Stephen Hibbert
"Pulp Fiction"-Darsteller mit 68 gestorben

Stephen Hibbert ist an einem Herzinfarkt gestorben.
Stephen Hibbert ist an einem Herzinfarkt gestorben.
© getty/Albert L. Ortega / Getty Images
Stephen Hibbert, bekannt als "The Gimp" aus "Pulp Fiction", ist im Alter von 68 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

Mit einer der unheimlichsten Nebenrollen der Filmgeschichte hat sich Stephen Hibbert (1960-2026) ins kollektive Gedächtnis des Kinos eingeschrieben: Als stumme, ledergewandete Figur "The Gimp" in Quentin Tarantinos Meisterwerk "Pulp Fiction" hinterließ er 1994 einen bleibenden Eindruck - obwohl er kaum einen Ton sagte. Nun ist der Schauspieler und Autor tot. Hibbert starb am Montag in Denver an einem Herzinfarkt. Er wurde 68 Jahre alt.

Seine Familie bestätigte den Tod gegenüber dem US-Promiportal "TMZ". "Unser Vater Stephen Hibbert ist diese Woche unerwartet von uns gegangen", heißt es in dem Statement. "Sein Leben war erfüllt von Liebe und Hingabe zur Kunst und seiner Familie. Er wird von vielen schmerzlich vermisst werden."

Vom englischen Fleetwood nach Hollywood

Hibbert wurde im englischen Fleetwood geboren und fand seinen ersten Zugang zur Unterhaltungswelt nicht vor der Kamera, sondern am Schreibtisch. Von 1984 bis 1986 arbeitete er als Autor für die legendäre US-Talkshow "Late Night with David Letterman". In den folgenden Jahren schrieb er Drehbücher für Animations- und Comedyserien wie "Darkwing Duck", "Animaniacs" und "Mad TV", aber auch für das Teenie-Drama "Boy Meets World".

Einen persönlichen Fußabdruck hinterließ Hibbert 1994, als er gemeinsam mit seiner damaligen Frau Julia Sweeney das Drehbuch für "It's Pat: The Movie" verfasste. Sweeney hatte die androgyne Figur Pat ursprünglich für "Saturday Night Live" entwickelt.

"The Gimp": Ikonischer Moment

Als Schauspieler gab Hibbert 1987 sein Fernsehdebüt in einer Episode der US-Sitcom "Newhart". Doch es war seine Rolle in "Pulp Fiction", die ihn weltbekannt machte. Tarantinos nonlineares Gangsterepos wurde zum Kultfilm einer ganzen Generation, und Hibberts Figur - stumm, maskiert, rätselhaft - gehört zu den ikonischen Momenten des Werks.

In den folgenden Jahren war Hibbert in weiteren Kinofilmen zu sehen: 1999 tauchte er in der Spionageparodie "Austin Powers: The Spy Who Shagged Me" auf, 2003 in der Comicverfilmung "The Cat in the Hat", ebenfalls mit Mike Myers. Auf dem kleinen Bildschirm gastierte er unter anderem in Serien wie "Just Shoot Me!", "Jericho", "True Jackson VP" und "Dr. Ken".

SpotOnNews

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