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Dieter Bohlen: "Müller-Partei" verklagt "Parteichef"

Es hat etwas von einem miesen Scheidungskrieg. Erst beleidigte Werbestar Dieter Bohlen die Produkte von "Müller Milch", dann folgte die fristlose Kündigung und jetzt wird geklagt - und zwar von beiden Seiten.

Der Lebensmittelkonzern Müller Milch hat den Musikproduzenten Dieter Bohlen wegen "geschäftsschädigenden Verhaltens" auf 900.000 Euro verklagt. Das Unternehmen reagierte nach Angaben des Landgerichts Augsburg damit auf eine frühere Klage Bohlens.

Fristlose Kündigung

Bohlen hatte im August 2004 in einem Interview gesagt, "Buttermilch wird von 50-jährigen Bio-Latschenträgerinnen gekauft". Daraufhin hatte Müller Milch einen hoch dotierten Werbevertrag mit dem Musikproduzenten fristlos gekündigt. Nicht ohne Folgen. Dieter Bohlen - offensichtlich kein Freund der Müller-Produkte - wollte auf die Einnahmen des Vertrages nicht verzichten. Er verklagte den Konzern wegen der Kündigung auf 500.000 Euro.

Zu der jetzt eingereichten Klage hatte der Konzern erklärt, in den veranschlagten 900.000 Euro seien Rückzahlungen bereits gezahlter Beträge an Bohlen enthalten. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

DPA / DPA
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