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Vormundschaft Britney Spears ist frei – und doch droht ihr jetzt eine große Gefahr

Britney Spears
Britney Spears ist frei
© Picture Alliance
Am vergangenen Freitag beendete die zuständige Richterin Britney Spears' Vormundschaft nach über zehn Jahren. Die Sängerin freute sich. Doch auf sie wartet eine schwere Aufgabe. 

Jubelnde Menschenmassen auf den Straßen von Los Angeles, "Free Britney"-Poster so weit das Auge reichte: Am Freitag feierten unzählige Britney-Spears-Fans die Freilassung der Sängerin aus ihrer strengen Vormundschaft. 

Britney Spears ist frei

Richterin Brenda Penny hob sowohl die Vormundschaft über Britneys Finanzen als auch die über ihre persönlichen Belange auf. Britney ist frei. "Ich liebe meine Fans so sehr. Ich glaube ich werde den Rest des Tages weinen. Bester Tag aller Zeiten!", schrieb die 39-Jährige, die in den vergangenen 13 Jahren kaum eine Entscheidung selbst treffen durfte. 

Von nun an darf Spears tun und lassen, was sie möchte. Sie darf ihr Geld ausgeben, Auto fahren, ihren Verlobten Sam Asghari heiraten und auch Kinder bekommen. All das war ihr jahrelang verwehrt worden. Und sie darf auch selbst entscheiden, wann, wo und wie oft sie auf der Bühne steht. Doch so freudig die Nachricht für Spears und ihre Fans auch ist, so groß ist die Gefahr. Um das zu verstehen, muss man einen Blick zurückwerfen auf das Jahr 2007. 

Vormundschaft nach öffentlicher Jagd

Denn da begann Spears' Misere. Die Sängerin befand sich am Scheideweg: Die Beziehung zum Ehemann und Vater ihrer Kinder, Kevin Federline, stand vor dem Aus. Ihr Privatleben war so zerrüttet wie nie zuvor, die Angst, ihre zwei Söhne zu verlieren, riesig. Doch die Zeit war nicht nur für Spears persönlich prägend, sondern auch für die Medienlandschaft. Paparazzi bestimmten noch immer, welchen Blick Fans auf ihre Idole bekommen würden. Die sozialen Netzwerke standen damals noch in ihren Anfängen. 

Und so wurde Superstar Britney gejagt. Fotos von der immer zerzauster aussehenden Sängerin waren viel Geld wert. Wohin sie auch ging, fuhr oder flog: Sie wurde verfolgt, angeschrien, belästigt, gefilmt und fotografiert. Spears blieb kaum eine Chance, ihr aus den Fugen geratenes Privatleben zu sortieren, nahm Tabletten, stürzte ab. Und so witterten andere Personen ihre Chance. Spears' Vater Jamie beantragte die Vormundschaft über seine Tochter mit – das weiß man heute – unlauteren Mitteln. Auf ein Trauma folgte für Britney das nächste. Eine dramatische Entwicklung, aus der sich Spears erst jetzt befreien konnte. 

Die kommenden Wochen werden für sie einerseits spannend, andererseits herausfordernd: Spears wird ihre Freiheit genießen wollen, gleichzeitig besteht die Gefahr, sie könnte gejagt werden wie 2007. Denn genau wie damals ist auch heute das Interesse an ihr riesig. Statt "Free Britney" sollte es deshalb "Protect Britney" heißen – damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

ls

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