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"Sherlock"-Star Cumberbatch: Alle lieben Benedict

"Sherlock"-Darsteller Benedict Cumberbatch verkörpert einen neuen und sehr modernen "Leading Man". Kein Wunder, dass vor allem die Armee an weiblichen Fans - die "Cumberbitches" - wächst.

Von Frank Siering, Los Angeles

Schauspieler Benedict Cumberbatch hofft, dass seine Fans sich nicht auf Dauer "Cumberbitches" nennen

Schauspieler Benedict Cumberbatch hofft, dass seine Fans sich nicht auf Dauer "Cumberbitches" nennen

Der großgewachsene Londoner ist der Typ Mann, der lieber zuhört, als von sich selbst zu erzählen. Doch das wird für Benedict Cumberbatch in letzter Zeit immer schwieriger. Mit seinen 38 Jahren stürmt der Schauspieler aktuell unaufhörlich an die Spitze der beliebtesten Hollywoodstars. Und vor allem die weiblichen Anhänger des "Sherlock"-Darstellers sind begeistert.

Fühlt sich geehrt durch "Cumberbitch"

Liebevoll und auch etwas ironisch nennen sie sich selbst "Cumberbitches". Ein Ausdruck, den der Bewunderte selbst "nicht so schön findet", wie er jetzt bei einem Interview mit dem "People-Magazin" erzählte. "Das ist doch ein bisschen beleidigend für eine Frau, wenn sie sich selbst als 'Bitch' bezeichnet, oder?", wird Cumberbatch zitiert. Eine Aussage, die er schon oft gemacht hat und die ihn natürlich noch beliebter macht beim weiblichen Geschlecht. Und so fügt er fast entschuldigend hinzu, dass er aber die angepeilte Leichtigkeit in der Beschreibung durchaus verstehe, es lustig findet und sich sehr geehrt fühle.

Eine Aura des Wohlfühlens

Warum gerade Frauen den Enkel eines englischen U-Boot-Kommandanten so lieben, fasst seine Kollegin Keira Knightley wohl am besten zusammen. "Benedict ist einfach ein toller Mann. Er muss sich nicht aufspielen, muss sich nichts beweisen. Er hat eine Präsenz, der man sich gerne aussetzt, eine Aura umgibt ihn, in der man sich wohlfühlt".

Und der Mann, der sich kürzlich mit der Regisseurin Sophie Hunter verlobt hat und laut "People-Magazin" somit "die Herzen vieler weiblicher Fans gebrochen hat", hofft, dass der Ausdruck "Cumberbitches" nicht zum Dauerbrenner wird und sich eher in eine harmlosere und positivere Bezeichnung wie "Cumberbabes", "Cumbersomes" oder "Cumberfans" ändert.

Cumberbatch macht dieser Tage die große PR-Runde für seinen neuen Film "The Imitation Game". Darin spielt er den genialen Mathematiker Alan Turing, der heute allgemein als Erfinder der theoretischen Computerwissenschaften gilt. Im Zweiten Weltkrieg war Turing dafür verantwortlich, geheime Morse-Codes der Nazis zu entschlüsseln.

Vom "People-Magazin" auf die Frage angesprochen, wie seine zukünftige Ehefrau mit seiner zunehmenden Popularität umgeht, sagte Cumberbatch: "Sie hat das im Griff. Es könnte rein theoretisch tatsächlich ein echtes Problem sein, aber sie geht damit total cool um. Es ist sehr beeindruckend."

Abgetaucht am Mittelmeer

Nach einer kurzen Thanksgiving-Pause plant Cumberbatch ein Weihnachts-Special für "Sherlock" und wird danach die Dreharbeiten für "Richard III" abschließen. Anschließend allerdings "ist endlich mal eine kleine Auszeit eingeplant, die ich zusammen mit meiner Familie genießen möchte", so Cumberbatch.

Seinen Ferienort allerdings will er nicht verraten. "Ich habe meine Lieblingsorte, aber die behalte ich lieber für mich", so der Brite, der sehr wohl gelernt hat, dass seine "Cumberbitches" ihn nicht nur über sozialer Medien, sondern auch im echten Leben gerne besuchen würden. Er sei sehr angetan vom Mittelmeer, aber das ist bekanntlich recht groß und auch einer wie Benedict Cumberbatch findet hier sicherlich das eine oder andere Örtchen, an dem er sich verstecken kann.

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