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Britney Spears: Vom Sorgenkind zur Superheldin

Nach Sorgerechtsstreit, Entmündigung und Schwangerschaftsgerüchten, macht Britney Spears endlich mal wieder mit Musik von sich reden. Als kämpfende Comicfigur inszeniert sie sich im Video zu ihrer neuen Single "Break The Ice".

Sie stürzt sich von Hochhäusern in die Tiefe, fliegt durch die Luft und überlebt Explosionen. Die blonde Sirene in ihrem knappen Mini-Overall, langen Handschuhen und Overknee-Stiefeln ist eine echt toughe Frau. Dass es sich dabei um Britney Spears handelt, kann man nicht erkennen. Muss man auch nicht. Denn im Video zu Spears neuer Single "Break The Ice" ist nicht die Sängerin selbst, sondern eine Comicfigur zu sehen, eine Mischung aus Superwoman und Barbarella. Tatsächlich läuft bei Spears nichts wirklich glatt. Sie darf zwar ihre Söhne wiedersehen, allerdings nur unter Aufsicht ihres Vaters, der bis mindestes Ende Juli ihr Vormund bleibt. Er entscheidet über ihre Finanzen und teilt der Sängerin ein wöchentliches Taschengeld von 1500 Dollar zu. Mag sein, dass sich Britney gelegentlich solche Zauberkräfte wünscht wie ihr animiertes Pendant aus dem neuen Video. Da wehrt sie sich erfolgreich gegen Zähne fletschende Monster und bewaffnete Ungeheuer. Im realen Leben kämpft Spears mit Richtern, Paparazzi und den falschen Männern.

Die Idee, als Comic-Heldin mit wehender blonder Mähne zu erscheinen, soll von Spears selbst stammen. Sie habe ein Video machen wollen, dass dem ihrer Erfolgssingle "Toxic" gleiche, schreibt die britische Zeitung "Sun". Im Musikclip zu "Toxic" räkelte sich Spears 2004 durchtrainiert im transparenten Ganzkörperkostüm vor der Kamera. Davon ist Spears heute, fast vier Jahre später, weit entfernt. Ihr Körper ist aufgedunsen von Medikamenten, ihre Haar ungepflegt seit sie ihren Ausrutscher - im Februar 2007 schor sich Britney eine Glatze - mit Extensions zu kaschieren versucht. Statt sich für eine neue Single aufzuhübschen und abzuspecken, hat Spears das einfach Webdesignern Robert Hales überlassen, der sie für "Break The Ice" in eine grazile, gertenschlanke Superfrau verwandelte.

Wenige Tage nach Erscheinen kletterte der Song von Platz 100 auf Rang 95 der US-Charts. Das ist mies, wenn man Spears alte Erfolge als Maßstab nimmt, wo ein Nummer-Eins-Hit den anderen jagte. Aber wie heißt es so schön im Abspann des Videos: "To be continued" - Fortsetzung folgt.

jum