannten Vorfall eine Geldbuße von 550.000 Dollar zahlen muss.

Die skandalumwitterte Superbowl-Show mit Janet Jackson vor mehr als fünf Jahren beschäftigt weiter die Justiz in den USA. Der Oberste Gerichtshof ordnete am Montag die Überprüfung der Entscheidung eines Berufungsgerichts in Philadelphia an, die von der Medienkontrollkommission (FCC) verhängte Rekord-Geldbuße von 550.000 Dollar gegen den Fernsehsender CBS aufzuheben. Das Berufungsgericht muss sich deshalb noch einmal mit dem Fall befassen.

Die Richter hatten im vergangenen Jahr geurteilt, die FCC habe bei der Verhängung des Bußgelds willkürlich gehandelt. Die Entscheidung sei ein Bruch mit der fast drei Jahrzehnte währenden Praxis der FCC, nur mit finanziellen Strafen zu reagieren, wenn das gezeigte Programm einen regelrechten Schock für die Zuschauer darstelle.

Die FCC hatte CBS dafür haftbar gemacht, dass bei der Show zur Halbzeit des Football-Finales am 1. Februar 2004 kurzzeitig die entblößte Brust Jacksons zu sehen war. CBS klagte vor drei Jahren gegen die Entscheidung der Kontrollkommission. Der Sender habe sich damals für den "unangemessenen und unerwarteten" Zwischenfall entschuldigt und Maßnahmen getroffen, um eine Wiederholung zu verhindern, hatte CBS erklärt.

Bei dem Auftritt in der Superbowl-Halbzeit hatte Sänger Justin Timberlake seiner Duettpartnerin plötzlich das Top weggerissen und damit ihre rechte Brust entblößt. 90 Millionen Menschen saßen damals vor dem Fernseher.

DPA/AP / AP / DPA
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