Britney Spears "Eine Gefahr für sich und andere"


Britney Spears soll am Morgen mit einem Krankenwagen und Polizeieskorte abgeholt und ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, das Spears einen Zusammenbruch erleidet, angeblich leidet sie unter einer manisch-depressiven Störung.
Von Jörg Isert

Monatelang wurde die Weltöffentlichkeit Zeuge, wie sich der Zustand von Britney Spears immer weiter verschlechterte. Nun ist die Sängerin auf Anweisung eines Arztes in das UCLA Medical Center in Los Angeles eingeliefert worden. Wie die Internetseite "tmz.com" meldet, wurde Spears zu Hause von ihrem Psychiater aufgesucht. Der Arzt erklärte ihr, dass sie ein Krankenhaus eingeliefert werden müsse. Spears habe mit der Frage "Stimmt etwas nicht?" reagiert, sich den Anweisungen ihres Arztes aber gefügt. Sanitätern brachten sie auf einer Krankentrage in die Klinik. Wie "TMZ" berichtet, sei sogar der Luftraum über dem Anfahrtsweg zum Hospital gesperrt worden - damit Fernsehteams keine Aufnahmen aus Hubschraubern machen konnten.

Laut der Website habe Spears seit Samstag nicht mehr geschlafen, ihr psychischer Zustand habe sich immer weiter verschlechtert. Spears wird offenbar seit einiger Zeit wegen einer bipolaren Störung, einer manisch-depressiven Krankheit, behandelt. Das UCLA Medical Center sei ausgewählt worden, weil der Psychiater, der Spears behandelt, dort arbeite. In den ersten drei Tagen könne Spears nicht gezwungen werden, Medikamente einzunehmen. Danach gebe es aber die Möglichkeit für die behandelnden Ärzte, weitere 14 Tage Klinikaufenthalt vor Gericht zu beantragen. Sollte aus medizinischer Sicht eine medikamentöse Behandlung notwendig sein, können die Ärzte auch dieses vor Gericht erzwingen.

Verwirrte öffentlich Auftritte

Angeblich sollte Spears bereits einen Tag zuvor in die Klinik eingewiesen werden, die Aktion sei jedoch in letzter Minute abgebrochen worden. Ihr Psychiater ist angeblich der Ansicht, dass sie derzeit für eine Gefahr für sich und andere darstellt. Die Sängerin war in jüngster Zeit wiederholt durch ihr verwirrtes Verhalten in der Öffentlichkeit und rücksichtloses Autofahren aufgefallen.

Nicht ganz unschuldig an Spears labilem Zustand sind die US-Medien. Sie belagern seit Monaten das Haus der Sängerin, verfolgen sie bei jeden Restaurantbesuch und Einkaufsbummel. Auch in der vergangenen Nacht befanden sich etwa 75 Paparazzi vor ihrem Haus, in der Luft schwirrten mehrere Helikopter. Zunächst hatten einige Medien sogar fälschlicherweise von einem Selbstmordversuch der Sängerin berichtet.

Die fragwürdigste Rolle dabei spielt ausgerechnet "TMZ". Die Website mit Promi-News hatte zuletzt mehrfach per Livestream eine Aufnahme von Spears Hauseinfahrt in alle Welt gesendet. Viele der "TMZ"-Leser reagierten in Kommentaren empört auf das Vorgehen. Der Betreiber von "TMZ" ist die zum Medienkonzern Time Warner gehörende Firma AOL. Die Abkürzung "TMZ" steht für "Thirty Mile Zone": Das ist das Gebiet in Los Angeles, das von der Entertainment-Industrie dominiert ist.


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